← Zurück zu den Nachrichten
Sonstiges

Die Skoda Enyaq sowie die VW ID.4 aus den Jahren 2020-2024 erhalten eine Batterieerwärmung über OTA.

Die Skoda Enyaq sowie die VW ID.4 aus den Jahren 2020-2024 erhalten eine Batterieerwärmung über OTA.

Volkswagen und Skoda fügen bei den ältesten Exemplaren der Enyaq-, ID.4- und ID.5-Modelle, also den Fahrzeugen, die in den Jahren 2020–2024 hergestellt wurden, eine manuelle Batteriewärmevorheizung für das Schnellladen hinzu. Die Übertragung per Internet (OTA) beginnt in der zweiten Novemberhälfte und betrifft mehr als 200.000 Fahrzeuge. Die Besitzer warteten bereits seit der Einführung dieser Modelle darauf, da kalte Batterien im Winter bei der Ladung über einen DC-Lader deutlich weniger Leistung aufnahmen und die Ladezeiten sich verlängerten.

Die ab 2024 hergestellten Fahrzeuge verfügen bereits serienmäßig über eine automatische Vorbereitung der Batterie für das Laden (Preconditioning), daher betrifft die Änderung sie nicht.

Multimediaknopf, aktiv unter 20°C

Die neue Funktion funktioniert ausschließlich manuell. Im Multimedia-System erscheint ein separater virtueller Bildschirm mit einer Schaltfläche. Laut Jiří Vlček, Leiter des Online-Updates bei Skoda, ist die Schaltfläche nur dann aktiv, wenn die Batterietemperatur unter 20°C fällt. Die Software zeigt außerdem die aktuelle Temperatur der Batterie an, sodass sofort ersichtlich ist, ob überhaupt etwas aufgewärmt werden muss.

Bei Betätigen der Schaltfläche erwärmt sich die Batterie allmählich auf etwa 25°C – das dauert 30–40 Minuten. Die Hersteller empfehlen daher, die Erwärmung rechtzeitig auf dem Weg zu einem Schnellladegerät einzuschalten, denn eine warme Batterie nimmt eine höhere Leistung auf und die Ladezeit verkürzt sich dadurch.

Vlček erklärt, warum es so lange gedauert hat: „Aus Sicht des Nutzers ist die Erwärmung der Batterie eine sehr einfache Funktion, aber für uns bedeutet sie Einmischung in die drei wichtigsten Steuergeräte des Autos: das Fahrzeugsteuergerät, das Batterie-Steuergerät und das Multimedia-System. Das stellt enorme Anforderungen an die Implementierung und umfassenden Tests, die sicherstellen sollen, dass die Aktualisierung ordnungsgemäß funktioniert.“

Bis jetzt haben sich einige Fahrer selbst beholfen. Sie schalteten die Erwärmung manuell mithilfe eines selbst gebauten Mikrocontrollers oder eines OBD-Diagnose-Adapters mit einer Programmier-App ein. Da dies mit solchen Anpassungen funktionierte, ermöglichte die Ausrüstung dies von Anfang an.

Der Enyaq erhält die Version 3.9, der ID.4 und ID.5 die Version 3.9.1

Im Skoda Enyaq ist die Heizfunktion im Softwarepaket 3.9 enthalten. Dazu gehört auch ein neues Startbildschirm, das keine weitere Bestätigung durch den Fahrer mehr erfordert, damit das System vollständig aktiviert wird. Hinzu kommen Sicherheitsverbesserungen sowie ein Patch für den OCU-Modul (Online Connectivity Unit). Etwa 200.000 Enyaqs sollen in Wellen aktualisiert werden: Die ersten Fahrzeuge im zweiten Halbjahr November, eine weitere Gruppe zwei Wochen später.

Der Weg zur Aktualisierung hängt von der Version ab, die Sie im Fahrzeug haben. Bei Software 3.8 schlägt das Auto selbst einen Online-Installationsvorgang vor. Eine ältere Version (aber nicht aus der 2.x-Serie) muss zunächst auf 3.8 aktualisiert werden, um das Fahrzeug auf die neue Funktion vorzubereiten. In Fahrzeugen mit der 2.x-Version wird die Aktualisierung nur von einem autorisierten Service installiert.

Volkswagen ID.4 und ID.5 erhalten bei der ID. Software 3.9.1 dieselben Änderungen, die zudem die Zuverlässigkeit der elektrischen Türgriffe sowie des Wechselstrom-Ladens verbessern.

Von der Redaktion: Besitzer mit Software 2.x sollten noch vor dem ersten Frost einen Termin bei der Werkstatt vereinbaren, denn bei ihnen wird die Aktualisierung nicht über das Internet erfolgen, und ohne sie erscheint die Heizfunktion nicht.

Quelle: InsideEVs

Newsletter LovEV

Möchten Sie mehr solcher Inhalte?

Tragen Sie sich ein – wir senden Ihnen einen Wochenüberblick, sobald der Newsletter startet.