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Pony.ai und Uber planen mehr als 2.000 Robotaxis in Europa

Pony.ai und Uber planen mehr als 2.000 Robotaxis in Europa

Pony.ai und Uber bauen ihre Robotaxi-Kooperation in Europa aus. Mehr als 2.000 autonome Fahrzeuge sollen zum Einsatz kommen. Neben Zagreb haben die Partner vier weitere europäische Städte im Auge.

Die Zusammenarbeit von Pony.ai und Uber reicht bis Mai 2025 zurück. Im Frühjahr 2026 folgte mit Zagreb der erste kommerzielle Robotaxi-Dienst der Partner in Europa, gemeinsam mit dem kroatischen Mobilitätsunternehmen Verne. Dieser soll in Kürze auch über die Uber-Plattform buchbar werden.

Nun wollen die Partner das Geschäftsmodell deutlich ausweiten. Mehr als 2.000 Robotaxis sollen perspektivisch in Europa eingesetzt werden, neben Zagreb in vier weiteren Städten. Welche das sind und bis wann die angekündigte Flottengröße erreicht werden soll, teilen die Unternehmen noch nicht mit. Klar ist aber: Auch im Nahen Osten sind gemeinsame Einsätze vorgesehen. Pony.ai steuert sein autonomes Fahrsystem nach SAE Level 4 und seine Erfahrungen aus bestehenden Robotaxi-Flotten bei. Uber übernimmt über seine Plattform unter anderem Buchung, Bezahlung und Kundenservice. Bei Level 4 können Fahrzeuge innerhalb eines definierten Einsatzbereichs vollständig selbstständig fahren, ohne dass ein Mensch eingreifen muss.

Lokale Partner sollen Flotten betreiben

Für den Hochlauf setzen Pony.ai und Uber auf ein sogenanntes Joint-Deployment-Modell. Finanzierung, Fahrzeugbesitz und täglicher Flottenbetrieb können dabei abhängig vom Markt von lokalen Partnern übernommen werden. In Zagreb fungiert Verne beispielsweise als Flottenbesitzer und -betreiber. Pony.ai liefert die autonome Fahrtechnologie, Uber den Zugang zu den Kunden.

Pony.ai kann dabei bereits auf Erfahrungen aus China und Europa zurückgreifen. Das Unternehmen betreibt kostenpflichtige, vollständig fahrerlose Robotaxi-Dienste in Peking, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen und erreicht nach eigenen Angaben in mehreren Märkten inzwischen auf Stadtebene einen kostendeckenden Betrieb. Auch in Europa verfolgt Pony.ai mehrere Projekte parallel. Erst im Juni startete das Unternehmen gemeinsam mit Stellantis und Bolt ein Pilotprogramm in Luxemburg. Dort sollen Level-4-fähige Fahrzeuge auf Basis des Peugeot e-Traveller sowie deren Integration in eine Ride-Hailing-Plattform erprobt werden. Perspektivisch ist ein Betrieb ohne Sicherheitsfahrer vorgesehen.

Mit Uber bekommt die Europa-Strategie nun eine deutlich größere Dimension. Mehr als 2.000 Robotaxis wären weit mehr als ein lokales Pilotprojekt. Noch handelt es sich allerdings um ein Ausbauziel: Weder die vier zusätzlichen Städte noch ein konkreter Zeitplan stehen fest. Der Hochlauf hängt zudem nicht nur von der Technik ab, sondern auch von den regulatorischen Voraussetzungen in den jeweiligen Märkten.