Volkswagen verabschiedet sich von Bugatti: Porsche verkauft seinen Anteil an der Marke, die nun unter der Kontrolle von Rimac steht

Fünf Jahre nach der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Bugatti Rimac hat Porsche seinen 45-prozentigen Anteil an der Joint Venture abgestoßen. Zudem hat das Unternehmen aus Stuttgart auch seinen 21-prozentigen Anteil am Rimac-Konzern verkauft. Alles deutet darauf hin, dass dies Teil der Bemühungen der Volkswagen-Gruppe ist, Kosten zu senken und ihr Portfolio an Beteiligungen zu vereinfachen.
Durch diese Maßnahme trennt sich Volkswagen endgültig und vollständig von Bugatti, das fast drei Jahrzehnte lang der Höhepunkt seines umfangreichen Markenportfolios war. Die Anteile von Porsche wurden von einem Konsortium übernommen, das von HOF Capital angeführt wird, wobei BlueFive Capital der Hauptinvestor sowie weitere Investoren aus Europa und Nordamerika beteiligt sind.
Rimac behält seinen Anteil von 55 % an Bugatti Rimac, dessen Vorstand umstrukturiert wurde. Christophe Piochon wird nicht länger Präsident von Bugatti Automobiles sowie Leiter der Operativabteilung bei Bugatti Rimac sein. Mate Rimac wird neuer Präsident von Bugatti Automobiles, und Marko Brkljačić, ehemaliger Leiter der Operativabteilung bei Rimac Technology, wird Leiter der Operativabteilung bei Bugatti Rimac. Der derzeitige Generaldirektor von Bugatti Automobiles, Hendrik Malinowski, wird zum Vertriebsleiter der Marke ernannt.
"Dies ist ein wichtiger Schritt für Bugatti Rimac und die gesamte Rimac-Gruppe. Ich freue mich, dass HOF Capital und sein Konsortium in der nächsten Entwicklungsphase unserer Gruppe unsere Partner werden, und ich freue mich darauf, gemeinsam mit ihnen das volle Potenzial unserer Unternehmen zu entfalten. Wir haben in allen Unternehmen der Gruppe solide Fortschritte erzielt, und ich glaube, dass diese Allianz unser kontinuierliches Wachstum weiter vorantreibt", erklärt Mate Rimac.

Der Bugatti Tourbillon nähert sich der Endphase seiner Entwicklung
"Mit mehr als zwei Jahrzehnten bei Bugatti hat Christophe maßgeblich zur Marke beigetragen, wie wir sie heute kennen. Vom Veyron bis zum Tourbillon hat er dazu beigetragen, die Qualität und Handwerkskunst zu bewahren, die alle aus Molsheim stammenden Hyper-Sportwagen auszeichnen. Im Namen des gesamten Teams von Bugatti Rimac möchte ich Christophe danken und ihm viel Erfolg wünschen. Gleichzeitig nutze ich die Gelegenheit, Marko willkommen zu heißen."
Im vergangenen Juli eröffnete Bugatti eine neue Fabrik in Molsheim (Frankreich). Zudem bestätigte das Unternehmen, dass die Entwicklung des Tourbillon, eines steckbaren Hybrid-Hyper-Sportwagens, der den Chiron ersetzen soll, in vollem Gange ist. Rimac arbeitet bereits an neuen Technologien für den traditionsreichen französischen Hersteller, darunter fortschrittliche Festkörperbatterien.

An den Arbeiten wird in Zusammenarbeit mit dem Zellhersteller ProLogium sowie den Experten für Verbundmaterialien von Mitsubishi gearbeitet. Der Markteintritt soll im Jahr 2030 erfolgen. Nurdin Pitarevic, Leiter der Operativabteilung, hat sich zum Ziel gesetzt, dass die erste kommerzielle Anwendung in einem neuen Bugatti-Modell stattfindet.
Quelle | Rimac