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Dieses 1.800-Dollar-teure Elektromotorrad erreicht eine Geschwindigkeit von 70 Meilen pro Stunde und könnte die Spielregeln verändern.

Dieses 1.800-Dollar-teure Elektromotorrad erreicht eine Geschwindigkeit von 70 Meilen pro Stunde und könnte die Spielregeln verändern.

Ein neuer Akteur in der Branche, Avore, ist der Ansicht, dass sein elektrisches Motorrad EX2S mit beeindruckender Leistung und erschwinglichem Preis für Aufsehen sorgen könnte.

Das indische Unternehmen konkurriert auf einem stark umkämpften Markt mit mehreren elektrischen Konkurrenten – ganz zu schweigen von den zahlreichen mit Benzin angetriebenen Motorrädern, die bereits in den Ausstellungsräumen zu finden sind. Mit diesen Leistungsdaten hat es jedoch durchaus eine Chance.

Indien ist bereits der größte Zweiradmarkt der Welt, wo jedes Jahr mehr als 20 Millionen Motorräder und Scooter verkauft werden. Dieses neue elektrische Motorrad des Startups Avore zeigt, wie schnell sich dieser Markt entwickelt – und zu einem Preis, der bei Fahrern anderswo sicher Neid hervorrufen wird.

Der neue Avore EX2S kostet lediglich ₹169.999, was etwa 1.800 US-Dollar entspricht. Für diesen Preis – der deutlich unter dem von anderen Elektromotorrädern wie dem Royal Enfield Flying Flea C6 liegt – erhalten Käufer ein auf den Stadtverkehr ausgelegtes Elektromotorrad mit überraschend beeindruckenden Leistungsdaten.

Das Motorrad ist mit einer 5 kWh großen Batterie ausgestattet, die laut Angaben im indischen IDC-Testzyklus eine Reichweite von 161 Meilen (260 km) verspricht. Das ist eine völlig unrealistische Reichweitenangabe, die fast der Effizienz eines Elektrofahrrads entspricht (31 Wh/mi oder 19 Wh/km). Wir haben bereits gesehen, wie optimistisch die offiziellen IDC-Werte sein können. Die tatsächliche Reichweite liegt vermutlich nur halb so hoch, aber selbst 80 Meilen (130 km) wären für die meisten städtischen Anwendungen mehr als ausreichend.

Die Leistung stammt von einem 10,5 kW (14 PS) starken Permanentmagnetsynchrongenerator, der angeblich einen Drehmomentwert von 250 Nm (184 lb-ft) erzeugen kann. Dadurch schafft der EX2S einen Sprint von 0 auf 25 mph (40 km/h) in nur 2,8 Sekunden, bevor er eine Höchstgeschwindigkeit von 70 mph (114 km/h) erreicht. Jeder, der die oberen Geschwindigkeitsbereiche nutzen möchte, hat zwar viel Spaß – aber nur für kurze Zeit.

Ein weiterer Pluspunkt ist das Laden. Ein integrierter 1,5 kW-Lader kann direkt an ein herkömmliches Haushaltssteckdose angeschlossen werden und lädt den Akku in etwa zwei Stunden von 20 % auf 80 % oder vollständig in rund vier Stunden. Avore gibt außerdem an, dass seine geteilte Akkuarchitektur im Vergleich zu einem einzigen großen Akupaket eine bessere Gewichtsverteilung sowie eine effektivere Wärmeableitung ermöglicht.

Trotz des günstigen Preises spart der EX2S nicht bei der Technologie. Ein 7-Zoll-TFT-Bildschirm zeigt Navigations- und Fahrdaten an, während die Verbindung mit einem Smartphone Geo-Fencing, Diagnosefunktionen sowie Sicherheitswarnungen ermöglicht. Die Fahrer können außerdem zwischen mehreren Fahrmodi wählen, darunter ein simulierter Vier-Gang-„SYFT Mode“, der traditionelle Getriebewechsel bei Motorrädern nachahmt.

Der EX2S ist derzeit ausschließlich für den indischen Markt vorgesehen, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass Avore vorhat, ihn in absehbarer Zeit zu exportieren. Das ist schade, denn obwohl Fahrer in den USA voraussichtlich nicht bald eines kaufen werden, erinnert dies erneut daran, dass einige der spannendsten Entwicklungen bei erschwinglichen Elektromotorrädern weit außerhalb Nordamerikas stattfinden.

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Quelle: Electrek