Volkswagen ID.Polo, Skoda Epiq, Cupra Raval: Der Erfolg dieser neuen Elektroautos stellt ein Problem dar


Die neuen Elektroautos der Volkswagen-Gruppe erzielen einen Erfolg, der die Erwartungen übertrifft. ID.Polo, Skoda Epiq und Cupra Raval haben bereits Zehntausende von Bestellungen erhalten, was zu längeren Lieferzeiten führt … Ein gutes Geschäftssignal, aber eine echte industrielle Herausforderung für VW.
Nach Jahren des Verkaufs von noch relativ teuren Elektroautos beginnt die Volkswagen-Gruppe endlich, mit ihrer neuen Generation von Stadtautos ein breiteres Publikum zu erreichen. Der ID.Polo spielt dabei offensichtlich eine zentrale Rolle, und die ersten Zahlen zeigen, dass das Interesse tatsächlich groß war.
Mehr als 30.000 Bestellungen bereits vor dem offiziellen Start
Seit dem Frühjahr haben die Bestellbücher des ID.Polo bereits mehr als 30.000 Reservierungen aufgezeichnet. Dieser Wert übertrifft die ursprünglichen Erwartungen des Herstellers, insbesondere in Deutschland. Das kleine Elektrofahrzeug ist erst kürzlich in den Verkaufsstellen eingetroffen, doch bei einigen Ausstattungsvarianten beträgt die Wartezeit bereits zehn Monate.
Auch interessant
Volkswagen ID.Polo: attraktive Angebote für die Einstiegsklasse
Volkswagen steht somit vor dem Problem, schnell genug produzieren zu müssen, um der Nachfrage gerecht zu werden. Der deutsche Konzern plant insbesondere eine Erhöhung der Produktionsraten in seiner Fabrik in Martorell, Spanien. Der Standort wurde bereits umfassend für diese neue Generation von Elektroautos umgebaut – mit 160.000 m² angepasster Fläche, 1.000 neuen Robotern sowie einer speziellen Abteilung für die Batteriemontage.
Ein Preis, der alles verändert
In Deutschland beginnt der Preis für den ID.Polo bei 24.995 €. Das sind 5.000 € mehr als ein Einstiegsmodell der Polo-Reihe, doch der Unterschied ist geringer im Vergleich zu den vorherigen Elektromodellen des Herstellers. Die ID.3, ID.4, ID.5 oder ID.7 richteten sich bislang an Käufer mit höherem Budget. Zur Erinnerung: Beim Erscheinen lag der Preis für den ID.3 bei etwa 40.000 €…
Und der Erfolg beschränkt sich nicht auf das kleine VW-Elektroauto. Der Skoda Epiq soll bereits vor seiner Markteinführung mehr als 35.000 Bestellungen erhalten haben. Auch für den Cupra Raval werden mehrere Monate Wartezeit angenommen, wobei die Lieferungen bis ins Frühjahr 2027 verschoben werden könnten. Ein gelungener Schachzug für diese drei neuen Modelle!
Falls sich diese Entwicklung bis zum Jahr 2027 fortsetzt, kann man vielleicht endlich sagen, dass der deutsche Automobilriese schließlich die Formel gefunden hat, um seine Elektromodelle für die breite europäische Öffentlichkeit zugänglicher zu machen.
Dieselbe Entwicklung bei den ID.Cross und ID.3 Neo
Auch andere Volkswagen-Modelle profitieren von dieser Entwicklung. Die Händler berichten von starkem Nachfrage nach dem zukünftigen ID.Cross, dessen Einführung in die Showrooms für November geplant ist. Dasselbe gilt für den neuen ID.3 Neo, der laut Angaben mehr Bestellungen erhält als erwartet, wodurch sich die Lieferzeiten verlängern....
Selbstverständlich ist die andere Seite der Medaille nicht unbedeutend. Der Hersteller räumt außerdem ein, dass einige Versionen aufgrund noch nicht ausreichend gesteigerter Produktionskapazitäten zu längeren Lieferzeiten führen könnten. Die Herausforderung besteht nun nicht mehr nur darin, die Kunden davon zu überzeugen, diese Elektrofahrzeuge zu kaufen, sondern auch darin, sie dazu zu bringen, zu warten.