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Technologie

US-Studenten entwickeln „energiepositives“ Solarauto

US-Studenten entwickeln „energiepositives“ Solarauto

Studenten der Clemson University haben einen E-Auto-Prototypen namens Deep Orange 17 enthüllt. Bei dem Unikat handelt es sich um ein Forschungs-Solarfahrzeug, das mehr Energie erzeugen kann, als es verbraucht. Entwicklungshilfe erhielt das Team von BMW und einem Fraunhofer-Institut.

An der Clemson University in Greenville im US-Bundesstaat South Carolina haben 16 Studierende, die dieser Tage ihren Master of Science in Fahrzeugtechnik abgeschlossen haben, den Deep Orange 17 entwickelt – ein zweitüriges Coupé, Spitzname: Luminetta. Bei dem recht klobig wirkenden Fahrzeug handelt es sich um ein sogenanntes „energiepositives Elektroauto“. Demnach erzeugt es laut den Initiatoren an einem typischen Tag im städtischen Pendelverkehr“ mehr Energie, als es verbraucht. Der in Zusammenarbeit mit dem Forschungs- und Entwicklungsteam von BMW entwickelte Prototyp vereint dazu Solartechnologie, Leichtbauweise und intelligente Fahrzeugsteuerung.

Dabei ist der Deep Orange 17 nicht das erste Konzeptfahrzeug der im US-Bundesstaat South Carolina gelegenen Universität. Über sein „Deep Orange“-Programm haben verschiedene Studenten-Jahrgänge der Clemson University schon eine Reihe funktionsfähiger Prototypen entworfen und gebaut. BMW gehört schon länger zu den Partnern des Programms.

Die Arbeiten an dem aktuellen Modell begannen im Herbst 2024. Zentrales Energieelement des 17ers sind dabei die Solarzellen, die beim Parken und Fahren Strom erzeugen. „Die Solarenergie dient nicht nur als Zusatzfunktion, sondern ist ein zentraler Bestandteil der Antriebsstrategie des Fahrzeugs“, betont das Team. Konkret wurden mehr als 1.700 Photovoltaikzellen direkt in die Außenflächen des Fahrzeugs integriert. Hergestellt wurden sie in Zusammenarbeit mit dem deutschen Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. Das System funktioniere auch im Schatten und fülle den Energiespeicher des Fahrzeugs kontinuierlich mit Sonnenlicht auf, heißt es. Geschützt sind die Zellen dabei durch eine strapazierfähige Außenfolie.

Um die Leistung unter realen Bedingungen zu bewerten, untersuchten die Studierenden ergänzend die Umgebungsbedingungen und die Sonneneinstrahlung in Greenville (South Carolina), Frankfurt (Deutschland), Madrid (Spanien) und Mumbai (Indien). Bei einer angenommenen täglichen Pendelstrecke von 12 Meilen (umgerechnet 20 Kilometern) erzeuge das Fahrzeug an allen vier Standorten genügend überschüssige Solarenergie, um eine zusätzliche Reichweite von durchschnittlich 31 Meilen (rund 50 Kilometer) zu ermöglichen, schreiben die Verantwortlichen.

Zum Antriebsstrang selbst nennt die Universität keine Details, betont jedoch, dass auch Aerodynamik und Leichtbau eine große Rolle beim „energiepositiven“ Aufbau spielen. So wiegt der Prototyp nur rund 550 Kilogramm – rund ein Vierter normaler Serienfahrzeuge – und ist in Sachen Aerodynamik „von den Eigenschaften des Kofferfisches inspiriert“.

Die Forschung an dem Prototypen soll nun am International Center for Automotive Research der Clemson University fortgesetzt werden, wo das Fahrzeug als Plattform für weitere Innovationen im Bereich der nachhaltigen Mobilität dienen soll. Der Deep Orange 17 wird zudem voraussichtlich auf der CES 2027 in Las Vegas zu sehen sein.

news.clemson.edu via auto-motor-und-sport.de, interestingengineering.com, insideevs.com