Rheidon WB500 und AC500: flexible Heimladen zwischen Wallbox und Energiemanagement

Rheidon Tech bringt im Bereich der Heimladung einen Ansatz ein, der Wallboxen mit intelligenter Lastverwaltung kombiniert. WB500 und AC500 bilden dabei die Hauptkombination für die Integration in das Hausnetz. Ziel ist es, die Ladung an die verschiedenen elektrischen Konfigurationen im Haushalt anzupassen, einschließlich der Möglichkeit, überschüssige Photovoltaik-Energie zu nutzen.
WB500 – eine Plattform in verschiedenen Konfigurationen
Der Ausgangspunkt ist die WB500-Familie, eine Wandladeplatform für Wechselstrom mit Type-2-Anschluss sowie Leistungsstufen von 7,4 kW in Einphasenbetrieb und 11 sowie 22 kW im Dreiphasenbetrieb. Die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Leistungsklassen zu wählen, ermöglicht es, die Wallbox den Eigenschaften des Elektroanschlusses sowie den Ladungserfordernissen des Haushalts anzupassen.

Zu den vorgesehenen Funktionen der Plattform gehören die Steuerung über eine App sowie der RFID-Zugang. Der Körper der Wallbox zeichnet sich durch ein ultradünnes Design (nur 67 mm Dicke) sowie eine einfache, plug-and-play-Montage aus.
Die WB500 lehnt sich fast ohne Überstand an die Wand. Das integrierte Display, eines der größten in dieser Kategorie, bleibt auch bei direktem Sonnenlicht perfekt lesbar und verwandelt sich im Ruhezustand in eine Wanduhr/Kalenderanzeige.
Zusätzlich verfügt die Haupteinheit über einen IP65-Schutz, was je nach Modell und Installation eine Nutzung im Innen- oder Außenbereich ermöglicht.
Es gibt zwei verschiedene Versionen dieser Serie, die sich nicht in der Leistung unterscheiden, sondern im Anwendungsgebiet. Die WB500 Standard ist für allgemeine Installationen konzipiert und verfügt serienmäßig über eine dynamische Laststeuerung sowie die Möglichkeit zur Interaktion mit Photovoltaikanlagen.
Die WB500 Garage Edition hingegen ist für den Garagenbereich entwickelt. Sie nutzt dasselbe technologische Herzstück, besitzt jedoch einen speziellen Eingangskabel sowie ein Dock, das mit dem Zubehör AC300 mit integrierter Beleuchtung kompatibel ist – somit eignet sie sich besonders für eine Installation in diesem Raum.
In weiterer Folge der Unternehmensentwicklung steht die WB500 Plus, ein Premium-Modell, bei dem Rheidon ein fortschrittlicheres Paket an Verbindungs- und Energiemanagementfunktionen vorsieht.
AC500 – wenn die Ladevorgänge den Haushaltsverbrauch folgen

Der zweite Bestandteil des Ökosystems ist AC500, ein intelligenter Lastmanager (Smart Load Balancer), der für kompatible Wallboxen und Garden Chargers von Rheidon entwickelt wurde. Seine Hauptaufgabe besteht darin zu verhindern, dass die Autoladung eine belastende Last für das Haushaltsnetz wird.
AC500 kann tatsächlich die Ladeleistung dynamisch an den Strombedarf des Hauses anpassen. Bei anderen Verbrauchern kann das System die der Autoladung zugewiesene Leistung reduzieren, wodurch der Gesamtkonsum in sicheren Grenzen gehalten und ein Überlastungsschutz gewährleistet wird.
Die Logik wird in Wohnhäusern mit Photovoltaikanlagen besonders interessant: AC500 ermöglicht nämlich die Nutzung des überschüssigen Photovoltaik-Stroms zur Aufladung von Autos. Auf diese Weise kann der verfügbare Überschussstrom je nach Energiekonfiguration des Hauses in die Elektromobilität gelenkt werden, anstatt unbedingt ins Netz eingespeist zu werden.
AC500 wird im Elektroverteilerkasten des Hauses installiert. Es verbindet sich direkt mit den kompatiblen Ladestationen der Marke, ohne dass zusätzliche Kabel erforderlich sind. Zudem ist das Gerät mit den bestehenden europäischen dreiphasigen Elektriksystemen kompatibel.
Ein Ökosystem, das sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln kann
In dem Fall von Rheidon weist die von den Geräten WB500 und AC500 vorgegebene Richtung auf eine Ladevorgang hin, der sich an die Bedingungen im Haushalt anpasst und somit Raum für die Weiterentwicklung des Ökosystems lässt. Dies ist eine besonders wichtige Einstellung im Wohnbereich, wo sich Photovoltaikanlagen, Speichersysteme, verfügbare Leistung sowie Verbrauchsgewohnheiten von Haus zu Haus erheblich unterscheiden können.
Es ist wichtig zu betonen, dass die Kommunikation zwischen AC500 und WB500 nicht von einer Internetverbindung abhängt. Solange Strom verfügbar ist, bleibt die Ladesäule stets unter Kontrolle und die Lastmanagementfunktionen funktionieren weiterhin normal.

Neuere Perspektiven mit WB500 Plus
Die nächsten Produktschritte bestätigen Rheidons Willen, die Entwicklung seiner Technologien voranzutreiben. Insbesondere mit der Wallbox WB500 Plus sind in einer späteren Phase fortschrittliche Sicherheitsfunktionen, Integration mit dynamischen Tarifen, europäische eSIM sowie ein MID-Zähler vorgesehen.
Zusätzlich wird die WB500 Plus den Standard ISO 15118-20 erfüllen, was eine Voraussetzung für Plug&Charge sowie für die nächsten Generationen von bidirektionalen Ladeverfahren ist.
Es handelt sich um geplante Funktionen, die noch nicht als validiert oder zertifiziert gelten.
Rheidon auf dem Weg zu E-Charge und KEY 27
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es bei den Geräten WB500 und AC500 nicht nur um die Ladeleistung geht, sondern vor allem darum, in unterschiedliche häusliche Energiekonfigurationen integriert werden zu können. In diesem Kontext werden Flexibilität, Lastmanagement und Integration mit Photovoltaikanlagen zu konkreten Bestandteilen des Ladeerlebnisses, während sich das Ökosystem im Laufe der Zeit weiterentwickeln kann.
Zum Vorteil von Installateuren und Branchenakteuren wird die Weiterentwicklung der Produktreihe durch die Präsenz von Rheidon Tech bei einigen der wichtigsten Veranstaltungen rund um den Energiewandel und das Laden begleitet.
Insbesondere wird das Unternehmen bei der E-CHARGE 2026 vom 7. bis 9. Oktober auf dem BolognaFiere und bei der KEY- The Energy Transition Expo 2027 vom 10. bis 12. März 2027 im Rimini Expo Centre vertreten sein.