Serienproduktion des großen E-SUVs Skoda Peaq gestartet

Skoda hat die Serienproduktion seines bislang größten Elektroautos aufgenommen: Ab sofort wird der Skoda Peaq im Stammwerk in Mladá Boleslav in Tschechien gefertigt. Die VW-Tochter verzeichnet nach eigenen Angaben bereits eine hohe Nachfrage nach dem Modell.
Der Peaq – angelehnt an den englischen Begriff „Peak“ für „Gipfel“ – ist bereits das fünfte Elektroauto von Skoda und eines von vier Modellen, das abgesehen vom längst wieder ausgelaufenen Citigo iV zum aktuellen Produktportfolio der Tschechen gehört. Und zugleich ist er schon der zweite neue Stromer, den die Marke dieses Jahr vorgestellt hat. Im Mai feierte bereits der deutlich kleinere elektrische Kompakt-SUV Skoda Epiq seine Premiere.
Mit 4,87 Meter Länge übertrifft der Peaq den Enyaq um über 20 Zentimeter – und startet bei Preisen ab 49.990 Euro. Dazu bietet der Peaq einen Radstand von 2,97 Meter – Platz satt für fünf Personen und gegen Aufpreis für sieben, wie wir bereits in unserer Modellvorstellung zur Weltpremiere berichtet haben.
Anlässlich des nun erfolgten Starts der Serienproduktion im Werk in Mladá Boleslav spricht Skoda nun von „großem Kundeninteresse“ an dem neuen Gipfelstürmer. Konkret gingen bis Ende Juli schon fast 8.500 Bestellungen für den Skoda Peaq ein.
Andreas Dick, verantwortlich für Produktion und Logistik bei Škoda Auto, sagt zum Produktionsstart: „Der neue Škoda Peaq stellt in Sachen Komfort, Geräumigkeit und Technologie die Spitze unserer Modellpalette dar. Zudem entspricht seine Produktion den strengsten Standards in Bezug auf Qualität, Effizienz und Flexibilität.“
In dem Werk werden neben dem Peaq drei weitere Modelle gebaut: Der Octavia Combi mit Verbrennungsmotor, der noch immer als Brot-und-Butter-Modell der Marke gilt, sowie die Elektroautos Enyaq (seit 2020) und Elroq (seit Januar 2025).

„Die Fertigung von vier Modellen – drei davon vollelektrisch – auf einer einzigen Linie zeigt deutlich die Kompetenz und Vielseitigkeit unseres Teams in Mladá Boleslav. Dank des enormen Engagements all unserer Kollegen bei der Umsetzung der notwendigen Anpassungen sind wir hervorragend auf die Produktion unseres neuen Flaggschiffs vorbereitet“, sagt Andreas Dick.
Seit Mai dieses Jahres wird der Octavia Combi zusätzlich im Werk Kvasiny produziert. „Durch diesen Schritt wurden zudem Kapazitäten im Werk Mladá Boleslav für die immer beliebter werdenden Elektrofahrzeuge frei, die im ersten Halbjahr 2026 fast 23 Prozent aller in den tschechischen Werken produzierten Škoda Fahrzeuge ausmachten“, wie das Unternehmen betont. Zudem kann Skoda dadurch nun jederzeit auf die Marktnachfrage und Störungen in den globalen Lieferketten reagieren, indem es den Produktionsmix zwischen Mladá Boleslav und Kvasiny flexibel anpasst.
Wie in der Branche üblich, dürften die ersten vom Skoda Peaq gebauten Einheiten an die Händler gehen und noch nicht an die Kunden. Denn dort werden sie als Ausstellungsstücke in den Showrooms sowie für Probefahrten benötigt. Dadurch wird die Händlerpremiere inkl. der ersten Probefahrten durch Interessenten vermutlich in der zweiten Septemberhälfte stattfinden. Mit ersten Kundenauslieferungen wird dann für November oder Dezember gerechnet, Skoda macht dazu aber noch keine Angaben. Sogenannte Blindbestellungen des Fahrzeugs sind aber bereits seit Juni möglich – „blind“ deshalb, weil die Besteller den Skoda Peaq vorher nicht selbst in Augenschein nehmen konnten. Auf diesen Vorgang beziehen sich die bereits erwähnten ersten 8.500 Bestellungen.