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Infrastruktur

Qwello sichert sich bis zu 55 Millionen Euro

Qwello sichert sich bis zu 55 Millionen Euro

Der Münchner Ladeanbieter Qwello sichert sich für seine weitere Expansion bis zu 55 Millionen Euro vom ABN AMRO Sustainable Impact Fund und bestehenden Aktionären wie Tiger Infrastructure. Die Investition soll den weiteren Ausbau des öffentlichen Ladenetzes von Qwello in europäischen Städten sowie gezielte Akquisitionen unterstützen.

Bild: Qwello

Qwello betreibt derzeit über 19.500 Ladepunkte in mehr als 800 Kommunen in Dänemark, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Polen, Schweden, Spanien und Großbritannien. Gerade erst hat das Unternehmen die Mehrheit am niederländischen Ladeinfrastruktur-Spezialisten Groen-Eco übernommen. Damit erweitert Qwello sein bislang stark auf öffentliche Konzessionen ausgerichtetes Geschäft um private und halböffentliche Ladestandorte und übernimmt ein Portfolio mit über 1.400 Ladepunkten.

Zugleich plant Qwello, sein Netz in den nächsten zehn Jahren deutlich auszubauen. Dabei will sich das Münchner Unternehmen weiterhin auf dicht besiedelte Stadt- und Wohngebiete konzentrieren, wo bequemes und zuverlässiges öffentliches Laden für den Übergang zur Elektromobilität unerlässlich ist.

Qwello setzt weiter auch auf Übernahmen

Neben dem organischen Ausbau des eigenen Ladenetzes will Qwello auch weiterhin auf Übernahmen setzen mit dem Ziel, Unternehmen zu erwerben, die zum eigenen Geschäftsmodell passen und sich erfolgreich in die Unternehmensgruppe integrieren lassen.

Qwello-Chef Henrik Thiele sagt zur Finanzierung: „Diese Investition ist ein weiterer wichtiger Schritt auf Qwellos europäischem Wachstumskurs und spiegelt das Vertrauen unserer langjährigen Finanzpartner in unser Geschäftsmodell und unsere operative Leistungsfähigkeit wider. Seit Beginn unserer Partnerschaft mit Tiger Infrastructure im Jahr 2021 und der ABN AMRO Bank im Jahr 2024 haben wir unser Netzwerk ausgebaut, eine starke Auslastung unseres Portfolios demonstriert und übernommene Unternehmen erfolgreich integriert.“

Wachstum des Ladenetzwerks beschleunigen

Und weiter sagt Thiele: „Mit dem zusätzlichen Kapital sind wir noch besser aufgestellt, um attraktive Akquisitionsmöglichkeiten zu nutzen, übernommene Unternehmen erfolgreich zu integrieren und das Wachstum unseres Netzwerks zu beschleunigen, um zuverlässiges öffentliches Laden in europäischen Städten zugänglicher zu machen.“

Gaetano Giuffré, Senior Investment Manager beim ABN AMRO Sustainable Impact Fund, ergänzt: „Qwello hat die operative und wirtschaftliche Disziplin bewiesen, die wir von Infrastrukturunternehmen erwarten. Besonders überzeugend ist die Fähigkeit des Unternehmens, ein skalierbares öffentliches Ladenetz aufzubauen und gleichzeitig Akquisitionen auszuwählen und erfolgreich zu integrieren. Unsere Investition von bis zu 25 Millionen Euro, zusammen mit einem ähnlichen Betrag von Tiger Infrastructure und anderen Anteilseignern, spiegelt unser Vertrauen in das Geschäftsmodell von Qwello, seine Umsetzungsstärke und sein Wachstumspotenzial in acht europäischen Märkten wider. Mit seinem privat finanzierten Infrastrukturmodell und der engen Partnerschaft mit Kommunen trägt Qwello dazu bei, die für Europas Übergang zur Elektromobilität notwendige Ladekapazität zu entwickeln.“

Dieses Jahr hat Qwello u.a. bereits den Zuschlag für rund 230 neue Ladepunkte an 65 Standorten im Landkreis Harburg erhalten. Dort gehört Qwello gemeinsam mit Vattenfall und Wirelane zu den Betreibern des sogenannten Harburger Modells. Ausgerechnet in seiner Heimatstadt München rennt Qwello beim Aufbau von Ladeinfrastruktur dagegen seit Jahren gegen Wände: Qwello hatte dort gegen frühere Vergabeverfahren der Stadt geklagt. Nachdem Gerichte Mängel festgestellt hatten, bereitet München inzwischen eine neue Konzessionsvergabe für den Aufbau und Betrieb öffentlicher Ladeinfrastruktur vor.