Tesla fügte mit dem Update 2026.27.10 die V2H-Funktion zu Powerwall hinzu. Derzeit funktioniert dies nur mit dem Cybertruck.

Tesla hat in der Aktualisierung 2026.27.10 die Vehicle-to-Home-Funktion für die Heimspeicher Powerwall eingeführt. Diese Funktion ermöglicht es den Besitzern eines Cybertruck, im Falle eines Netzausfalls das Haus mit der Batterie des Autos zu versorgen und damit den Powerwall 3 zu ergänzen.
Für den polnischen Leser gibt es hier einen Haken: Bei uns können wir heute weder einen Cybertruck noch einen Powerwall kaufen, sodass es vorerst eher ein Hinweis auf zukünftige Entwicklungen ist als eine echte Neuheit für die Garage.
Wie funktioniert Teslas V2H mit Powerwall
Sobald die Funktion im Auto aktiviert ist, über das Menü „Charging“ > „Powershare“, soll der Cybertruck automatisch Energie ins Haus leiten, sobald er angeschlossen ist und ein Blackout eintritt. Die Voraussetzung ist einfach: Das Auto muss geparkt sein und ein Ladelevel aufweisen, das über dem eingestellten Entladelimit liegt.
Tesla behauptet, dass das Set Powerwall 3 + Cybertruck die Stromversorgung eines Hauses um mehr als 3 Tage verlängern kann. Das Unternehmen fügt einen Vergleich mit 9 zusätzlichen Powerwalls hinzu. Marketing mag solche Darstellungen, doch ohne Informationen zum Energieverbrauch des Hauses handelt es sich dabei nur um einen orientierenden Slogan.
Die Neuheit funktioniert nativ zwischen Cybertruck und Powerwall, sodass Tesla endlich zwei eigene Ökosysteme verbindet, die lange Zeit nebeneinander existierten. Und ja, das ist eine Funktion, die bereits seit Jahren versprochen wird.
Zuvor benötigten Besitzer von Cybertrucks ein separates Powershare Gateway, um die Stromversorgung des Hauses vom Auto aus zu aktivieren. Das Problem war, dass ein solches Set nicht mit Häusern zusammenarbeitete, die bereits einen Powerwall hatten. Tesla plante, dies bereits Ende 2025 zu verbinden, doch es kam zu Softwarekonflikten sowie lokalen regulatorischen Problemen seitens der Anbieter.
Nach dem Update 2026.27.10 kann das Haus mit Powerwall 3 die vorhandene Powerwall-Gateway-Unit nutzen, um bei Störungen vom Netz getrennt zu werden. Das bedeutet, dass kein separates Powershare Gateway gekauft werden muss, was Einsparungen in Höhe von Tausenden von Dollar bei Ausrüstung und Installation bedeutet.
Es gibt noch einen weiteren praktischen Vorteil: Das Update ermöglicht es nicht nur, das Haus über das Auto mit Strom zu versorgen, sondern auch den Powerwall direkt über die Batterie des Cybertruck aufzuladen.
Derzeit ist noch ein kompatibler Tesla Wallbox erforderlich, nämlich der Tesla Universal Wall Connector oder der Wall Connector 3. Die Unterstützung gilt derzeit ausschließlich für Konfigurationen mit Powerwall 3, doch Tesla kündigt eine Erweiterung auf Powerwall 2+ noch im Jahr 2026 an.
Zusätzlich enthält das Paket 2026.27.10 auch FSD v14.3.10, obwohl die Beschreibung der Änderungen in den Notizen gleich bleibt wie bei früheren FSD-Kompilierungen. Also ohne besondere Neuigkeiten.
Tesla hat eine Funktion bereitgestellt, die sie schon viel früher haben sollte, aber wenn sie später auch auf andere Modelle und Märkte ausgeweitet wird, wird das Thema wirklich interessant. Sehen Sie einen Sinn im V2H von Autos – oder ist es bei den heutigen Gerätepreisen weiterhin nur ein Spielzeug für eine sehr kleine Gruppe?
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