Porsche könnte den Taycana bis 2030 einstellen. Die Verkäufe sind von 40.629 auf 16.339 Fahrzeuge zurückgegangen.

Laut der WirtschaftsWoche plant Porsche das Einfrieren des Taycan spätestens bis 2030. Es war das erste Serien-E-Auto der Marke aus der neuen Ära, doch die Zahlen sind ernüchternd: Die Verkäufe sanken von 40.629 Fahrzeugen im Jahr 2023 auf 16.339 Autos im Jahr 2025.
Für EV-Fahrer ist das ein Zeichen dafür, dass selbst eine starke Premium-Marke kein eigenes Modell langfristig durchsetzen kann, wenn die Nachfrage für einige Jahre zurückgeht.
Die Verkäufe des Taycan sind in zwei Jahren um mehr als die Hälfte gefallen
Der Taycan kam 2019 auf den Markt und sollte das Aushängeschild der Elektrifizierung bei Porsche sein. Jetzt sieht es so aus, als würde er eine kürzere Lebensdauer haben, als man bei einem Auto dieser Klasse und mit einem solchen Entwicklungsbudget angenommen hatte.
Laut einem deutschen Bericht soll die Produktion des Modells spätestens im Jahr 2030 enden. Wichtig ist, dass von einer neuen Generation keine Rede ist, was einfachbedeutet, dass der Name Taycan nach etwa 10 Jahren auf dem Markt verschwinden könnte. In der Limousinenreihe bliebe dann nur noch die Panamera übrig.
Der Grund ist einfach. Die Nachfrage nach luxuriösen Elektrofahrzeugen hat nachgelassen, und Porsche kürzt die Kosten. Die Zahlen sehen wie folgt aus:
2023: 40.629 Fahrzeuge
2024: 20.836 Fahrzeuge
2025: 16.339 Fahrzeuge
Erste Hälfte 2026: etwas über 6.000 Fahrzeuge
Das ist keine leichte Anpassung nach einem Boom – es handelt sich um eine strenge Bremsung. Schlecht.
Schon jetzt wirkt sich die schwache Nachfrage auf das Werk in Zuffenhausen aus, wo Porsche in den letzten Monaten den Taycan-Bau vorübergehend eingestellt hat.
Die Produktion bleibt in Stuttgart, und den Platz des Taycan könnte die elektrische Panamera einnehmen
Hinter den Kulissen wurden mehrere Szenarien in Betracht gezogen. Eines davon war der Umzug der Produktion nach Leipzig. Es tauchte auch die Variante eines sofortigen Einstellens der Modellreihe auf. Letztendlich sollte die Geschäftsleitung entscheiden, dass die Produktion in Stuttgart bleibt und das Modell vor dem Jahr 2030 schrittweise eingestellt wird.
Porsche hat zu diesen Informationen offiziell keine Stellungnahme abgegeben. Doch in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung gab der Markenchef Michael Leiters kürzlich zu, dass das Unternehmen bereits die Anzahl der Taycan-Versionen einschränkt. Gleichzeitig betonte er, es gebe keinen Plan, das Modell sofort einzustellen, und man müsse die Nachfrage nach den enormen Investitionen beobachten, die Porsche in dieses Auto gesteckt hat.
Am interessantesten ist der zweite Aspekt. Wenn der Taycan verschwindet, entsteht Platz für den rein elektrischen Panamera. Das würde zu früheren Berichten über eine Vereinfachung des Angebots passen. Derzeit umfasst die elektrische Modellreihe von Porsche den Taycan in den Versionen Sedan, Sport Turismo und Cross Turismo sowie die elektrischen SUVs Macan und Cayenne.
Aus polnischer Sicht kann das ebenfalls Bedeutung haben. Der Taycan ist ein teures und nischiges Auto, doch sein Wegfall würde zeigen, dass selbst Premium-Marken begonnen haben, ihr Angebot zu vereinfachen anstatt weitere elektrische Modelle hinzuzufügen.
Falls diese Pläne sich bestätigen, wird der Taycan in die Geschichte eingehen als technologisch bedeutendes Auto, das geschäftlich jedoch weitaus anfälliger ist, als Porsche es sich wünscht. Meinen Sie, die Marke sollte den Taycan weiterentwickeln oder lieber die Entwicklung auf den elektrischen Panamera konzentrieren?
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