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Scania will mit neuer Batterielösung Reichweite von 720 km erreichen

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Scania will mit neuer Batterielösung Reichweite von 720 km erreichen

Scania stellt für seine E-Lkw eine Batterielösung vor, bei der Akkus hinter dem Fahrerhaus montiert werden. Bei einer typischen Konfiguration können zwei MP20-Batteriepacks hinter dem Fahrerhaus montiert werden. Dadurch steigt die Batteriekapazität deutlich - und Reichweiten bis 720 Kilometer werden möglich.

In die E-Lkw von Scania zieht neue Batterietechnik ein

Bild: Scania

Von Florian Treiß

15.09.2026 - 11:02 Uhr

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Scania macht es möglich, durch eine neue Batterielösung Elektro-Lkw für eine größere Reichweite konfigurieren, ohne die für europäische Fernverkehrseinsätze erforderliche betriebliche Flexibilität einzubüßen. Bei einer 6×2*4-Sattelzugkombination können dabei zusätzliche Batterien hinter dem Fahrerhaus installiert werden – in Verbindung mit den am Fahrgestell montierten Batterien.

Dieses Angebot namens „Battery Behind Cab“ funktioniert in Kombination mit der vorstehenden IVD-Front (Increased Vehicle Dimension) von Scania. Damit bezeichnet der schwedische Hersteller eine leicht nach vorne gezogene, aerodynamisch optimierte Lkw-Front. So ist die neue Batterieanordnung hinter dem Fahrerhaus selbst dann möglich, wenn die Gesamtlänge des Fahrzeugs 16,5 Meter überschreitet.

Scania senkt Energieverbrauch um drei Prozent

Zusammen mit der neuen Front kann das Fahrzeug den Energieverbrauch je nach Ausstattung und Einsatz um bis zu drei Prozent senken, da der Luftwiderstand bei Elektro-Lkw einen größeren Anteil am Gesamtenergieverbrauch ausmacht, so das Unternehmen.

„Elektro-Lkw sind bereits Teil des Transportsystems, doch der Fernverkehr stellt ganz andere Anforderungen an Reichweite, Nutzlast und Ladevorgänge. Mit dieser Lösung zeigt Scania, wie sich diese Faktoren auf praxisnahe Weise zusammenführen lassen – für Kunden, die anspruchsvolle Langstrecken elektrifizieren möchten“, sagt Lars Gustafsson, Senior Vice President und Head of Solutions Management bei Scania.

Bereits im Mai hatte Scania mitgeteilt, dass es als Maximalkonfiguration künftig sieben statt sechs Batteriepacks anbieten will und MCS einführt. Diese werden mit NMC-Zellen von CATL bestückt, ebenso wie bei MAN – beide Marken sind Schwesterunternehmen im Traton-Konzern. Nun wird das Thema also konkreter – und Scania gibt für die neue Maximalkonfiguration eine Reichweite von 720 Kilometern an.

Eine Zahl, die uns auch von MAN bekannt ist: Auf der IAA Transportation hat der Hersteller angekündigt, sein Elektro-Flaggschiff eTGX als Sattelschlepper künftig ebenfalls mit sieben Batteriepacks anzubieten – mit einer Reichweite von besagten 720 Kilometern. Wichtig: Bei Scania funktioniert diese Batterieoption ebenso wie bei MAN nur in Kombination mit einer 6×2-Achskonfiguration.

scania.com

Schlagwörter

  • Scania
  • E-Lkw
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  • Batterie
  • IAA Transportation

8 Kommentare

zu „Scania will mit neuer Batterielösung Reichweite von 720 km erreichen“

Gregor

15.09.2026 um 11:34

Schöne und technisch herausragende europäische und chinesische Produkte, insbesondere auch aus Deutschland. Da gibt nichts besseres in der E-Mobilität. Komisch das einge immer noch mit veralteten Produkten aus Amerika (die Marke mit T) oder Südkorea/Japan hängengeblieben sind, nur weil im Internet mal jemand den "Hype-Train" und Falschbehauptungen von der Kette ließ. Der Markt für E-Mobilität wird langsam erwachsen. Aber insbesondere Neueinsteiger in die E-Mobilität kennen sich mit technischen Daten und dem Marktangebot viel zu wenig aus und landen dann manchmal trotzdem beim "Hype-Train" und den Falschbehauptungen. Da kommt übrigens das Höhlengleichnis zur Geltung. Denn einige kommen aus dieser "Höhle" nicht mehr raus und laufen auch nach Jahren der gleichen Versprechungen hinterher, manchmal auch finanziell getrieben da man sich zusätzlich hohe Aktiengewinne oder anderes verspricht die seit Jahren so nicht gegeben sind

Antworten

Klaus Ubrich

15.09.2026 um 12:15

Das mit den 720 km glaubt doch kein Mensch. Was passiert wenn ich mit 24 bis 25 Tonnen zumbeispiel durch die Kasslerberge fahren muss. Da immer unter Vollgas gefahren wird, um die Berge rauf zu kommen.

Antworten

lumia

15.09.2026 um 14:44

Da täuschen Sie sich. Habe mich vor etwa 2 Jahren mit einem Mercedes-Mitarbeiter unterhalten, der einen eActros in Atzenhain geladen hatte. Auf die Anfrage, wohin er fährt , war die Auskunft Flensburg. Auf meine Anmerkung, dass man in Kassel wieder laden müsse erklärte er, dass gerade die Kasseler Berge überhaupt nein Problem darstellen, da hier bergab extrem viel rekuperiert wird.

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EdgarW

15.09.2026 um 14:40

Noch eins, in den typischen Verbrauch für eine realistische Reichweitenangabe, und die müssen die Zugmaschinen-Hersteller liefern, denn sie werden ja unmittelbar von den Speditionen - vor dem kauf - in der Praxis überprüft, gehen natürlich alle Strecken mit ein, also der realistische Mix aus günstigen, ungünstigen und schlicht normalen durchschnittlichen Strecken. Und jeder Spediteur wird dabei seine eigenen Strecken mit dem Fahrzeug überprüfen. Ja, bei einem Lkw sieht eine "Probefahrt" extrem anders aus als bei einem Pkw-Käufer. Es sind dort Probe-Wochen, mindestens.

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Christian

15.09.2026 um 14:36

Hallo Klaus,die Kassler Berge sind richtig gut für den Scania. Das Fahrzeug kann bis zu 600kW rekuperieren. Den Mehrverbrauch bergauf holst Du wieder mit bergab wieder rein.

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EdgarW

15.09.2026 um 14:36

Offenbnar hast Du nie den ELektrotrucker gesehen - und auch nicht im Entferntesten dran gedacht, mal nachzudenken. Die Kasseler Berge sind auf einer Langstrecke, auch für einen E-Lkw, ein Hüpfer. Da geht's mit mehr Strom hoch (bei den leistungsstärkreren E-Lkw nichtmal mit Vollgas) und bergab wird der für die Steigung benötigte Strom wieder in den Akku zurück geholt.Alles kein Problem. Gar keins. Überhaupt keins. Lediglich für eine Alpenquerung muss evtl nachgeladen werden, eine lange solche ist von nahe Bodensee zum Comer See. Die Strecke ist's, was zählt, von D nördlich Basel nach IT bei Como sind's 290 km, die Steigung zwischendrin passt locker in den Akku.Bodensee - Splügenpass 1721 Meter Anstieg, bei 40 Tonnen sind das knapp 188 kWh, inkl. Roll- und Luftwiderstand 369 kWh. Wenn man mit ungünstigem Akkustand am Aplensockel ankommt, wird man natürrlich nachladen müssen. Kluge Lkw-Fahrer (oder anständige App-Unterstützung) werden das mit ihre Zwangspausen-Planung (Lenkzeiten) mit einbeziehen.Das war mal eben so das schenlle Ergebnis einer KI-Berechnung.Die selbe KI nochmal gefragt, demnach sind's für die gesamte Strecke 500–690 kWh. Eine passende Elektrotrucker-Folge müsste man suchen, es kann sehr gut sein, dass er in solchen Fällen kürzere Strecke über den Brenner genommen hat.

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EdgarW

15.09.2026 um 19:41

hier ist er mit'm eActros 600 403 km weit über die Alpen gefahren; mit wie viel Beladung, müsste man die vorherige Folge ansehen, wenn es da gesagt wird. nachgeladen hat er 529 kWh, 1,25 kWh/km sind der Netto-Verbrrauch, mit Ladeverlusten (529 kWh / 403 km) 1,31 kWh/km.https://youtu.be/yqmAlxG75ug?t=651Nur als ein Beispiel, das Ganze im Winter bei am Ziel leichtem Schneefall, über die Alpen. Losgefahren weit südlich der Alpen, nachgeladen dann, weil seine erweiterte Lenkzeit abgelaufen war, er hatte eigentlich weiter fahren wollen. Mit voller beladung hat er sicher weniger Reichweite, man sieht aber, wie viel Luft da ist. Der eActros 600 hat offiziell in dieser Konfiguration 500 km Praxis-Reichweite.

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Peter

15.09.2026 um 13:37

Liebes electrive Team, Ihr habt hier schon öfter berichtet das die Batterien für Scania von MAN in Nürnberg hergestellt werden. Das ist allerdings nicht korrekt. Scania betreibt sein eigenes Batteriewerk im schwedischen Sodertalje. Dort wurden in der Vergangenheit die Batterien mit den Northvolt Zellen hergestellt und mittlerweile auch Batterien der aktuellen Generation.

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