← Zurück zu den Nachrichten
Fahrzeuge

Subaru streicht Verbrenner-Angebot in Europa

Subaru streicht Verbrenner-Angebot in Europa

Die Marke Subaru verbinden viele in erster Linie mit dem Boxermotor. Ab 2028 ist es damit zumindest hierzulande aber vorbei. Der japanische Autobauer lässt seine Verbrenner-Modelle in Europa auslaufen. Und das erste Modell soll bereits 2026 aus den Schauräumen verschwinden.

Wo viele Hersteller auf kurz oder lang vom Boxermotor Abstand genommen haben, hat neben Porsche nur Subaru eisern an ihm festgehalten. Mit zunehmender Notwendigkeit zur Elektrifizierung wurde daraus der mildhybridisierte e-Boxer. Doch nun scheinen seine Tage endgültig gezählt, denn Subaru wird ab 2028 keine Verbrenner mehr anbieten. Zwar gilt diese Entscheidung nur für Europa, dennoch ist sie ein entscheidender Schritt für den Nischenhersteller.

Bereits 2026 soll der Subaru Outback vom Markt verschwinden, gefolgt von Impreza, Crosstrek und Forester, deren Verkauf 2027 eingestellt werden soll, wie „Auto Motor und Sport“ berichtet. Das aktuelle E-Portfolio, das demnach übrig bleiben wird, besteht aus dem Uncharted in der Kompaktklasse und dem Crossover Solterra sowie dem Crossover-Kombi e-Outback, beide in der Mittelklasse angesiedelt.

Strengere EU-Flottenwerte erzwingen den Kurswechsel

Als Grund für den Rückzug von Verbrennern in Europa nennt Subaru die strengen EU-Vorgaben für die CO2-Flottengrenzwerte. Zudem gibt es immer umfangreicher werdende Regeln für vorgeschriebene Assistenz- und Sicherheitssysteme. Diese Anpassungen sind extrem kostspielig und für den Hersteller offenbar nicht wirtschaftlich.

Auf Seiten des Importeurs Emil Frey ist die Stimmung allerdings gut: „Mit der Lancierung unserer drei rein elektrisch angetriebenen Modelle haben wir in diesem Jahr einen Meilenstein erreicht“, zitiert das Schweizer Magazin „Blick“ Peter Hug, den Sprecher von Emil Frey. „Die erfreulich hohe Nachfrage bestätigt, dass wir mit unserer Strategie den Nerv der Zeit treffen.“

Eigenständige E-Plattform ab 2029

Ob Subaru bis 2028 weitere Elektromodelle auf den europäischen Markt bringt, ist nicht bekannt. Durch das verschmälerte Angebot ist dies allerdings durchaus denkbar oder sogar strategisch notwendig. Ein Siebensitzer-Flaggschiff über dem e-Outback ist auf Märkten wie den USA und Australien bereits als Subaru Getaway vorgestellt worden. Für Europa ist das Modell bisher zwar nicht vorgesehen, in abgewandelter Form würde es allerdings auch hierzulande ins Portfolio passen.

Zudem arbeitet Subaru an einer eigenen Elektroplattform, um künftig wieder eigenständige Modelle auf den Markt zu bringen und sich von der Abhängigkeit von Toyota zu lösen. Das neue System nutzt kompaktere Motoren von Aisin und leichtere Batterien von Panasonic, die eine Systemleistung von rund 375 kW für einen Allradantrieb bieten. 2029 soll die neue Architektur dann in Serienfahrzeugen zum Einsatz kommen.