Stellantis wird eine Investition in Höhe von 1.000.000.000 € für die europäische Produktion seines neuen elektrifizierten Vans tätigen.

15/09/2026 15:30
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15/09/2026 15:30
Während Europa darüber diskutiert, wie es seine Automobilindustrie schützen und verhindern kann, dass neue Investitionen in andere Regionen abwandern, bereitet Stellantis offenbar eine bedeutende Finanzspritze für eines seiner französischen Werke vor. Der Automobilkonzern plant, mehr als 1.000 Millionen Euro zu investieren, um in Hordain im Norden Frankreichs eine neue Generation von Nutzfahrzeugen herzustellen.
Die Informationen stammen von Bloomberg, wurden jedoch noch nicht offiziell von Stellantis bestätigt. Mit dem Projekt vertraute Quellen behaupten, dass die Investition sowohl zur Modernisierung des Werks als auch zur Finanzierung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in anderen französischen Standorten dienen soll. Das Projekt wäre Teil einer umfassenderen Umstrukturierung der europäischen Industrieprozesse des Konzerns.

Mehr als 1.000 Millionen für die Produktion eines neuen Lieferwagens in Frankreich
Das ausgewählte Modell soll der Nachfolger der aktuellen K0-Familie werden, also die Plattform, auf der bekannte Nutzfahrzeuge wie der Peugeot Expert, Citroën Jumpy, Opel Vivaro und FIAT Scudo sowie der durch die Zusammenarbeit beider Unternehmen hergestellte Toyota Proace basieren. Hordain würde somit zu einem entscheidenden Bestandteil für die nächste Generation von Mittelklasse-Lieferwagen bei Stellantis werden.
Die Ausgabe von mehr als 1.000 Millionen Euro wäre nicht ausschließlich für den Bau einer neuen Montagelinie bestimmt. Ein Teil des Geldes würde dazu dienen, die vorhandenen Anlagen zu modernisieren, ihre Automatisierung zu erhöhen und bestimmte Prozesse, die derzeit durch externe Anbieter durchgeführt werden, intern zu übernehmen. Ein weiterer Teil wäre mit Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Frankreich verbunden.
Für die europäische Industrie ist das Projekt aufgrund des Zeitpunkts seines Erscheinens besonders relevant. Stellantis stellte im Jahr 2025 in Frankreich etwa 661.000 Fahrzeuge her, verglichen mit rund 5,5 Millionen Einheiten weltweit. Das Unternehmen betreibt im Land fünf Fahrzeugfabriken innerhalb eines globalen Industriestrukturenverbunds, der insgesamt 42 Produktionsstätten umfasst; daher stellt die Einführung einer völlig neuen Generation von Nutzfahrzeugen eine Garantie für Arbeitsplätze über mehrere Jahre dar.
Zusätzlich hat Stellantis bereits weitere 1.000 Millionen Euro zugesagt, um ab 2029 in Mulhouse drei zukünftige elektrifizierte Peugeot-Modelle herzustellen. Bei diesem Projekt entfallen etwa 50 Prozent der Investitionen auf Forschung und Entwicklung, 40 Prozent auf die Fabrik in Mulhouse selbst und die verbleibenden 10 Prozent auf andere Standorte.

Alles deutet darauf hin, dass Elektrofahrzeuge eine wichtige Rolle spielen werden
Wir kennen noch nicht die technischen Eigenschaften des neuen Vans von Hordain, und es wurde auch noch nicht angegeben, welche Antriebssysteme verwendet werden. Dennoch erscheint es schwierig, sich diese nächste Generation ohne eine bedeutende Präsenz von 100% elektrischen Versionen vorzustellen, insbesondere wenn man Stellantis’ Strategie sowie die jüngste Geschichte der Fabrik berücksichtigt.
Hordain stellt bereits gemeinsam mit anderen Herstellern thermische und elektrische Lieferwagen her. Tatsächlich gab Stellantis im Jahr 2022 bekannt, dass bereits 43 Prozent der Produktion des Werks aus emissionsfreien elektrischen Versionen bestanden. Eine Zeit lang wurden auch Modelle mit Wasserstoff-Brennstoffzellen hergestellt, doch der Konzern stellte dieses Programm 2025 ein, da er der Ansicht war, dass diese Technologie vor Ende des Jahrzehnts keine ausreichenden Chancen auf Einführung in leichten Nutzfahrzeugen habe.
Daher hat die Elektrifizierung innerhalb von Pro One noch an Bedeutung gewonnen. Stellantis vertreibt derzeit 100-prozentig elektrische Versionen seiner kompakten und mittelgroßen Lieferwagen, und sein neuer strategischer Plan FaSTLAne 2030 sieht in den kommenden Jahren 29 vollständig elektrische Neuvorstellungen vor.
Zusätzlich wird sich 70 Prozent der in Marken und Produkte fließenden Investitionen auf Jeep, Ram, Peugeot, Fiat sowie insbesondere Pro One konzentrieren, die spezialisierte Abteilung für Nutzfahrzeuge. Stellantis möchte den Investitionsbetrag von Hordain vorerst nicht bestätigen und betont, dass jede Ankündigung zunächst den Arbeitnehmervertretern mitgeteilt werden müsse. Es handelt sich daher weiterhin um ein Projekt, das noch offiziell gemacht werden muss.