Revoy sammelt 27 Millionen Dollar für den einsteckbaren elektrischen LKW-Transportwagen.

Das US-Start-up Revoy hat 27 Millionen Dollar zur Erweiterung der Produktion seines abnehmbaren elektrischen LKW-Zugfahrzeugs erhalten. Das System fügt bestehenden Diesellkwänen ein elektrisches Antriebssystem hinzu, ohne das Fahrzeug ersetzen zu müssen. Der kommerzielle Betrieb soll noch in diesem Jahr beginnen.

Die abnehmbare elektrische Antriebseinheit wird zwischen den Traktor- und Anhängerteil eines LKW eingebaut, wodurch bestehende Dieselfahrzeuge mit elektrischer Unterstützung betrieben werden können, ohne dass ein vollständiger batterieelektrischer Ersatz erforderlich ist.
Laut dem Unternehmen kann die Anlage einen 36,3 Tonnen schweren Lastwagen mit einer vollen Ladung mehr als 200 Meilen (322 Kilometer) weit fahren und dabei die Kohlendioxidemissionen um bis zu 85 % reduzieren. Langfristig plant das Unternehmen, ein Netzwerk an Austauschstationen einzurichten, an denen Fahrer entladene Antriebe gegen voll aufgeladene Einheiten austauschen können, anstatt auf herkömmliches Laden warten zu müssen.
Der Antrieb überwacht die Eingaben des Fahrers und ergänzt den Dieselmotor während der Beschleunigung mit elektrischem Drehmoment. Beim Bremsen wechselt der Elektromotor in den Regenerationsmodus und lädt die Batterie wieder auf.
„Unsere Technologie ermöglicht es, kostengleich mit Diesellastwagen zu konkurrieren – was bei anderen elektrischen Lastwagen in den USA derzeit noch nicht möglich ist“, sagte Peter Reinhardt, CEO von Revoy.
Er fügte hinzu, dass das Geschäftsmodell des Unternehmens es Fuhrparkbetreibern ermöglicht, bestehende Fahrzeuge zu elektrifizieren, ohne in völlig neue Lkw investieren zu müssen. Damit wird einer der größten Hindernisse für die Elektrifizierung von Schwerlastfahrzeugen in Nordamerika beseitigt: der hohe Kaufpreis von batterieelektrischen Lkw sowie der langsame Austauschzyklus dieser Fahrzeuge. Anstelle davon, dass Fuhrparkbetreiber neue Fahrzeuge kaufen müssen, besitzt Revoy die elektrischen Fahrzeuge, während die Kunden weiterhin ihre bestehenden Dieseltrecker einsetzen.
Die Finanzierungsrunde wurde von Standard Capital angeführt, mit Beteiligung von XYZ Venture Capital, Doerr Capital, Time Ventures, Paul Graham, Y Combinator, Leap Ventures sowie weiteren Investoren. Einschließlich früherer Finanzierungsrunden hat das Unternehmen nun insgesamt 41 Millionen Dollar eingesammelt.
Das Unternehmen plant, noch in diesem Jahr mit seinem ersten kommerziellen Betrieb auf einer 200 Meilen langen Frachtstrecke in der Nähe von Portland, Oregon, zu beginnen. Dabei werden vier elektrische Transportwagen eingesetzt, die aus chinesischen Komponenten zusammengesetzt wurden. Die neue Finanzierung wird zudem die Entwicklung einer zweiten Generation solcher Transportwagen unterstützen, die über eine kleinere, günstigere Batterie verfügen, aber denselben Aktionsradius behalten.
Quelle: electrive