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Technologie

PowerCo eröffnet seine Zellfabrik in Kanada frühestens 2029

PowerCo eröffnet seine Zellfabrik in Kanada frühestens 2029

Die Volkswagen-Tochter PowerCo hat den Zeitplan für ihre Batteriezellproduktion im kanadischen St. Thomas deutlich nach hinten verschoben. Das Unternehmen geht nun von einer voraussichtlichen Betriebsaufnahme in 2029 aus, während beim Baubeginn noch von 2027 die Rede war.

Baustelle der Zellfabrik von PowerCo in St. Thomas

Bild: PowerCo

PowerCo hat die Verschiebung des Zeitplans geradezu beiläufig im Zuge der Ernennung eines Generalunternehmers für das Bauprojekt in St. Thomas bekanntgegeben, zu der wir weiter unten noch kommen. Doch noch spannender ist zweifellos, das Volkswagens Batterietochter den Start der 2023 angekündigten Fabrik nun drastisch nach hinten verschiebt.

Die Anlage in der Provinz Ontario, die einst eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 90 GWh bieten soll, sollte ursprünglich 2027 in Betrieb gehen. Das hatte PowerCo auch vergangenes Jahr bekräftigt, als drei große Gebäude in Bau gingen. Dabei sollen die hergestellten Batteriezellen vor allem in den in Nordamerika produzierten Elektrofahrzeugen des VW-Konzerns verbaut werden, u.a. auch bei der wiederbelebten Marke Scout, die die ersten Kundenauslieferungen in 2028 plant – dann aber noch nicht mit Zellen aus St. Thomas.

Denn anstatt 2027 soll die Produktion dort nun erst rund zwei Jahre später losgehen: Die Anlage in St. Thomas soll voraussichtlich erst 2029 den Betrieb aufnehmen. Als Begründung nennt PowerCo verschiedene Punkte: Die sich wandelnde Marktnachfrage, technologische Fortschritte und die langfristige Strategie des Volkswagen-Konzerns.

VW sucht Investor für PowerCo

Weiterhin soll es ein späterer Produktionsstart ermöglichen, direkt eine „Batterietechnologie der nächsten Generation“ zu integrieren und gleichzeitig die Flexibilität für eine spätere Skalierung im Zuge der Marktentwicklung zu gewährleisten. Hinzu kommt, dass Volkswagen bekanntlich einen Partner bzw. Investor für PowerCo sucht und auch deshalb auf die Bremse treten könnte. Zuletzt gab es bereits Gerüchte, dass der chinesische Zellhersteller Gotion bei der Zellfabrik von PowerCo im spanischen Sagunt einsteigen könnte.

Joel Karlsberg, Chief Procurement Officer von PowerCo Canada, stellt jedoch klar: „Die Gigafactory in St. Thomas bleibt ein Eckpfeiler unserer Nordamerika-Strategie. Wir bauen derzeit weiter und prüfen gleichzeitig, wie und wann die Anlage im Laufe der Zeit skaliert wird. Es geht darum, das richtige Tempo zu finden – nicht zurückzurudern –, um unsere langfristige Investition zu schützen, Arbeitsplätze in der Region zu sichern und Kanada, Ontario und St. Thomas in einem dynamischen und sich entwickelnden Markt optimal zu positionieren.“

Noch kurz zum neuen Generalunternehmer für die Baustelle in St. Thomas: Dabei handelt es sich um das führende kanadische Bauunternehmen EllisDon. Die Ernennung ermöglicht es laut PowerCo, die Arbeiten vor Ort fortzusetzen und auf den stetigen Fortschritten seit dem Spatenstich im Jahr 2025 aufzubauen. Der Bau geht nun in die Kerninfrastruktur- und Strukturphasen über, die die zukünftige Produktion unterstützen werden.Derzeit sind rund 60 Mitarbeiter von EllisDon vor Ort; die Zahl soll in der Hochphase auf etwa 1.300 Mitarbeiter ansteigen, zusätzlich zu weiterem Personal, das parallel laufende Projektaktivitäten unterstützt.