Studie: Politische Positionierung von Elon Musk belastet Tesla in Deutschland


Bild: Tesla
In Deutschland ist die Nachfrage nach Elektroautos hoch, vor allem auch wegen der neuen staatlichen Kaufprämie. E-Auto-Pionier Tesla verzeichnet jedoch einen Rückgang seiner Marktanteile. Eine Studie der Marktforschungsunternehmen Uranos und Dynata zeigt, dass der US-Konzern mit knapp 2 Prozent unter dem Höchststand von 2022 liegt, als der Anteil bei 2,6 Prozent lag.
Laut Björn Welzel, Mitgründer von Uranos, ist die Marke Tesla nicht mehr so stark wie vor einigen Jahren. Als Grund wird die politische Positionierung des CEO und Großaktionärs Elon Musk angeführt. Musk arbeitete zeitweise für die Regierung von US-Präsident Donald Trump und bekundete mit Blick auf Deutschland mehrfach seine Sympathie für die AfD.
Für ihre aktuelle Studie befragten Uranos und Dynata 1031 Tesla-Besitzer sowie potenzielle E-Auto-Käufer. Der Umstieg auf Elektrofahrzeuge wird demnach primär durch Umweltbewusstsein (51 %) und Kostenvorteile (49 %) motiviert, wobei auch die neue Kaufprämie und gestiegene Benzinpreise eine Rolle spielen.
Unter den Tesla-Befürwortern stehen die Innovationskraft der Marke (56 %), der Wunsch nach einem E-Auto (52 %) sowie die technologische Leistung (43 %) im Vordergrund. Die Ablehnung durch Gegner wird mit politischen oder kontroversen Aussagen von Musk (50 %) und seinem öffentlichen Verhalten (44 %) begründet.
Die politische Weltanschauung prägt die Einstellung der Befragten stärker als Alter oder Einkommen. Während das Pro-Lager neoliberal eingestellt ist, zeigt sich das Kontra-Lager links-progressiv geprägt. Die Meinungen zu Elon Musk sind laut der Studie stark polarisiert.
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Über den Autor
Thomas Langenbucher ist Experte für Elektromobilität mit beruflichen Stationen in der Automobilindustrie und Finanzbranche. Seit 2011 berichtet er auf ecomento.de über Elektroautos, nachhaltige Technologien und Mobilitätslösungen. Mehr erfahren.
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