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Sonstiges

Stadtwerke Marburg beschaffen zwölf weitere Elektrobusse

Stadtwerke Marburg beschaffen zwölf weitere Elektrobusse

Die Stadtwerke Marburg wollen bis Mitte 2028 zwölf weitere Elektrobusse beschaffen. Neben sieben elektrischen Solobussen befinden sich darunter auch erstmals fünf E-Gelenkbusse. Mit der Auslieferung der neuen E-Busse würde sich die E-Flotte der MVG verdoppeln.

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Stadtwerke Marburg nehmen 2024 den ersten Mercedes-Benz eCitaro in die Flotte auf.

Bild: Stadtwerke Marburg, Karin Brahms

Mit den Gelenkbussen will die Stadtwerke-Tochter Marburger Verkehrsgesellschaft (MVG) künftig auch auf stark nachgefragten Linien mehr Fahrgäste elektrisch befördern. Welcher Hersteller den Auftrag erhalten hat, teilen die Stadtwerke bislang nicht mit. Auch zu den Modellen, Batteriegrößen und Reichweiten machen sie keine Angaben. Die neuen E-Busse sollen ältere Fahrzeuge ersetzen, die in nächster Zeit altersbedingt aus dem Bestand ausscheiden.

Für die zwölf Fahrzeuge rechnen die Stadtwerke mit Investitionskosten von rund 8,9 Millionen Euro. Weitere 1,4 Millionen Euro sind für die notwendige Ladeinfrastruktur vorgesehen. Das Gesamtvorhaben wird mit 1,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

In der Anschaffung seien Elektrobusse teurer als Dieselbusse. „Mit Blick auf die erwartbaren Energie- und Wartungskosten sind Elektrobusse günstiger als Dieselbusse. Über die Lebensdauer betrachtet liegt der finanzielle Vorteil bei den Elektrobussen“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Holger Armbrüster.

Erster Pantographen-Lademast soll noch 2026 folgen

Parallel zum Ausbau der Flotte erweitern die Stadtwerke auch die Ladeinfrastruktur. Bis Ende dieses Jahres soll in der Sankt-Martin-Straße der erste Pantographen-Lademast in Betrieb gehen. Entsprechend ausgerüstete Elektrobusse können dort während des Linienbetriebs kurzzeitig mit Energie versorgt werden.

Bereits 2024 hatten die Stadtwerke solche Lademöglichkeiten an den Endpunkten der Linie 3 im Waldtal und in Cappel angekündigt. Die Sankt-Martin-Straße liegt im Waldtal und konkretisiert damit einen der beiden seinerzeit genannten Standorte. Ob auch der geplante Lademast in Cappel noch errichtet werden soll, geht aus der aktuellen Mitteilung nicht hervor.

Die neuen Busse und die zusätzliche Ladeinfrastruktur sollen auf dem Betriebshof Am Krekel untergebracht werden. Dort hatten die Stadtwerke bereits 2024 elf Ladestationen errichtet. Einen Neubau auf der Fläche „Krekel Süd“ zwischen Südspange und Bahnlinie verfolgen sie dagegen nicht weiter. Nach Angaben des Unternehmens ist die Verkehrssituation auf der Südspange für einen Busbetriebshof ungeeignet. Die Stadtwerke suchen deshalb nach einer anderen Lösung für einen Neubau.

Ausbauziel für 2025 nicht erreicht

Derzeit fahren in Marburg sechs E-Standardbusse des Typs eCitaro von Daimler Buses und fünf kleinere E-Midibusse des italienischen Herstellers Rampini. Ein weiterer elektrischer Standardbus befindet sich im Zulauf. Zusammen mit den zwölf neu bestellten Fahrzeugen soll der Bestand somit auf 24 Elektrobusse wachsen. Nach Angaben von MVG-Geschäftsführer Wolfgang Otto sollen mit der Auslieferung der neu bestellten E-Busse dann mehr als 40 Prozent des Regelverkehrs elektrifiziert sein.

Ursprünglich sah die kommunizierte Beschaffungsstrategie jedoch vor, dass bereits bis 2025 16 Elektrobusse in der Stadt verkehren. Dieses Zwischenziel wurde somit nicht erreicht. Damals war auch davon die Rede, dass die Stadtwerke den Bestand an E-Bussen bis 2030 auf 55 Exemplare erhöhen wollen. Ob diese Zielmarke weiterhin gilt, geht aus der aktuellen Mitteilung nicht hervor.