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Ein Jahr nach seinem Debüt wird das Elektroauto von Mitsubishi, ein Zwillingsmodell des Renault Scenic, in Europa überarbeitet und günstiger angeboten.

Ein Jahr nach seinem Debüt wird das Elektroauto von Mitsubishi, ein Zwillingsmodell des Renault Scenic, in Europa überarbeitet und günstiger angeboten.

15/09/2026 14:30

Aufgeführt am

15/09/2026 14:30

Bereits ein Jahr nach seiner offiziellen Einführung auf dem europäischen Markt erhält der Mitsubishi Eclipse Cross EV seine erste umfassende Aktualisierung. Der 100% elektrische SUV des japanischen Herstellers, der auf einer gemeinsamen Plattform mit dem Renault Scénic E-Tech entwickelt wurde, passt seine Strategie an, um im wettbewerbsintensiven Segment der emissionsfreien Crossover deutlich zugänglicher zu werden.

Diese Maßnahme ergibt sich aus der Notwendigkeit, das technische Angebot an einen Markt anzupassen, der günstigere Einstiegspreise verlangt, ohne auf Komfort oder Leistungen zu verzichten, die den Anforderungen heutiger Familien entsprechen. Durch diese Umstrukturierung vereinfacht die Modellreihe ihre Zugangsoptionen und senkt die Preisklasse, die bei der im Jahr 2025 vorgestellten Version galt.

Mitsubishi Eclipse Cross Elektro-SUV, Produktion in Palencia, Spanien, Renault 3

Gemeinsame Architektur und LFP-Akku

Der Eclipse Cross EV wurde auf der modularen CMF-EV-Plattform entwickelt, derselben Basis, auf der auch das entsprechende Modell von Renault steht. Diese Architektur zeichnet sich durch eine optimierte Radstandlänge aus, die den Innenraum in den Vordergrund stellt und es ermöglicht, die Akkupakete flach auf dem Fahrzeugboden zu platzieren.

Die wichtigste Neuerung in dieser Überarbeitung besteht in der Einführung einer neuen 67 kWh großen Zugangsbatterie mit Lithium-Eisenphosphat-Chemie (LFP). Die Verwendung dieser Technologie bringt einen recht interessanten strategischen Vorteil mit sich, denn obwohl ihre Energiedichte etwas geringer ist als die von Nickel-Mangan-Kobalt-Chemien (NMC), ist sie deutlich günstiger in der Herstellung, verwendet keine teuren, kritischen Materialien und bietet eine höhere Langlebigkeit bei kontinuierlichen Ladezyklen.

Eclipse Cross 019

Diese Eingangsvariante bietet eine Reichweite nach dem WLTP-Kombinationszyklus von bis zu 472 Kilometern, was ausreicht, um tägliche Fahrten sowie Überlandstrecken problemlos zurückzulegen. Was die Ladezeiten bei Gleichstrom angeht, kann das Fahrzeug eine Leistung aufweisen, die es ermöglicht, den Akkustand von 15 % auf 80 % in etwa 24 Minuten zu erhöhen.

Neben dieser Einstiegsversion wird die Modellreihe später durch eine Reichweitenstärkere Variante namens Long Range ergänzt. Diese Ausstattung verfügt über ein NMC-Akkupaket mit 89 kWh, wodurch die Reichweite nach dem europäischen Standard auf bis zu 650 Kilometer steigt und etwa 28 Minuten für eine entsprechende Schnellladung benötigt werden.

Der elektrische Renault Scenic E-Tech.

Bis zu 12.700 Euro weniger für mehr Wettbewerbsfähigkeit

Die Änderung im mechanischen Aufbau hat einen direkten Einfluss auf die Preispositionierung auf dem europäischen Markt. Als das Modell in Referenzländern wie den Niederlanden erstmals vorgestellt wurde, lag die Anschaffungskosten für die leistungsstärkeren Versionen bei 45.690 Euro.

Durch die Einführung der neuen Version mit einer 67 kWh großen LFP-Batterie liegen die Einstiegspreise für Europa bei 32.990 Euro. Das bedeutet eine Reduzierung von bis zu 12.700 Euro gegenüber dem Einstiegspreis der Vorgängerversion im Vorjahr. In Spanien ermöglichen die bedingten Endpreise sowie Kaufunterstützungsprogramme eine weitere Anpassung des Endpreises im Vergleich zu den direkten Konkurrenten.

Der Mitsubishi Eclipse Cross PHEV hat bereits Preise in Spanien.

Durch die Anpassung der Preise kann der Crossover der Marke mit den drei Diamanten direkt in einem Marktsegment konkurrieren, in dem das Verhältnis aus Kosten, Platzangebot und Reichweite für Käufer, die auf elektrische Mobilität umsteigen, entscheidend ist.

Veränderungen im Innenraum und die Strategie des Herstellers auf dem Kontinent

Im Innenraum behält der Eclipse Cross EV die Ausstattung bei, die er von der modularen Plattform übernommen hat. Mit einer Länge von 4,47 Metern nutzt die Raumaufteilung den vollständig flachen Boden, um im Fond genügend Platz zu bieten sowie ein Kofferraumvolumen von 545 Litern – das sich durch Umklappen der Rücksitze erhöhen lässt.

Innenraum des Mitsubishi Eclipse Cross

Der technologische Bereich stützt sich auf eine digitale Umgebung mit 12,3-Zoll-Bildschirmen sowie die native Integration des Google-Dienstecosystems, was eine Routenplanung unter Berücksichtigung der verfügbaren Ladestellen entlang der Strecke sowie eine ferngesteuerte Aktualisierung der Fahrzeugsoftware ermöglicht.

Diese Erneuerung unterstreicht das Engagement von Mitsubishi für den europäischen Markt durch industrielle Synergien innerhalb der Allianz. Die Produktion des Modells findet weiterhin in der Fabrik in Douai statt, wo auch das Pendant-Modell von Renault hergestellt wird, wodurch eine schnelle und optimierte Lieferkette gewährleistet wird, um die Händler auf dem Kontinent bis zum Ende des Jahres zu versorgen.