Slowenien schießt keine E-Auto-Förderung mehr nach

Slowenien wird keine Fördermittel mehr für den Kauf von Elektrofahrzeugen bereitstellen und stattdessen den Schwerpunkt auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur verlagern. Diese Entscheidung ist Teil einer umfassenderen energiepolitischen Neuausrichtung der neuen Regierung unter Ministerpräsident Janez Janša.
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Die Fördermittel für den Kauf von Elektroautos gingen in Slowenien laut Medienberichten Mitte August aufgrund der großen Nachfrage abrupt aus– und das Ministerium für Energie und Infrastruktur reagierte zunächst mit einem Statement, wonach vorerst keine neuen Mittel bereitgestellt werden. Diesen Monat legte Energie- und Infrastrukturminister Jernej Vrtovec nach und verkündete, dass der Staat „die Förderung des Kaufs von Elektrofahrzeugen definitiv einstellen wird“. Vrtovec ist Teil einer neuen Regierung unter dem rechtskonservativen Ministerpräsidenten Politiker Janez Janša, der im Mai seinen links-liberalen Vorgänger Robert Golob und dessen Regierung ablöste.
Wie nun Urška Kalan, stellvertretende Direktorin von Borzen, dem öffentlichen Strommarktbetreiber und Förderkoordinator in Slowenien, äußerte, erfolgt eine Prioritätenverschiebung. So werde die neue Regierung den Ausbau der Ladeinfrastruktur mehr Aufmerksamkeit widmen. „Rund 2,5 Millionen Euro stehen für langsamere Ladestationen zur Verfügung, und im nächsten Jahr werden etwa 25 Millionen Euro für Ladestationen innerhalb und außerhalb des TEN-T-Netzes bereitgestellt“, wird Kalan in slowenischen Medien zitiert.
Ein Großteil der bisherigen eMobility-Subventionen stammte übrigens von der Europäischen Union. Im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans Sloweniens ist für den Zeitraum 2024 bis 2026 ein Budget von 43,9 Millionen Euro für die Förderung von Elektrofahrzeuge reserviert gewesen. Diese Finanzierungsquelle ist im Mai ausgelaufen, sodass künftige Maßnahmen hauptsächlich aus nationalen Mitteln gestemmt werden müssen.