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Markt

Porsche kalkuliert offenbar mit Aus für Taycan bis 2030

Porsche kalkuliert offenbar mit Aus für Taycan bis 2030

Der Porsche Taycan ging 2019 in die Massenfertigung. Doch nach anfänglich guter Nachfrage sind die Absatzzahlen inzwischen stark rückläufig. Wie eine Wirtschaftszeitung nun berichtet, wird der E-Sportwagen bis spätestens 2030 ausgemustert. Eine potenzielle Verlegung der Produktion von Stuttgart nach Leipzig soll vom Tisch sein.

Porsche plant nach Informationen der WirtschaftsWoche die Einstellung des Elektromodells Taycan binnen vier Jahren. Dabei beruft sich das Medium auf Auskünfte von Insidern. Dem Bericht zufolge hat das Top-Management zwar auch eine Verlegung des Taycan nach Leipzig erörtert – wie von uns bereits Ende 2024 berichtet. Außerdem soll auch eine schnelle Ausmusterung des E-Sportlers diskutiert worden sein. Im Endeffekt hat sich Porsche nun aber offenbar für die Einstellung des Modells bis 2030 entschieden – nach dann zehn Jahren am Markt. Jedenfalls, wenn der Taycan tatsächlich bis 2029 oder 2030 gebaut wird.

Hintergrund ist laut WirtschaftsWoche, dass die Taycan-Produktion im Stammwerk in Stuttgart stark unterausgelastet ist und es an der Nachfrage happert: Die Verkäufe des Modells sind laut dem Bericht gegenüber 2023 um zwei Drittel eingebrochen. Von knapp 41.000 Exemplaren im Jahr 2023 ist der Absatz auf etwa 16.000 Einheiten gesunken. Und dieser Negativtrend hält an: Im ersten Halbjahr 2026 verbuchte der Taycan bis dato nur gut 6.000 Verkäufe. „In den vergangenen Monaten war die Produktion wegen schwacher Nachfrage mehrfach unterbrochen worden“, schreibt die WirtschaftsWoche. Ein Wegzug aus Stuttgart sei aber nicht mehr angedacht. Über das Modell-Aus bis 2030 soll es auch mit dem Betriebsrat eine Verständigung geben, die allerdings noch nicht schriftlich festgehalten worden sei.

Porsche selbst erteilt keine offizielle Bestätigung. Porsche-Chef Michael Leiters äußerte aber Ende Juli in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung immerhin, dass kein schnelles Ende des Taycan vorgesehen sei und das Management noch abwarten wolle, wie sich die Nachfrage entwickelt. Hintergrund dürfte unter anderem sein, dass Porsche den Taycan für den Modelljahrgang 2027 noch einmal im Detail verbessert hat. Außerdem erhält das Modell für das neue Modelljahr optional ein neues ,virtuelles Getriebe, das Gangwechsel mit spürbaren Schaltrucken simuliert. Aufpreis: rund 1.000 Euro.

An Modellstruktur und Preisen ändert sich dem Hersteller zufolge im neuen Modelljahr nichts. Auch künftig gibt es den Taycan als Coupé-Limousine, Sport oder Cross Turismo in zusammen 18 Varianten mit 300 bis 760 kW. Die Preise bewegen sich zwischen 102.600 und 241.100 Euro.