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Politik

Renault 8 Gordini feiert Elektro-Comeback – aber nur als Einzelstück

Renault 8 Gordini feiert Elektro-Comeback – aber nur als Einzelstück

Renault hat zuletzt einige seiner legendärsten Modelle als Einzelstücke wieder zum Leben erweckt. Nun kommt der 1964 eingeführte Renault 8 Gordini an die Reihe: Der Limousinen-Klassiker wird als zweisitziges Elektro-Coupé mit einem vom Motorsport inspirierten Design neu aufgelegt.

Bild: Renault

Renault reitet nicht nur bei seinen Serienmodellen Renault 5 E-Tech Electric und Twingo E-Tech Electric die Nostalgiewelle, auch einige bedeutende Aushängeschilder in der 125-jährigen Firmengeschichte holen die Franzosen als Einzelstücke zurück in die Gegenwart. Nach dem Showcar R17 Electric Restomod und dem Renault 5 Diamant legt Renault nun auch den 1964 eingeführten Renault 8 Gordini neu auf – in einer Elektro-Version mit deutlicher Hommage an den Motorsport: Das Renault 8 Gordini Concept wirkt dabei mit seiner flachen und breiten Karosserie und dem 200-kW-Elektroantrieb fast wie die Karikatur eines modernen Rallye-Autos.

Vorgestellt wurde das Concept Car heute auf dem Renault Carwalk – dem Marken-Showroom an den Champs-Élysées in Paris. Außerdem wird das Einzelstück auch auf dem Pariser Autosalon (12. bis 18. Oktober 2026) am Stand von Renault zu sehen sein. „Mit dem Renault 8 Gordini Concept verbinden wir unser Erbe und die Moderne und bringen die Ikonen von gestern und morgen zusammen“, betont Alexandre Malval, Vice President Design bei Renault. „Das Konzeptfahrzeug ist eine Stilübung, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Renault 8 Gordini für die heutige Zeit neu zu erfinden. Das Coupé soll Emotionen wecken und die Fantasie aller Autoliebhaber beflügeln. Und wenn ich von Emotionen spreche, meine ich damit nicht Nostalgie, sondern echte Leidenschaft für Autos.“

Der Renault 8 Gordini wurde 1964 mit einem 95 PS starken Motor im Heck eingeführt. Er bot echte Rennsport-Performance, erforderte allerdings auch fortgeschrittene Fahrkünste – „ein ebenso effizientes wie anspruchsvolles Fahrzeug, das einer ganzen Generation von Fahrern, darunter Jean Ragnotti, als hervorragendes Trainingsauto diente“, heißt es aus der Renault-Zentrale. Mit dem Gordini habe man schon ein Jahrzehnt vor dem GTI-Phänomen fortschrittliche Performance erschwinglich gemacht. Die charakteristischen doppelten weißen Streifen wurden dabei zum Markenzeichen.

Image 2: Renault gordini concept

Bild: Renault

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Diese Streifen greift Renault bei der elektrischen Neuauflage natürlich auf. Das Concept Car ist 4,12 Meter lang, 1,88 Meter breit sowie 1,27 Meter hoch und mit 19-Zoll-Rädern vorne und 20-Zoll-Rädern hinten ausgestattet. Mit seinem 200-kW-Motor ist das zweitürige Coupé natürlich weitaus dynamischer als das ursprüngliche viertürige Modell. Auch optisch: Die aggressive Frontpartie der Studie wird dabei durch das V-förmige Design und sechs Scheinwerfer betont. Weitere antriebstechnischen Daten nennt Renault nicht – wohl auch, weil allen voran das extreme Design die Aufmerksamkeit auf sich ziehen soll.

„Der ursprüngliche Renault 8 war im Grunde von vorne bis hinten symmetrisch – ein unverwechselbares Design, das wir aktualisiert haben, um dem Konzeptfahrzeug einen dynamischeren Look zu verleihen“, betont Malval. „Mit den fließenden Linien, der breiten Spurweite, den markanten Kotflügeln, den 19-Zoll-Rädern vorne und den 20-Zoll-Rädern hinten scheint er sich förmlich an die Straße zu schmiegen. Dass die Hinterräder größer sind, sorgt für eine Art optischen Schwung: eine Anspielung auf den Hinterradantrieb als Markenzeichen des enorm fahraktiven Originals.“

Übrigens: Im Gegensatz zum Showcar R17, das auf einer Zusammenarbeit zwischen dem bekannten Designer Ora Ito und den Designteams der Marke basierte, ist das Design des Renault 8 Gordini Concept zu 100 Prozent eine eigene Renault-Entwicklung. Das Projekt begann mit einem internen Wettbewerb bei Renault Design, der eine Welle der Begeisterung auslöste. „Die Designer der Marke reichten spontan über 300 Skizzen ein: von klassischem Retro-Design bis hin zu futuristischem Styling, von Konzepten, die Tradition mit moderner Avantgarde verbanden, bis hin zu GT-inspirierten Looks. Zwei Projekte wurden ausgewählt und als Modelle im Maßstab 2:5 weiterentwickelt, um sie zu vergleichen und daraus einen neuen Entwurf zu erstellen, der das Beste aus beiden vereint“, skizziert der Hersteller den Entstehungsprozess.