Shell wird 60 neue Ladestationen mit 400 kW einrichten. 25 davon sollen bereits in diesem Jahr in Betrieb genommen werden!

Kurz gesagt:
Shell Recharge beschleunigt die Entwicklung der Ultraschnellladung in unserem Land
In den Vororten Warschaus in Marki hat der Anbieter am 8. September dieses Jahres die dritte Ladestation in Polen in Betrieb genommen, die gemeinsam vom NFOŚiGW finanziert wird
Für Fahrer stehen Ladegeräte vom Typ Alpitronic HYC400 mit einer Leistung von 400 kW zur Verfügung
Bis Ende 2026 sollen 25 Standorte in Betrieb sein, und bis Ende 2028 insgesamt 60 von 120 Ladepunkten
Shell setzt auf DC-Ladung
Es handelt sich um eine Investition, die möglicherweise größere Bedeutung hat, als die Zahl von 120 Ladepunkten vermuten lässt. Der Grund ist einfach: Shell beabsichtigt nicht, nur bestehende Standorte auszubauen. Alle Einrichtungen werden an neuen Orten entstehen.
60 Standorte und 120 neue Shell-Ladepunkte auf der Karte Polens
Drei der ersten Standorte sind bereits in Betrieb
Bis Ende 2026 möchte Shell 25 Ladestationen, also insgesamt 50 Ladepunkte, in Betrieb nehmen. Das gesamte Projekt soll bis Ende 2028 abgeschlossen werden.

Jede Ladesäule soll bis zu 400 kW leisten
Shell hat sich für einen einzigen Gerätetyp in ganz Projekt entschieden.
In allen Standorten werden Ladesäulen vom Typ Alpitronic HYC400 mit einer maximalen Leistung von 400 kW eingesetzt.
Das ist eine Leistung, die die meisten Elektroautos auf dem Markt noch nicht nutzen können. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie überdimensioniert ist.
Eine der besten maximalen Ladeleistungen auf dem Markt bietet das von uns in der Redaktion langfristig getestete EXLANTIX ES und ET. Wir haben es an eine Ladestation in Marki angeschlossen und konnten problemlos die maximale Leistung des Fahrzeugs erreichen, nämlich 290 kW. Das EXLANTIX hat an der Shell Recharge-Ladestation in 18 Minuten von 9 auf 80 Prozent aufgeladen, wodurch eine kurze Pause „für einen Kaffee“ zusätzliche 300 km Reichweite bringt.

Neue Fahrzeuggenerationen nutzen immer häufiger 800-V-Anlagen und können mehr als 250 oder 350 kW aufnehmen. Die 400-KW-Infrastruktur bietet dem Betreiber somit Reserven für die Zukunft.
Dabei muss man bedenken, dass die tatsächliche Ladeleistung vom Auto selbst, der Anschlussleistung der Ladestation, dem Ladezustand der Batterie, ihrer Temperatur sowie der Form der Ladekurve abhängt.
Wichtig sind nicht 120 Stationen, sondern 60 Standorte
Von der Sichtweise eines Elektroauto-Fahrers her beschränkt sich die Bedeutung dieses Projekts nicht allein auf die Anzahl der Ladesäulen. 120 neue Ladestationen werden den gesamten polnischen Markt nicht revolutionieren. Weitaus wichtiger ist, dass sie an 60 neuen Orten entstehen werden.
Eine neue HPC-Ladestation an einer Strecke, an der bisher keine Schnelllademöglichkeiten vorhanden waren, kann einen größeren Wert haben als einige zusätzliche Stationen, die zu einem bereits bestehenden Ladepunkt hinzugefügt werden.
Falls ein großer Teil der neuen Standorte tatsächlich an Hauptstraßen und Autobahnen entsteht, sollte das Fahren mit einem Elektroauto in Polen noch einfacher werden.

Kaufführung mit Karte ohne Installation einer App
Die neuen Stationen sollen sowohl für Privatkunden als auch für Geschäftskunden zugänglich sein.
Bei Privatkunden (B2C) kann das Laden über einen Zahlungsterminal oder nach Scannen eines QR-Codes erfolgen. Der aktuelle Ladepreis an der Station in Marki beträgt 3,19 zł/kWh. Nach Ablauf der Werbephase könnte die Gebühr auf 3,59 zł/kWh ansteigen (dieser Tarif gilt derzeit für Shell-Stationen mit einer Leistung von 360 kW).
Nach dem Scannen des QR-Codes kann außerdem eine Rechnung erstellt werden. Für Flottenkunden ist die Abwicklung über Shell Card vorgesehen.
Tankstellen werden für die Elektromobilität immer wichtiger
Shells Strategie zeigt deutlich die Veränderungen auf dem Markt. Tankstellen sind nicht mehr nur Orte zum Betanken von Benzin und Diesel. Immer häufiger dienen sie als Energiezentren, die auch Elektrofahrzeuge versorgen. Bei schnellem Laden ergibt das zusätzlich Sinn.
Der Fahrer verbringt mehr Zeit am Lader als an der Zapfsäule, weshalb der Zugang zu Toiletten, Geschäften, Kaffee oder Gastronomie eine größere Bedeutung hat als beim normalen Tanken.
Shell kann dazu das bereits vorhandene Netzwerk der Tankstellen sowie deren Lage an wichtigen Verkehrsstraßen nutzen.
Łukasz Lewandowski, EV Klub Polska
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