Zurück zu den Nachrichten
Sonstiges

Der Tesla Roadster wird am 1. Oktober 2026 vorgestellt. Tesla verspricht wieder Dinge an der Grenze der Physik.

Der Tesla Roadster wird am 1. Oktober 2026 vorgestellt. Tesla verspricht wieder Dinge an der Grenze der Physik.

Tesla hat Einladungen für die Veranstaltung am 1. Oktober 2026 verschickt und auf der Website eine Countdown-Anzeige zur Markteinführung des neuen Roadsters eingeführt. Nach fast 9 Jahren seit der ersten Präsentation am 14. Dezember 2017 soll das Auto endlich in Texas einer vollständigen Vorstellung zugeführt werden, wobei Musk erneut Versprechen bezüglich einer Beschleunigung von nahezu 1 Sekunde auf 0-60 mph sowie eines Pakets mit Abgasrückführungssystemen macht.

Falls Tesla dies live zeigt, gibt es viel zu besprechen. Selbst wenn es nur bei einer beeindruckenden Bühnenshow bleibt, ist das ebenfalls interessant.

Was verspricht Tesla vor der Markteinführung

Frühere interne Ziele sprachen von einer Präsentation bereits am 1. April 2026, danach verschob sich der Termin auf späten Frühling und spätes Sommer. Jetzt ist das Datum konkret: der 1. Oktober. Musk sagte auf dem All-In Summit unverblümt: „Es wird fantastisch werden. Begeisterung ist garantiert. Erfolg ist nicht garantiert, aber die Begeisterung schon.“ Er fügte hinzu: „Wir brauchen tatsächlich ein Publikum, das bestätigt, dass es sich nicht um KI handelt.“

Das deutet auf eine Live-Präsentation hin, ohne sich hinter einer Renderung oder einem vorher aufgenommenen Video zu verstecken. Und das zu Recht, denn das Ausmaß der Ankündigungen ist bereits absurd hoch.

Tesla spricht seit Jahren von weniger als 2 Sekunden für die Beschleunigung von 0 auf 60 mph in der Basisversion. Noch beeindruckender klingt die Variante mit dem optionalen SpaceX-Paket, bei der die Beschleunigung auf 60 mph etwa 1 Sekunde oder weniger dauern soll. Auf dem Papier macht das Eindruck, in der Praxis erreichen wir jedoch die Grenzen der Haftung gewöhnlicher Reifen.

Düsen, Oberflächeneffekt und steer-by-wire

Das auffälligste Element ist das Paket mit den sogenannten kalten Gasdüsen. Das System soll Tanks vom Typ COPV mit sehr hohem Druck sowie Düsen nutzen, die im Fahrzeugkörper versteckt sind. Im Internet kursiert außerdem eine Aufnahme aus der Umgebung des abgeschirmten Testgeländes von SpaceX, auf der die Silhouette eines Fahrzeugs zu sehen ist, das Gas ausstößt und für einen Moment vom Boden abhebt. Das ist zwar noch kein Beweis für die Produktionsreife, aber zumindest ist es nicht mehr nur ein reiner Memes.

Tesla selbst heizt das Thema an. Auf der Countdown-Seite ist eine umgekehrte Renderung des Fahrzeugs zu sehen, bei der vier deutliche Gasstrahlen aus dem hinteren Teil des Fahrzeugkörpers erkennbar sind.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Aerodynamik. Teslas Patent beschreibt eine Lösung, die an die einst in der Formel 1 verbotenen Systeme mit Oberflächenwirkung erinnert. Die Luft soll durch einen Kanal von der vorderen Unterseite des Autos zum hinteren Diffusor geleitet werden, um unter dem Boden ein Vakuum und einen Anpressdruck zu erzeugen – ohne ein großes Flügelprofil. Das klingt clever. Es handelt sich jedoch weiterhin um ein Patent, kein homologiertes Auto im Händlerladen.

Dazu kommt ein neues Sportlenkrad, das als Einzelkonstruktion aus kohlenstoffnylonbasiertem oder kevlar-nylonbasiertem Verbundmaterial gefertigt wird. Laut dem Patent soll es einen integrierten „Living-Hinge“ sowie 6 Bewegungsstufen haben. Das Ziel ist einfach: weniger Masse und bessere Körperhaltung bei Belastungen wie in einem Hypercar.

Es gibt auch ein Patent für ein Steer-by-Wire-System mit doppelt so großem Drehbereich wie bei den aktuellen Lösungen. Ohne mechanische Lenkstange könnte das System die Übersetzung je nach Geschwindigkeit ändern – beim Parken etwas weicher, bei hoher Geschwindigkeit deutlich schärfer.

Der Teaser deutet außerdem auf einen Stilwechsel hin. Anstelle der sanften Linien des Konzepts aus 2017 sind nun schärfere, geometrischere Formen zu sehen, ein aktiver Heckspoiler sowie eine durchgehende hintere Lichtleiste. Kurz gesagt: etwas weniger klassischer Roadster, etwas mehr Cybertruck.

Die Produktion soll in Texas, in der Gigafactory Texas in Austin, beginnen. Die Ingenieure haben bereits Prototypen getestet. Die Preise sind noch nicht offiziell, doch frühere Schätzungen lagen bei 200.000 US-Dollar für die Standardversion und etwa 250.000 US-Dollar für die Founder’s Series. Das entspricht heute ohne Steuern und Gebühren etwa 730.000–915.000 polnischen Złoty.

Nach all den Jahren kann Tesla nicht länger nur mit Versprechen verkaufen. Am 1. Oktober muss sie ein Auto zeigen, das mehr leistet als nur Internet-Rummel. Was meinen Sie – werden wir eine echte Vorführung mit Düsen sehen oder nur eine geschickt inszenierte Demonstration?

Bestellen Sie Ihr Tesla und nutzen Sie die Kaufboni über den Empfehlungslink!

Newsletter LovEV

Möchten Sie mehr solcher Inhalte?

Tragen Sie sich ein – wir senden Ihnen einen Wochenüberblick, sobald der Newsletter startet.