Stellantis präsentiert den BOW, eine elektrische und autonome „Kiste auf Rädern“ für den Stadtversand.

Stellantis war mit seiner Sparte Stellantis Pro One auf der IAA Transportation Hannover, einer der wichtigsten Messeveranstaltungen für Nutzfahrzeuge weltweit, vertreten. Auf ihrem 1.000 Quadratmeter großen Messestand wurden insgesamt dreizehn Fahrzeuge ausgestellt, darunter das vollständig autonome Prototypfahrzeug BOW, das für den Stadtversand konzipiert ist.
Der BOW, dessen Name sich von den Anfangsbuchstaben von „Box on Wheels“ („Kiste auf Rädern“) ableitet, ist ein rein elektrisches Konzeptfahrzeug, das von Grund auf als autonomes Fahrzeug entwickelt wurde. Stellantis bezeichnet es nicht als serienreifes Fahrzeug, sondern als Plattform, die autonome Logistik, Elektrifizierung, Vernetzung und Dienstleistungen in einem einzigen integrierten System kombinieren kann.
Dieses Modell wurde in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Künstliche Intelligenz, Robotik und Autonomes Fahren, UQI Robotics, entwickelt. Neben der Präsentation eines BOW-Exemplars auf dem Messestand verfügt Stellantis auch über eine dynamische Demonstrationsebene außerhalb der Pavillons. Dort wird gezeigt, wie das Fahrzeug verschiedene logistische Aufgaben bewältigen kann.
Laut der Pressemitteilung ist dieser Roboter-LKW für die Warenzustellung in Gebieten mit eingeschränktem Zugang und geringen Emissionen sowie in kontrollierten Umgebungen wie Fabriken, Krankenhäusern und Flughäfen konzipiert – Orte, an denen die Einführung autonomer Fahrzeuge einfacher ist.

Der BOW wurde von Grund auf als autonomes Fahrzeug konzipiert
Emanuele Cappellano, Leiter der Operations bei Stellantis Pro One, betont: „Als einer der weltweit führenden Anbieter von Lösungen für professionelle Mobilität geht Stellantis Pro One über das Fahrzeug hinaus und verbindet Technologie, Vernetzung sowie Dienstleistungen, um intelligentere, effizientere und nachhaltigere Logistiklösungen anzubieten. Heute wird diese Vision in Hannover durch unser umfassendes Ökosystem zum Leben erweckt: von der breiten Palette an Fahrzeugen und kundengetriebenen Innovationen bis hin zur Präsentation des Konzepts ‚BOW‘, das zeigt, wie Stellantis Pro One die Zukunft der professionellen Mobilität gestaltet.“
Derzeit hat Stellantis noch nicht bestätigt, ob es Pläne gibt, den BOW in die Produktion zu bringen. Ebenso wurden keine Details zu seinen technischen Spezifikationen bereitgestellt: Leistung, Kapazität der Batterien, geschätzte Reichweite, Ladezeiten... Was jedoch sicher ist, ist, dass das Fehlen einer Fahrerkabine es ermöglichen wird, den Platz optimal zu nutzen, der vollständig für die Ladezone vorgesehen ist.

Konzeptionell erinnert der BOW an die Tesla Robovan, obwohl diese letztere für den Personentransport konzipiert ist und ein Design aufweist, das schwieriger in ein Serienmodell umzusetzen ist. Immer mehr Hersteller setzen auf die Entwicklung elektrischer, autonomer Nutzfahrzeuge für den städtischen Bereich, da dies einer der Bereiche ist, in denen beide Technologien am besten zum Tragen kommen.
Quelle | Stellantis