Das Standard-Modell Y von Tesla erhält eine Funktion, die Hyundai-Elektrofahrzeuge bereits seit Jahren haben.

Die in den USA verkauften neuen Tesla Model Y Premium-Elektrofahrzeuge können nun Energie aus ihren Hochspannungsbatterien abgeben.
Diese Funktion war zuvor bereits im Model Y Performance und im Model Y L verfügbar.
Ein optionaler Adapter für 80 Dollar ist erforderlich, und die Leistungsausgabe ist auf 2,4 kW begrenzt.
Tesla hat die Vehicle-to-Load (V2L)-Funktion in seinen Mittelklasse-Elektro-Crossover Modell Y Premium in den Vereinigten Staaten und Puerto Rico hinzugefügt. Die Standardversion des meistverkauften Autos des Unternehmens kann nun über einen optionalen Adapter, der zwei 120-Volt-Steckdosen bietet, bis zu 2,4 Kilowatt abgeben.
Tesla hat diese Änderung auf keinen seiner offiziellen Kommunikationskanäle bekannt gegeben, doch der Online-Konfigurator zeigt nun den zusätzlichen Adapter für das Model Y Premium in den USA an, was zuvor nicht der Fall war. Dennoch ist diese Funktion weiterhin nicht in den in Kanada und Europa verkauften Model Ys verfügbar.

Der Steckdosenadapter kann als zusätzliche Option gegen Aufpreis im Online-Konfigurator des Model Y Premium hinzugefügt werden.
Foto von: InsideEVs
Der 80 Dollar teure Steckdosenadapter wird in den mobilen Ladegerät eingesteckt, das bei jedem Kauf eines Model Y mitgeliefert wird. Der mobile Ladegerät wird wiederum in den NACS-Anschluss des Autos gesteckt; anstelle eines Wandsteckers befinden sich auf der anderen Seite zwei Steckdosen, die zusammen 20 Ampere liefern können.
Tesla ist bei der Einführung der V2L-Funktion in seine Fahrzeuge ziemlich langsam vorgegangen. Obwohl das Unternehmen der größte Akteur im Elektrofahrzeugmarkt in den Vereinigten Staaten ist, führte es diese Funktion erstmals mit dem Cybertruck ein. Der Model Y Performance folgte Ende letzten Jahres, und der kürzlich vorgestellte Model Y L wurde letzter Monat in den USA eingeführt und erfüllt ebenfalls diese Anforderung.
Die Aufnahme des Model Y Premium in diesen eher exklusiven Kreis ist willkommen, doch es gibt weiterhin einige Einschränkungen bei Teslas Vorgehensweise. Zunächst zwingt das Unternehmen die Besitzer, extra für den Adapter zu bezahlen, der V2L ermöglicht, da es im Model Y keine integrierten Steckdosen gibt. Zudem ist die Leistung von 2,4 kW ziemlich begrenzt und reicht nur aus, um während eines Stromausfalls essentielle Geräte zu betreiben. Es gibt hier keine Vehicle-to-Home (V2H)-Funktion, sodass die Besitzer ein langes Verlängerungskabel benötigen, um einen Kühlschrank am Laufen zu halten.
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Viele andere Elektrofahrzeuge von traditionellen Automobilherstellern verfügen über V2L und können in der Regel mehr Leistung liefern. Einige bieten außerdem ein oder mehrere integrierte Steckdosen im Inneren. Hyundai bietet beispielsweise seit der Einführung des Ioniq 5 im Jahr 2021 V2L mit bis zu 3,6 kW an, wobei ein Standardadapter, der in die Ladebuchse gesteckt wird, bereits im Lieferumfang enthalten ist.
Auch erwähnenswert ist, dass das Einstiegsmodell Tesla Model Y, früher als Standard bekannt, weiterhin kein V2L bietet. Dasselbe gilt für alle Versionen des Model 3 – was wirklich schade ist, denn eine so einfache Funktion kann das Leben bei Stromausfällen erheblich erleichtern.