Die Polizei führt Kontrollen der Lichter durch. Ab morgen prüfen 1567 Stationen die Autos kostenlos!

In diesem Artikel:
- Polizisten im ganzen Land werden besonders auf den Zustand und die Einstellung der Fahrzeugbeleuchtung achten
- An vier ausgewählten Tagen kann die Beleuchtung kostenlos an 1567 Kontrollstellen für Fahrzeuge überprüft werden
- Falls der technische Zustand des Autos die Sicherheit gefährdet, kann ein Polizist den Fahrzeugschein elektronisch sperren
Polizei und ITS einstimmig
Im Herbst reichen bereits wenige Minuten Fahrt bei Dämmerung aus, um das Ausmaß des Problems zu erkennen. Ein Auto leuchtet mehrere Meter vor der Motorhaube, ein anderes richtet seinen Scheinwerfer auf den Asphalt, und ein drittes blendet die Fahrer aus der Gegenrichtung so sehr, als würde es ständig bei Rot fahren.
Deshalb haben die Polizei und das Institut für Straßenverkehr die 11. Auflage der Kampagne „Ihre Fahrlichter – Unsere Sicherheit“ gestartet. Die Verkehrspolizisten werden bei den Kontrollen besonders auf die Beleuchtung der Fahrzeuge achten.
1567 Stationen prüfen die Fahrlichter kostenlos
An der Kampagne nehmen 1567 Fahrzeugkontrollstationen in ganz Polen teil. Vier landesweite Tage kostenloser Kontrollen sind geplant für:
- 24. Oktober,
- 7. November,
- 21. November,
- 5. Dezember 2026.
An der Aktion nehmen unter anderem Stationen teil, die unter der Schirmherrschaft des Instituts für Straßenverkehr stehen und in der Polnischen Kammer der Fahrzeugkontrollstationen organisiert sind, sowie solche, die dem Polnischen Automobilverband angehören, außerdem Einrichtungen von Dekra und Speed Car.
Den nächstgelegenen Standort findet man auf den Webseiten der Polizei und des ITS sowie in der Yanosik-App. Das Instituts für Straßenverkehr in Warschau stellt seine Station während der Kampagne ebenfalls von Montag bis Freitag zur Verfügung.
Es reicht nicht aus, wenn beide Lampen leuchten
Die Überprüfung der Beleuchtung beschränkt sich nicht darauf, um das Auto herumzugehen und sicherzustellen, dass keine Glühbirne durchgebrannt ist.
Der Diagnostiker bewertet außerdem die Einstellung der Scheinwerfer, die Höhe des Lichtstrahls, den Übergangsbereich zwischen Licht und Schatten sowie die Helligkeit des Lichts. Ebenso wichtig ist der Zustand der Lampen selbst – ein vergrauter Lampenschirm kann die Wirksamkeit sogar eines funktionierenden Scheinwerfers erheblich einschränken.

Falsch eingestellte Scheinwerfer können zu Problemen in beiden Richtungen führen. Wenn sie zu niedrig leuchten, sieht der Fahrer die Hindernisse erst später. Sind sie hingegen zu hoch eingestellt, können sie Fahrer gegen den Verkehr strahlen.
Das Problem zeigt sich besonders im Herbst und Winter. Es wird früher dunkel, es regnet häufiger, Nebel tritt auf, und ein Fußgänger in dunkler Kleidung ist erst aus geringer Entfernung sichtbar.
Die Beamten werden unter anderem prüfen, ob alle erforderlichen Lichter funktionieren, ob die Scheinwerfer andere Verkehrsteilnehmer nicht blenden sowie ob das Auto mit unzulässigen Lichtquellen oder anderen Modifikationen ausgestattet ist.
Besondere Aufmerksamkeit verdient der beliebte Austausch klassischer Halogenleuchtmittel durch LED-Leuchtmittel. Allein die Tatsache, dass ein Ersatzteil physisch in einen H7- oder H4-Leuchtmittelhalter passt, bedeutet noch nicht, dass eine solche Lösung für einen bestimmten Scheinwerfer und Auto zulässig ist. Eine falsche Modifikation kann die Ausrichtung des Lichtstrahls völlig verändern und andere Fahrer blenden.
Auch moderne LED- oder Matrixscheinwerfer sind nicht völlig wartungsfrei. Schäden am Neigungssensor, an Teilen der Federung oder eine falsche Kalibrierung nach einer Reparatur können dazu führen, dass selbst ein sehr fortschrittlicher Scheinwerfer falsch leuchtet.
Für die Lichter kann man den Führerschein verlieren
Die Folgen hängen von der Art und dem Umfang des Defekts ab. Das Straßenverkehrsgesetz erlaubt es der Polizei, die Fahrzeugpapiere einzuziehen, wenn sie feststellt oder einen begründeten Verdacht hat, dass der technische Zustand des Fahrzeugs die Sicherheit oder die Ordnung im Verkehr gefährdet.
Ein schwerer Defekt der Beleuchtung kann diese Voraussetzung erfüllen. Das bedeutet natürlich nicht, dass die Polizei bei jedem durchgebrannten Glühbirne automatisch die Fahrzeugpapiere einzieht. Entscheidend ist die Art des Defekts sowie seine Auswirkungen auf die Sicherheit.

Heutzutage erfolgt die Beschlagnahmung des Dokuments meist elektronisch – die Information gelangt in das Zentrale Fahrzeugregister. Der Fahrer muss daher das plastische Dokument nicht physisch abgeben, um formell seinen Führerschein zu verlieren.
Falls der Defekt so ernst ist, dass eine weitere Fahrt gefährlich wäre, kann ein Polizist ebenfalls das Weiterfahren mit dem Auto verbieten.
Die Geldstrafe kann deutlich höher sein als bei falsch eingestellten Scheinwerfern
Fahren mit einem Auto, das nicht den technischen Anforderungen entspricht, kann ebenfalls zu einer Geldstrafe führen. Bei Verstößen nach Artikel 97 des Ordnungswidrigkeitengesetzes beträgt die maximale Geldstrafe 3000 zł.
Das bedeutet nicht, dass jeder Fahrer mit falsch eingestellten Scheinwerfern automatisch eine Geldstrafe von 3000 zł erhält. Höhe der Strafe hängt vom konkreten Verstoß und den Umständen ab.
Eigene, im Strafmaßstab festgelegte Sanktionen betreffen beispielsweise das Fahren ohne die erforderlichen Lichter. Etwas anderes ist es also, sie auszulassen, und etwas anderes, mit falsch eingestellten oder defekten Scheinwerfern zu fahren.
Was tun, wenn die Polizei den Führerschein beschlagnahmt?
Zuerst muss die Ursache für die Beschlagnahmung des Dokuments beseitigt werden. Im Fall der Lichter kann das den Austausch einer Glühbirne, die Reparatur eines Scheinwerfers, die Wiederherstellung einer homologierten Lichtquelle oder die richtige Einstellung der Lampen bedeuten.
Anschließend kann das Auto eine Überprüfung an einer Fahrzeugkontrollstelle benötigen, die die Beseitigung des Defekts bestätigt. Bei einer elektronischen Beschlagnahmung des Führerscheins kann auch eine Diagnosestelle, die die entsprechende Überprüfung durchgeführt hat, den entsprechenden Eintrag aufheben.
Es lohnt sich, bereits vor der Abfahrt einen einfachen Test durchzuführen
Die einfachsten Dinge kann man selbst überprüfen. Es genügt, nacheinander die Positionslichter, Kurvenlichter, Fernlichter, Nebelscheinwerfer, Blinker und Bremslichter einzuschalten und anschließend das Auto zu umrunden.
Eine solche Prüfung ermöglicht es, einen durchgebrannten Glühfaden zu finden, zeigt aber nicht an, ob die Scheinwerfer richtig eingestellt sind. Zur Beurteilung der Höhe und Form des Lichtkegels ist bereits ein geeignetes Diagnosegerät erforderlich.
Im Herbst und Winter ist daran besonders zu denken. Defekte Lichter verschlechtern nicht nur die Sicht und blenden andere Fahrer, sondern können bei einer Kontrolle auch zu einem Bußgeld, der Einziehung des Fahrzeugscheins und dem Notwendigen eines erneuten Besuchs in einer Diagnosestelle führen.
Piotr Sobczyk