Tesla hat Passkeys in die App hinzugefügt. Das biometrische Anmelden ohne Passwort kommt nun auf iPhones und Android-Geräte.

Tesla hat die Unterstützung für Passkeys in der mobilen App Version 4.61.0 eingeführt. Diese Funktion wurde zunächst für iOS verfügbar gemacht und ermöglicht das Anmelden am Konto über Face ID, Touch ID oder den Gerätecode – ohne Passwort eingeben zu müssen.
Für den Nutzer bedeutet das eine kleine Veränderung im Interface, ist aber aus Sicherheitsgründen durchaus sinnvoll. Genau hier ist kein Marketing von Tesla notwendig, denn die Technologie erledigt die Arbeit selbst.
Wie funktionieren Passkeys in der Tesla-App
Ein Passkey ist ein digitaler Anmelde-Schlüssel, der mit einem bestimmten Gerät verknüpft ist. Anstelle eines Passworts gibt es zwei kryptografische Elemente: einen privaten Schlüssel, der im Telefon gespeichert ist, und einen öffentlichen Schlüssel, der auf den Servern von Tesla registriert ist.
Die praktische Wirkung ist einfach. Beim Anmelden bestätigt das Telefon die Identität über Face ID, Touch ID oder einen Fingerabdruck und sendet kein klassisches Passwort, das auf einer gefälschten Seite abgefangen werden könnte. Selbst wenn jemand einen gefälschten Anmeldebildschirm verwendet, gibt das Gerät den privaten Schlüssel nicht heraus, da es keine korrekte Anfrage von Teslas Servern erhält.
Deshalb gelten Passkeys heute als besser als Passwörter und sogar als einige klassische 2FA-Methoden. Weniger Reibungsverluste, weniger Passwort-Resets und weniger Angriffsfläche für Phishing.
In der Tesla-App sollte die Konfiguration weniger als eine Minute in Anspruch nehmen. Der Weg dorthin sieht so aus:
Öffnen Sie das Menü.
Gehen Sie auf Ihr Profil und wählen Sie Sicherheit und Privatsphäre
Öffnen Sie die Anmeldeverwaltung.
Tippen Sie auf Zugangsschlüssel.
Wählen Sie „Passkey hinzufügen“ und bestätigen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm.
Nach der Aktivierung in der Abschnitt „Anmeldeverwaltung“ sollte der Passkey als aktiv angezeigt werden, direkt unter dem Status der Multifaktor-Authentifizierung.
Auch Android erhält diese Funktion, und Tesla bereitet größere Änderungen in der App vor
Auch die Version 4.61.0 kommt für Android. Dort soll das Anmelden ähnlich funktionieren, unter Verwendung des Fingerscans und des Google-Authentifizierungsmanagers. Tesla hat keine separate Aufstellung der Unterschiede zwischen den Plattformen bereitgestellt, sodass es auf dem Papier symmetrisch aussieht. Wir werden sehen, wie es in der Praxis funktioniert.
Der zweite Punkt ist interessanter. Im Hintergrund sollen größere Änderungen in der Tesla-App selbst erfolgen, teilweise inspiriert von Lösungen aus der Robotaxi-App. Dazu gehören unter anderem die Fernsteuerung der Lüftungsrichtung, Schieberegler zur Einstellung der Sitze, die Steuerung der Ambientbeleuchtung sowie das Anschauen von YouTube direkt aus der App.
Im Moment handelt es sich eher um eine Richtung als um eine fertige Liste für alle Nutzer. Aber Passkeys sind ein gutes Zeichen, denn Tesla verbessert endlich etwas, das jeden Besitzer tatsächlich betrifft – und nicht nur diejenigen, die FSD und Robotaxi Tag für Tag verfolgen.
Am interessantesten wird sein, ob Tesla noch weitergeht und mehr Funktionen, die aus Nebenprojekten bekannt sind, in die normale App überträgt. Nutzt ihr bereits Passkeys woanders oder arbeitet ihr immer noch mit Passwörtern und 2FA?
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