Aviloo: Rangliste der Akkudegradation bei Elektroautos. Bester ist der Hyundai Ioniq 5, am schlechtesten der Nissan Leaf ZE1 und die Renault Zoe

Aviloo hat eine umfassende Übersicht über den Rückgang der Akkukapazität in Elektrofahrzeugen in Abhängigkeit von der Fahrleistung veröffentlicht. Vieles hängt vom Hersteller und der Fahrleistung ab, außerdem konnte nachgewiesen werden, dass kleine Akkus (=häufiges Aufladen) mit schlechter Kühlung schneller abnutzen als größere Akkus. Teslas schneiden eher schlecht ab, der Model Y besser. In fast allen Elektrofahrzeugen beginnt die Abnutzung schnell und verlangsamt sich anschließend. Es hängt jedoch stark vom jeweiligen Exemplar ab – manche Käufer haben einfach Pech.
Rückgang der Akkukapazität in Elektrofahrzeugen in Abhängigkeit von der Fahrleistung
Bereits der erste Diagramm, das den Rückgang der Kapazität nach 50.000 gefahrenen Kilometern zeigt, ist interessant. Entscheidende Verlierer in dieser Vergleichsstudie sind zwei Fahrzeuge mit kleinen Batterien ohne flüssigkeitsgekühlte Zellen: der Nissan Leaf ZE1 (vorgerechte Generation, passive Kühlung) und der Renault Zoe (Luftkühlung), wobei beide nicht mehr hergestellt werden. In den heutigen Fahrzeugen gilt ein Medianwert der Degradation von etwa 5 Prozent als Marktnorm. Vor diesem Hintergrund schneidet der Tesla Model 3 schlecht ab, während der Hyundai Ioniq 5 und der Mercedes EQA hervorragend abschneiden. Bei allen Elektrofahrzeugen ist die Spannweite der Messwerte (schlechteste Batterie gegenüber der besten Batterie) ziemlich groß und beträgt bis zu 8–10 Prozent.

50.000 Kilometer entsprechen in Polen knapp vier Jahren typischer Nutzungsdauer. Bei Firmenfahrzeugen liegt dies ungefähr im Bereich der üblichen Leasingdauer, also etwa zwei Jahre. Die Messwerte stammen aus einem Schnelltest (Flash), der weniger genaue Ergebnisse liefert.
Bei einer Laufleistung von 100.000 Kilometern wird der Unterschied zwischen den besten und schlechtesten Fahrzeugen größer, die Werte nehmen zu. Der Hyundai Ioniq 5 und der Mercedes EQA weisen eine Abnutzung auf, die andere Elektrofahrzeuge bereits nach 50.000 Kilometern zeigten. Gut abschneiden hingegen der BMW i4 und der Hyundai Kona Electric. Es fällt schwer, eine Mediane zu bestimmen, die für alle ein Standard wäre – Teslas weisen 9–8 Prozent Abnutzung auf, direkt dahinter folgen Modelle auf der MEB-Plattform. Überraschenderweise nähert sich der Mini Cooper einer Abnutzung von 10 Prozent an, es tauchen sogar Exemplare auf, die den Nissan Leaf und den Renault Zoe überholen. Liegt das an der geringen Kapazität und damit der hohen Anzahl an Betriebszyklen?

Im Vergleich der vier verschiedenen Modelle ist deutlich zu erkennen, dass das Fehlen einer Kühlung sowie die geringe Kapazität beim Nissan Leaf ZE1 ein Rezept für eine schnelle Degradation sind. In einigen Exemplaren sogar eine sehr schnelle. Hyundai hingegen setzte beim Ioniq 5 Zellen ein, deren Kapazität vorhersehbar und stabil abnimmt. Der Tesla Model Y sowie der Volkswagen ID.4 liegen zwischen den beiden gerade beschriebenen Elektrofahrzeugen. Leider werden in allen Modellen bereits andere Generationen von Zellen verwendet; der Nissan Leaf ZE1 wurde durch den neuen Nissan Leaf ersetzt, weshalb die folgenden Werte vor allem auf dem Gebrauchtwagenmarkt Bedeutung haben.

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