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Sonstiges

Volkswagen zeigte den ID. California Cruise. Der elektrische Camper wird Anfang 2027 an Kunden ausgeliefert.

Volkswagen zeigte den ID. California Cruise. Der elektrische Camper wird Anfang 2027 an Kunden ausgeliefert.

Volkswagen Nutzfahrzeuge präsentierte in Düsseldorf das Modell ID. California Cruise, also den ersten vollständig elektrischen California, der auf dem ID. Buzz basiert. Die Premiere findet während des Caravan Salon 2026 statt, und die ersten Lieferungen sind für Anfang 2027 geplant. Das ist ein wichtiger Schritt für die Marke, doch derzeit sprechen wir eher von einem praktischen Wochenendauto als vom Gegenstück zum klassischen California mit voller Ausstattung.

Inhaltsverzeichnis

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ID. California Cruise soll eine neue elektrische California-Familie eröffnen, die Volkswagen bis 2028 ausbauen möchte. Derzeit kennen wir hauptsächlich die Campingausstattung und die Bordfunktionen. Preise sowie eine vollständige technische Spezifikation liegen noch nicht vor.

Parameter

Volkswagen ID. California Cruise

Basismodell

ID. Buzz Pro

Antrieb

elektrisch

Verfügbarkeit

Anfang 2027

Radstand

kurz und lang

Anzahl der Schlafplätze

2

Bettmaße

2,03 x 1,20 m

Matratze

faltbar, 9 cm dick

Standby-Modus

California Mode

Klimaanlage während des Aufenthalts

bis zu 48 Stunden, je nach Bedingungen

V2L

2.000 W Dauerleistung, 3,6 kW Spitzenleistung

Aufladen unterwegs

Parkplätze planen in der California App

Plug & Charge

ja, an kompatiblen Ladestationen

Zwei Schlafplätze und minimale Einbauten

Die wichtigste Information ist einfach: Im Inneren lässt es sich schlafen. Volkswagen hat ein Bett mit den Maßen 2,03 Meter Länge und 1,20 Meter Breite bereitgestellt, dazu kommt eine faltbare Matratze mit 9 cm Dicke. Es gibt außerdem Lüftungsgitter für die Vorderscheiben, eine komplette Verdunkelung sowie Platz für zwei Stühle und einen Tisch.

Das klingt sinnvoll für zwei Personen für ein Wochenende oder eine kurze Ausfahrt. Weniger sinnvoll, wenn jemand auf einen elektrischen Nachfolger des klassischen California mit erhöhtem Dach und ausgestatteterer Wohnkabine hofft. Das gibt es hier einfach nicht.

Volkswagen positioniert dieses Modell selbst eher als Alltagsauto mit Übernachtungsfunktion denn als vollwertigen Camper. Ehrlich gesagt sollte man es wohl genau so betrachten.

California-Modus und V2L leisten bei der Pause gute Dienste

Eine Neuheit ist der spezielle California-Modus. Das Auto verfügt über einen eigenen Controller, der ausgewählte Beleuchtungs- und Komfortfunktionen steuert, die Stromversorgung der USB-Anschlüsse aufrechterhält und das Innere auf eine Übernachtung vorbereitet.

Der Hersteller gibt außerdem an, dass die Klimaanlage den Innenraum bis zu 48 Stunden lang ununterbrochen heizen oder kühlen kann. Hier schon ein Hinweis: Die tatsächliche Dauer hängt vom Akkuzustand und der Außentemperatur ab. Bei extremer Kälte oder Hitze wird dieses Ergebnis eher ein Wunschdenken als die Realität sein.

Weitaus interessanter ist die Funktion Vehicle-to-Load. Der ID. California Cruise kann eine kontinuierliche Leistung von bis zu 2.000 W sowie eine Spitzenleistung von 3,6 kW liefern, wodurch er einen Kaffeevollautomaten, ein Kühlfach, Beleuchtung, ein E-Bike-Ladegerät oder eine kleine Feldküche versorgen kann. In einem Wohnmobil ist das kein Spielzeug – es handelt sich um einen echten Vorteil des Elektrofahrzeugs gegenüber einem Verbrennungsfahrzeug ohne zusätzliche Anlagen.

Die App zeigt die Ladegeräte an, aber die Physik lässt sich nicht betrügen

Volkswagen erweitert auch die California App. Beim Planen einer Strecke sollen dort passende Ladestationen angezeigt werden, und die Besitzer erhalten die Möglichkeit, die Reise zusammen mit den Pausen zum Aufladen zu planen. Dazu kommt Plug & Charge an kompatiblen Stationen.

Das ist gute Nachricht, denn beim Elektro-Camper ist die Planung des Ladevorgangs kein Zusatz, sondern ein Bestandteil der gesamten Reise. Vor allem dann, wenn das Auto über Nacht bleiben muss, den Innenraum kühlen und außerdem Geräte über V2L mit Strom versorgen soll.

Schade nur, dass Volkswagen bei der Einführung keine wichtigen Daten für EV-Fahrer angegeben hat: die Akkukapazität, die DC-Ladestärke, die angegebene Reichweite oder das Gewicht des Autos nach der Ausstattung mit dem Campingpaket. Ohne diese Informationen ist es schwierig zu beurteilen, ob es sich um einen komfortablen Begleiter für 300 Kilometer pro Tag handelt oder um ein Auto, das einen sehr ruhigen Reiseplan erfordert.

Volkswagen hat den ersten Schritt in Richtung des elektrischen California gemacht, doch der zweite muss nun weniger präsentativ und stattdessen zahlenbasiert ausfallen. Was meinen Sie – sind im heutigen Camper V2L sowie Übernachtungsmöglichkeiten für zwei Personen wichtiger, oder doch ein klassischer aufklappbarer Dach und größere Unabhängigkeit von Ladestationen?

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