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Shell Recharge modernisiert 150 Schnellladepunkte in Deutschland

Shell Recharge modernisiert 150 Schnellladepunkte in Deutschland

Shell Recharge hat bis Ende August 150 Schnellladepunkte an mehr als 40 deutschen Standorten modernisiert. Bis Jahresende sollen mindestens 50 weitere Ladepunkte neue Hardware erhalten.

Bis Ende August hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 150 Schnellladepunkte an mehr als 40 Standorten mit neuer Hardware ausgestattet. Bis Ende 2026 sollen mindestens 50 weitere Ladepunkte folgen. Insgesamt würde das Modernisierungsprogramm damit in diesem Jahr mindestens 200 Ladepunkte umfassen.

Shell begründet den Austausch älterer Ladesysteme vor allem mit einer höheren technischen Stabilität. Die neue Hardware soll die Verfügbarkeit erhöhen und für zuverlässigere Ladevorgänge sorgen. An ausgewählten Standorten werde zudem die Ladeleistung angehoben. Welche Hardware verbaut wird, welche Systeme ersetzt werden und wie stark die Ladeleistung steigt, geht aus der Mitteilung allerdings nicht hervor. Auch konkrete Daten zur versprochenen Verbesserung der Verfügbarkeit nennt Shell nicht. So veröffentlicht das Unternehmen weder bisherige Ausfallquoten noch einen Vergleich der Verfügbarkeit vor und nach dem Hardwaretausch. Ob und in welchem Umfang die Modernisierung bereits zu zuverlässigeren Ladevorgängen führt, lässt sich anhand der Herstellerangaben daher nicht beurteilen.

„Die nächste Phase der Elektromobilität wird nicht allein über die Anzahl der Ladepunkte entschieden, sondern über deren Zuverlässigkeit im Alltag“, sagt Florian Glattes, Leiter Shell Mobility Deutschland, Österreich und Schweiz. Das Unternehmen wolle deshalb neben dem Ausbau auch verstärkt in die Modernisierung seines bestehenden Ladenetzes investieren.

Shell beziffert die Größe seines deutschen Schnellladenetzes aktuell auf gut 2.400 Ladepunkte. Noch im Juni hatte das Unternehmen rund 2.200 Schnellladepunkte genannt. Daraus lässt sich allerdings nicht ohne Weiteres ein Nettozubau von rund 200 Ladepunkten ableiten, da Shell keine detaillierte Bestandsentwicklung für diesen Zeitraum veröffentlicht. Fest steht, dass Shell sein HPC-Netz parallel weiter ausbaut. Allein in Hessen bezifferte das Unternehmen sein Angebot im Juni auf 35 Standorte mit 148 Ladepunkten. Zuvor hatte Shell unter anderem 16 neue HPC-Standorte in Baden-Württemberg und 19 weitere in Berlin gemeldet. An einigen der zuletzt ausgebauten Standorte sind Ladeleistungen von bis zu 400 kW möglich.

Das aktuelle Programm ergänzt den weiteren Netzausbau damit um die Erneuerung bestehender Infrastruktur. Die bislang modernisierten 150 Ladepunkte entsprechen rechnerisch gut sechs Prozent des aktuell von Shell genannten deutschen Schnellladebestands. Mit mindestens 50 weiteren Einheiten sollen bis Jahresende mindestens 200 Ladepunkte neue Hardware erhalten. Damit rückt neben dem reinen Ausbau zunehmend auch die Qualität des bestehenden Ladenetzes in den Fokus.