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Technologie

Stellantis treibt Ausbau autonomer Fahrdienste voran

Stellantis treibt Ausbau autonomer Fahrdienste voran

Stellantis hat in Frankreich zwei neue Initiativen gestartet, um den Ausbau autonomer Fahrangebote voranzutreiben. Gemeinsam mit Wayve und NVIDIA baut der Konzern eine europäische Allianz für selbstfahrende Level-4-Fahrzeuge auf. Ein beim ADACities-Programm eingereichtes Pilotprojekt im Großraum Paris soll ab 2028 autonomes Fahren auf der ersten und letzten Meile im Alltag erproben.

Bild: Stellantis

Stellantis hat zwei neue Initiativen zum Ausbau autonomer Fahrangebote in Frankreich vorgestellt.

Beim Projekt „zur Förderung eines zukunftsweisenden Ökosystems für KI und autonome Mobilität in Frankreich“ geht es um den Aufbau einer eigenen europäischen Industrie für autonome Fahrzeuge. Dafür haben sich der britische Software-Entwickler Wayve, der US-Tech-Konzern NVIDIA, der Autogigant Stellantis und die französische Regierung zusammengeschlossen.

Allianz von Stellantis, Wayve und NVIDIA

Die Aufgaben sind klar verteilt: Stellantis liefert die Level-4-fähige Fahrzeugarchitektur und baut die Autos. Wayve entwickelt die künstliche Intelligenz, die das Fahrzeug steuert, während NVIDIA mit seiner Hyperion-Architektur und dem Betriebssystem Halos die Sensoren und die Rechenleistung bereitstellt. Das Ziel ist eine komplette Lieferkette vom Microchip bis zum fertig montierten, selbstfahrenden Auto. Unter Einbindung von Gewerkschaften und Kommunen soll die Technologie sicher, verantwortungsvoll und datenschutzkonform zur Marktreife geführt werden.

Autonomer Mobilitätsservice in Paris

Die Umsetzung in der Praxis möchte das Pilotprojekt „Greater Paris Autonomous Driving Living Lab“, das bei der ADACities-Initiative der EU-Kommission eingereicht wurde, realisieren. Hier sollen die Métropole du Grand Paris, Stellantis und der Mobilitätsdienstleister Bolt mit Pony.ai als potenziellem Software-Lieferanten kooperieren.

Der Plan sieht erste Tests 2028 in bis zu fünf Gemeinden im Nordwesten der Region vor. Zuerst sollen die Betriebsleistung, die Sicherheit, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen autonomer Mobilitätsdienste bewertet werden. Ziel sei es, den Dienst bis 2030 auf rund 30 Kommunen auszuweiten und kommerziell zu betreiben.

Das Projekt soll Versorgungslücken im Pariser Verkehrsnetz schließen. Die autonomen Fahrzeuge sollen als Zubringer auf der „ersten und letzten Meile“ dienen und die Anbindung von Gewerbegebieten verbessern. Auch bei Großveranstaltungen sollen sie den Verkehr entlasten.

Frankreich bietet attraktiven Forschungsstandort

Der französische Markt für Fahrdienste und Taxi-Vermittlungen gehört zu den größten in Europa. Die französische Regierung hat bereits frühzeitig strenge Gesetze für automatisiertes Fahren auf Level 4 erlassen. Diese Rechtssicherheit für Tests im öffentlichen Raum und das Engagement von Stellantis machen Frankreich zu einem attraktiven Entwicklungsstandort für autonomes Fahren. Zudem tätigt Frankreich massive Investitionen im Bereich von KI: Auf dem KI-Gipfel 2025 in Paris wurden Zusagen in Höhe von 109 Milliarden Euro angekündigt.

media.stellantis.com (Wayve, Stellantis und NVIDIA-Kooperation), media.stellantis.com (Pilotprojekt mit Métropole du Grand Paris, Bolt und Stellantis)