Volkswagen ID. Aura T6 startet in China die Vorbestellungen. Der 4,8 Meter lange Elektrofahrzeug kostet 135.900 Yuan.

Volkswagen hat in China die Vorbestellungen für das Modell ID. Aura T6 gestartet. Das Auto von FAW-Volkswagen kostet ab 135.900 Yuan, was etwa 20.225 US-Dollar entspricht, und basiert auf der mit Xpeng gemeinsam entwickelten CEA-Architektur.
Es handelt sich um einen 4,8 Meter langen, fünfsitzigen SUV mit LFP-Batterie, Hinterradantrieb sowie in den teureren Versionen LiDAR. Auf dem Papier sieht es aus wie ein Volkswagen, der endlich aufgehört hat zu tun, als ließe sich der chinesische Markt allein mit dem Logo übertölpeln.
Was bekommt man für 135.900 Yuan?
Der ID. Aura T6 ist 4811 mm lang, 1879 mm breit, 1648 mm hoch und hat eine Radstandlänge von 2836 mm. Der Luftwiderstandsbeiwert beträgt 0,245 Cd, und es stehen 19- sowie 20-Zoll-Räder zur Auswahl.
Stilistisch ist das Fahrzeug eher konservativ gestaltet: geschlossene Front, dünne Tagfahrlichter, tiefer angebrachte Scheinwerfer im Stoßfänger, ein einzelner hinterer Lichtstreifen sowie halbversteckte Türgriffe. Interessanter sind der aktive Lufteinlass sowie der LiDAR auf dem Dach in den höheren Ausstattungsvarianten.
Technisch verfügt das Fahrzeug über einen Motor an der Hinterachse mit einer Leistung von 170 kW, also 228 PS. Volkswagen hat zwei LFP-Akkus mit einer Kapazität von 59,9 kWh und 77,5 kWh vorgesehen. Die Reichweite nach dem chinesischen CLTC-Standard liegt bei 540–660 km, und die Basismodell beschleunigt in 7,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Den CLTC-Standard sollte man natürlich mit Vorsicht betrachten, doch die Konfiguration erscheint für ein Fahrzeug, das auf den mittleren Markt abzielt, durchaus sinnvoll.
Die Preise sind wie folgt:
Volkswagen ID. Aura T6 540 Pro: 135.900 Yuan
Volkswagen ID. Aura T6 660 Pro: 149.900 Yuan
Volkswagen ID. Aura T6 660 Max LiDAR: 159.900 Yuan
Volkswagen ID. Aura T6 660 Ultra LiDAR: 169.900 Yuan
Architektur gemeinsam mit Xpeng und Innenraumkonzept für den chinesischen Markt
Die ID. Aura T6 basiert auf der mit Xpeng gemeinsam entwickelten CEA-Plattform. Das ist wohl wichtiger als der Preis selbst, denn es zeigt, wie stark Volkswagen sich nach schwächeren Ergebnissen seiner eigenen Elektrofahrzeuge an China anpassen musste.
Im Innenraum finden wir ein 15,6 Zoll großes Zentraldisplay, ein 10,25 Zoll großes Instrumentenpaket sowie ein 25,8 Zoll großes AR-HUD-Display. Das Infotainmentsystem arbeitet mit einem 4 nm Chip mit einer Rechenleistung von 20 TOPS und unterstützt drahtlos Apple CarPlay, HiCar sowie Carlink.
Auch die Praktikabilität sieht gut aus. Der Kofferraum fasst 576 Liter, nach Falten des Rücksitzes 1796 Liter, und unter der Haube befindet sich außerdem ein 90 Liter großer Frunk. Dazu kommt das 18-Lautsprecher-Aura Sound-System sowie vordere Sitze mit Heizung, Belüftung und Massagefunktion.
Das auf LiDAR basierende Fahrerassistenzsystem nutzt das Horizon Robotics Journey 6H-Modul und bietet eine Rechenleistung von 420 TOPS. Volkswagen verspricht die Funktionen Highway NOA und Urban Pilot. In den chinesischen Gegebenheiten ist das nicht mehr ein Zusatz, sondern eine Pflichtfunktion in der Spezifikation.
Es gibt noch einen weiteren Aspekt, der für die Marke weniger erfreulich ist. Im Juli 2026 lieferte Volkswagen in China 87.099 Fahrzeuge aus, was einem Rückgang von 40,33 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Der T6 soll daher nicht nur das Angebot erweitern, sondern auch dazu beitragen, die Position von Volkswagen auf dem größten EV-Markt der Welt zu retten.
Falls dieses Modell irgendwann nach Europa kommt, wird es eher als Inspiration für zukünftige Volkswagen-Modelle dienen als als fertiger 1:1-Import. Meinen Sie, dass elektrische Volkswagen-Fahrzeuge für den Massenmarkt heute genau so aussehen sollten?
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