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Markt

Royal Enfields elektrisches Motorrad Flying Flea ist endlich weltweit erhältlich und zeigt seinen Preis im Westen.

Royal Enfields elektrisches Motorrad Flying Flea ist endlich weltweit erhältlich und zeigt seinen Preis im Westen.

Royal Enfields neues elektrisches Motorrad Flying Flea hat offiziell seine Reichweite über Indien hinaus erweitert – das im Retro-Stil gestaltete C6 wird nun in Europa und Großbritannien vermarktet. Und vielleicht noch wichtiger: Wir wissen endlich, wie viel westliche Fahrer dafür bezahlen müssen.

Die Reservierungen für das Flying Flea C6 beginnen in ganz Europa bei 5.990 Euro und im Vereinigten Königreich bei 5.300 Pfund, wobei die Lieferungen voraussichtlich im Oktober starten. Laut lokalen indischen Quellen umfasst die anfängliche Einführung in Europa Paris, Barcelona, Rom, Berlin und London.

Das ist ein ziemlich bedeutender Meilenstein für Flying Flea, die neue rein elektrische Untermarke von Royal Enfield. Wir verfolgen die C6 bereits seit ihrer ersten Präsentation, doch eine der anhaltenden Fragen war, wann das Motorrad tatsächlich in wichtige Exportmärkte gelangen würde – und wie viel es dort kosten würde.

Nun haben wir die Antwort, zumindest für Europa.

Die C6 verfügt über einen 3,91 kWh großen Akku sowie einen Motor mit einer Spitzenleistung von 15,4 kW (20,6 PS), der bis zu 60 Nm Drehmoment erzeugt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 115 km/h (71 mph), während das europäische Modell eine Reichweite von 104 km (65 Meilen) nach dem WMTC-Standard aufweist. Diese europäische Reichweite ist deutlich niedriger als die nach dem indischen Nationalstandard angegebene Reichweite und wird voraussichtlich immer noch deutlich höher ausfallen als die tatsächlichen Werte im Alltag.

Aber mit 124 kg ist er dennoch deutlich leichter als viele vollständig ausgestattete Elektromotorräder. Das Aufladen von 20 auf 80 Prozent dauert etwa 65 Minuten – hauptsächlich dank des kleinen Akkupacks.

Bei fast 6.000 Euro ist die C6 angesichts dieser Leistungsdaten nicht gerade günstig. Es gibt zahlreiche kostengünstigere chinesische Elektromotorräder und E-Motorräder, die für das gleiche Geld mehr Akkukapazität und Leistung bieten.

Doch die Spezifikationsblätter erzählen hier nicht die ganze Geschichte. Ein Teil des Preises, den Käufer zahlen, bezieht sich vermutlich auf die hochwertigere Fertigung und Ingenieurskunst von Royal Enfield – einschließlich Elementen wie dem aus gegossenem Aluminium gefertigten Rahmen, dem Magnesium-Akkukasten, der ungewöhnlichen Gittervorderfederung, der Riemenantriebstechnik, einem ABS-System sowie Traktionskontrolle, die auf den Neigungswinkel reagieren, und einem recht ausgefeilten Paket an vernetzter Elektronik.

Ein nicht unerheblicher Vorteil besteht außerdem darin, bei einem etablierten Motorradhersteller mit eigenem Händlernetz und Serviceinfrastruktur zu kaufen. Das Netzwerk von Royal Enfield mag zwar nicht so umfangreich sein wie das einiger großer, traditioneller Motorradmarken, doch es bietet eine völlig andere Art des Besitzes im Vergleich zum Import eines billigen Elektromotorrads von einem wenig bekannten Hersteller – in der Hoffnung, später noch Ersatzteile finden zu können.

Die große Frage für uns ist natürlich, wann die Flying Flea den nächsten Schritt über den Atlantik wagen wird.

Bislang gibt es weder einen Veröffentlichungstermin in den USA noch Preise für diesen Markt. Die amerikanische Website von Flying Flea besagt derzeit, dass die Preise später bekannt gegeben werden, was darauf hindeutet, dass das Unternehmen den US-Markt zumindest weiterhin im Auge behält.

Es wäre nicht überraschend, wenn die Einführung länger dauert. Leichte Stadtmotorräder und Scooter hatten traditionell einen viel größeren Markt in Europa als in den USA, wo Motorräder tendenziell größer und eher für Autobahnen konzipiert sind.

Electrek’s Meinung

Für diejenigen von uns, die darauf warten, das Flying Flea in den USA zu sehen, wäre das ein positives Zeichen.

Das C6 ist von einem interessanten Konzept mit Fokus auf Indien zu einem echten Exportprodukt in mehreren wichtigen westlichen Märkten geworden. Das garantiert zwar keine baldige Einführung in den USA, macht es aber durchaus viel wahrscheinlicher.

Und jetzt haben wir eine viel bessere Vorstellung davon, was uns hinsichtlich des Preises erwartet. Sollte Flying Flea irgendwann in die USA expandieren, sollten Sie nicht mit den extrem niedrigen Preisen chinesischer E-Motorräder rechnen. Es wird eindeutig als hochwertiges, leichtes Stadtmotorrad für anspruchsvolle Nutzer positioniert – und Royal Enfield setzt offenbar darauf, dass Design, Verarbeitungsqualität, Technologie sowie der Händlersupport den höheren Preis rechtfertigen können.