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Volkswagen prüft chinesische Elektrofahrzeuge für Europa. Auf der Liste stehen Unyx 08, 09 und Era 9X.

Volkswagen prüft chinesische Elektrofahrzeuge für Europa. Auf der Liste stehen Unyx 08, 09 und Era 9X.

Volkswagen prüft, ob Fahrzeuge, die in China entwickelt wurden und nicht nur für China bestimmt sind, in Europa eingeführt werden können. Nach dem Artikel der Handelsblatt vom Juli ist bereits klar, welche Modelle wirklich sinnvoll sind und welche eher dort bleiben werden.

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Das wäre eine interessante Wendung. Über Jahre hinweg brachte Volkswagen deutsche Technik nach China, heute blickt er in die andere Richtung. Es geht dabei nicht um exotische Konzepte, sondern um fertige Fahrzeuge aus chinesischen Joint Ventures, teilweise gemeinsam mit Xpeng entwickelt.

Die ernsthaften Kandidaten

Häufig wird der Volkswagen ID. Era 9X erwähnt. Es handelt sich um einen riesigen SUV mit einer Länge von 5.207 Metern von SAIC-Volkswagen, ausgestattet mit einem EREV-System – also wird hier ein 1,5-Turbo-Benzinmotor als Generator genutzt, während die Räder von einem Elektromotor angetrieben werden. Das Fahrzeug verfügt über zwei Motoren mit einer Leistung von 370 oder 380 kW, Batterien mit einer Kapazität von 51,1 bzw. 65,2 kWh sowie eine angegebene elektrische Reichweite von 347–406 km nach CLTC-Standard. Insgesamt erreicht es somit bis zu 1.651 km nach CLTC-Standard. Das klingt sehr chinesisch und nur wenig europäisch, doch genau dieses Modell wird bereits hinsichtlich eines Markteintritts in Europa geprüft.

Ein weiterer starkes Kandidat ist der ID. Unyx 08. Es handelt sich um einen elektrischen SUV mit einer 800-V-Architektur, Batterien mit einer Kapazität von 82 oder 95 kWh vom Typ LFP von CATL sowie einer Leistung von bis zu 370 kW im AWD-Modus. Der Hersteller gibt eine Ladeleistung von 315 kW an, wobei das Aufladen auf 10–80 Prozent in etwa 20 Minuten dauern soll. Auf dem Papier wirkt es wie ein Fahrzeug, das Volkswagen in Europa etwas fehlt – modern, schnell, groß und nach dem „China Speed“-Prinzip hergestellt, nicht nach dem alten deutschen Standard.

Es gibt noch den ID. Unyx 09, einen Fastback-Sedan, der in 24 Monaten gemeinsam mit Xpeng entwickelt wurde. Das Auto ist 5,081 m lang und verfügt über einen RWD-Antrieb mit 230 kW oder AWD mit 370 kW. Volkswagen hat noch nicht die Batteriekapazität oder den Aktionsradius angegeben, doch allein die Tatsache, dass es überhaupt einen solchen Sedan gibt, sagt viel über die chinesische Niederlassung der Marke aus. Ehrlich gesagt? Er sieht frischer aus als die meisten VW-Sedane der letzten Jahre.

Modelle, die eher „getestet“ als „versandbereit“ sind

Der ID. Era 5X könnte für Europa sogar wichtiger sein als der 9X, da er auf einen breiteren Massenmarkt abzielt. Es handelt sich um ein SUV mit einer Länge von 4,560 m und einem Radstand von 2,815 m, einem Motor mit 155 kW sowie einer LFP-Batterie von CATL. Es verfügt außerdem über LiDAR und das Xingyun-Fahrassistentensystem inklusive städtischem NOA. Das Problem ist, dass wir immer noch weder die Batteriekapazität noch den Aktionsradius kennen.

Modell

Antrieb

Kraft

Akku

Aktionsradius

Länge

Anmerkungen

Volkswagen ID. Era 9X

EREV AWD

370-380 kW

51,1 / 65,2 kWh

347–406 km nach CLTC, insgesamt bis zu 1.651 km

5.207 mm

6 Sitze, 800 V

Volkswagen ID. Unyx 08

BEV RWD/AWD

230 / 370 kW

82 / 95 kWh LFP

bis zu 730 km nach CLTC

5.000 mm

Ladung bis 315 kW

Volkswagen ID. Unyx 09

BEV RWD/AWD

230 / 370 kW

LFP

b/d

5.081 mm

Sedan, Projekt mit Xpeng

Volkswagen ID. Era 5X

BEV FWD

155 kW

LFP

b/d

4.560 mm

CMP, LiDAR

Volkswagen ID. Era 5S

PHEV

80 + 130 kW

b/d

160 km EV nach CLTC

4.836 mm

Sedan mit Plug-in-Anschluss

Auch die ID. Era 5S ist interessant, aber es handelt sich dabei nicht mehr um ein BEV, sondern um ein PHEV. Der Sedan verfügt über einen 1,5-Liter-Benzinmotor mit 80 kW Leistung sowie einen Elektromotor mit 130 kW Leistung. Im Strombetrieb soll er eine Strecke von 160 km nach CLTC-Standards zurücklegen können, wobei die Gesamtreichweite über 2.000 km liegen soll. Wenn Volkswagen auf den europäischen Bedarf an Plug-in-Hybriden eingehen möchte, könnte ein solches Auto sinnvoll sein – besonders wenn es lokal hergestellt wird und nicht aus China importiert wird.

Wo liegt das Problem?

Es gibt mehrere Probleme. Das erste betrifft die Software. Diese Fahrzeuge wurden für das chinesische Ökosystem, chinesische Zulieferer sowie chinesische ADAS-Systeme entwickelt. Die Überführung in Europa bedeutet nicht nur einen Sprachwechsel im Menü – es müssen auch die Assistenzfunktionen, die Homologation sowie die Materialien und Elektronik angepasst werden.

Das zweite Problem ist die Handelspolitik. Importierte BEV aus China gelangen in die EU mit Zöllen und zusätzlichen Antisubventionsabgaben. Deshalb entstand die Idee einer lokalen Produktion, und in deutschen Gesprächen wurde ein Werk in Zwickau erwähnt.

Am unwahrscheinlichsten? ID. Aura T6 und Jetta M6. Ersteres, weil Volkswagen in Europa bereits viele elektrische SUV dieser Größe hat. Letzteres, weil die Jetta als eigenständige Marke hier praktisch keine Verkaufschance hat.

Falls Volkswagen tatsächlich einen chinesisch-chinesischen Volkswagen nach Europa bringt, wäre das ein starkes Signal dafür, dass Deutschland aufgehört hat zu tun, als ließe sich alles wie bisher machen. Die Frage ist: Welches Modell macht hier am meisten Sinn – das große EREV 9X, das vielseitigere 5X oder vielleicht der Unyx 08 mit 800 V und einer Ladeleistung von 315 kW?

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Quelle: LovEV.pl