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Der Polestar 4 SUV ist in Europa ab 57.900 Euro erhältlich. Es handelt sich dabei eher um einen Kombi als um ein weiteres Coupe-SUV.

Der Polestar 4 SUV ist in Europa ab 57.900 Euro erhältlich. Es handelt sich dabei eher um einen Kombi als um ein weiteres Coupe-SUV.

Polestar hat in Europa den Verkauf des neuen Polestar 4 SUV gestartet, einer Variante, die auf dem Bestseller Polestar 4 basiert. Das Auto kostet in Deutschland ab 57.900 Euro, das sind etwa 247.000 Złoty, und die ersten Lieferungen sind für das vierte Quartal 2026 geplant. Für den Fahrer gibt es hier eine Veränderung, die wichtiger ist als Marketing im Stil: Es kehrt ein normales Heckscheiben zurück.

Das neue Modell verfügt außerdem über einen größeren Kofferraum, serienmäßiges V2L-System sowie den Camping-Modus. Auf dem Papier wirkt es wie eine Antwort an diejenigen, denen der normale Polestar 4 von außen gefallen hat, aber im Alltag nervte.

Das Heckscheiben kehrt zurück, der Kofferraum wird größer

Der normale Polestar 4 gehört zu den seltsamsten Elektrofahrzeugen der letzten Jahre, da er kein Heckscheibenfenster hat. Im neuen Polestar 4 SUV hat der Hersteller dies korrigiert. Es gibt ein klassisches Heckscheibenfenster, einen traditionellen Rückspiegel sowie eine Heckscheibenwischer mit einer clever unter dem Spoiler versteckten Düse. Optional kann weiterhin ein digitales Spiegelmodul bestellt werden, was sinnvoll ist, wenn der Kofferraum unter dem Dach verstaut wird.

Auch der Kofferraum ist deutlich größer geworden. Beim umgeklappten Rücksitz bietet das Auto 655 Liter bis zur inneren Dachkante – das sind 129 Liter mehr als bei der Coupé-Variante. An den Sitzen selbst sind es 530 Liter, also 30 Liter mehr als beim Basis-Modell. Wenn die Sitze umgeklappt werden und der vordere Kofferraum mit 15 Litern hinzukommt, steigt der Gesamtraum auf 1.665 Liter. Kurz gesagt: Eigentlich ein SUV, doch in seiner Funktionalität eher einem Elektro-Kombi ähnlich.

Die Abmessungen haben sich fast nicht verändert. Die Länge beträgt weiterhin 4.840 mm, die Breite 2.139 mm, und die neue Version ist nur 22 mm höher.

100 kWh, Ladeleistung bis 200 kW und neuer Camping-Modus

Im Innenraum gibt es nur wenige Veränderungen, doch es wurde ein optionales elektrochromatisches Glasdach hinzugefügt, das Blendung reduzieren soll. Standardmäßig bleibt weiterhin ein festes Glasdach mit einer angegebenen UV-Schutzrate von 99,5 Prozent.

Auch V2L mit einer Leistung von 3,3 kW ist serienmäßig vorhanden. Über einen Adapter wird es an den Ladeanschluss angeschlossen, sodass externe Geräte mit Strom versorgt werden können. Polestar hat dazu einen neuen Camping-Modus hinzugefügt, der nach dem Parken die Funktionen der Klimaanlage, des Infotainmentsystems, der USB-C-Anschlüsse sowie der 12-V-Steckdosen aufrechterhält. Das klingt durchaus sinnvoll und nicht wie eine Funktion, die nur für Broschüren hinzugefügt wurde.

Jede Variante verfügt über einen Akku mit einer Kapazität von 100 kWh. Die maximale Ladeleistung per DC beträgt 200 kW, während sie in ausgewählten Märkten per AC bis zu 22 kW erreicht. Die einmotorige Version mit Hinterradantrieb bietet 272 PS und 343 Nm Drehmoment, wobei die Reichweite maximal 630 km nach WLTP beträgt. Die zweimotorige AWD-Variante hat 544 PS und 686 Nm Drehmoment, erreicht in 3,9 Sekunden eine Geschwindigkeit von 100 km/h und soll laut WLTP bis zu 600 km weit kommen. WLTP ist natürlich keine Garantie für Autobahnfahrten bei 140 km/h.

Das Auto wird in Busan in Südkorea hergestellt. Polestar gibt außerdem offen zu, dass nach Europa bald Kanada an der Reihe sein wird. In Polen warten wir weiterhin auf den offiziellen Markteintritt, daher müssen wir vorerst den deutschen Preisvergleich heranziehen. Und dieser macht es klar: Das neue Modell ist 4.000 Euro günstiger als der Polestar 4 Coupe.

Polestar hat ein praktischeres und zugleich günstigeres Auto geschaffen als die stilvollere Version. Die Frage ist, ob das Polestar 4 nicht von Anfang an so aussehen sollte. Wie gefällt euch diese Version im Vergleich zum ursprünglichen Modell ohne Dach?

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