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Volkswagen ID.Polo: 10 Monate Lieferzeit – wirklich?

Volkswagen ID.Polo: 10 Monate Lieferzeit – wirklich?

Das deutsche Stadtauto wird mit Lieferzeiten von bis zu 10 Monaten angekündigt.

Opfer seines Erfolgs? Die Volkswagen ID.Polo erhielt seit dem Frühjahr 30.000 Bestellungen, wie das Unternehmen kürzlich bestätigte. In einem Artikel der deutschen Zeitschrift Automobilwoche wurde letzte Woche von Lieferzeiten von bis zu 10 Monaten berichtet. Das sorgt bei den dringendsten Kunden für Sorgen.

Bei Anfrage teilte uns die Kommunikationsabteilung von Volkswagen France mit, dass die aktuelle Lieferzeit für eine ID.Polo bei „vier Monaten“ liege. Das ist ein durchschnittlicher Wert für ein neues Modell. Zudem werden einige im Frühjahr vorbestellte Exemplare bereits vor Ablauf dieser Frist ausgeliefert.

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Steigerung der Produktion

Zur Einführung eines neuen Modells reservieren die nationalen Tochtergesellschaften (zum Beispiel Volkswagen France, Volkswagen Italien, Volkswagen Belgique …) in der Regel Quoten an Fahrzeugen unter den ersten Exemplaren, die aus der Fabrik kommen.

Automarken steuern außerdem die Steigerung der Produktion entsprechend ihren wirtschaftlichen Interessen. Die am besten ausgestatteten Modelle und/oder diejenigen mit den größten Batterien erhalten in der Regel Vorrang. Das ist hier der Fall, da die 52 kWh-Batterien vor den 37 kWh-Batterien kommen.

Auch der Raval

Nur zur Erinnerung: Der Volkswagen ID.Polo wird in der Fabrik in Martorell bei Barcelona (Spanien) produziert. Er teilt seine Fertigungslinien mit dem neu erschienenen Cupra Raval. Vor der Einführung dieser beiden Modelle investierte das deutsche Unternehmen fast 300 Millionen Euro, unter anderem für den Bau einer Linie, die jährlich 300.000 Batterien montieren kann, sowie für einen neuen Großpressen zur Formgebung. Der Raval startet seine Karriere ebenfalls erfolgreich – der Leiter von Cupra Deutschland erwähnte gegenüber unseren Kollegen von Autohaus eine „weltweite Nachfrage, die doppelt so hoch ist wie erwartet“.

Sowohl Fahrzeuge basieren auf derselben MEB+-Plattform mit Frontantrieb und werden abwechselnd in den katalanischen Fabriken hergestellt. Sie nutzen die neue APP290-Maschine sowie sogenannte Unified-Cell-Batterien. Während das deutsche Unternehmen derzeit eine schwierige Zeit durchmacht, gelten diese Erfolge als Lichtblick.