Mehr Kilometer, weniger Stopps: Was sich diesen Sommer für Fahrer von Elektroautos geändert hat


Lange Fahrten mit Elektroautos scheinen immer mehr zur Normalität zu werden. In diesem Sommer haben die Nutzer von Chargemap im Durchschnitt Strecken von 416 km geplant, gegenüber 375 km im Jahr 2021. Gleichzeitig ist die durchschnittliche Anzahl der vorgeschlagenen Ladestopps zurückgegangen.
Lange Fahrten mit Elektroautos bedeuten nicht mehr unbedingt häufigere Pausen. Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse aus der im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche von Chargemap (das zum selben Konzern wie Automobile Propre gehört) veröffentlichten Sommerbilanz. Die zwischen dem 1. Juli und dem 31. August 2026 gesammelten Daten zeigen, dass die Nutzer immer längere Strecken planen, dabei aber weniger Ladevorgänge benötigen als vor fünf Jahren.
Durchschnittlich 416 km für die in diesem Sommer geplanten Fahrten
In den Monaten Juli und August 2026 wurden mit Chargemap mehr als 1,8 Millionen Routen berechnet, wobei der Planer in diesem Sommer umfassend überarbeitet wurde. Die durchschnittliche Länge dieser Routen beträgt nun 416 km. Im Jahr 2021 lag sie noch bei 375 km. In fünf Jahren ist die durchschnittliche Länge der in der App geplanten Fahrten somit um etwa 11 % gestiegen.
Das Phänomen ist insbesondere in Frankreich deutlich sichtbar. In diesem Sommer lagen 28,2 % der in Frankreich berechneten Routen über 500 km. Mit anderen Worten: Mehr als eine von vier geplanten Fahrten betraf eine Strecke von mindestens 500 km.
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Längere Fahrten, aber weniger Ladestopps
Während die geplanten Streckenlängen zunehmen, sinkt die durchschnittliche Anzahl der vorgeschlagenen Ladeetappen. Laut Chargemap beträgt sie im Jahr 2026 1,88 Stopps pro Route, während sie im Jahr 2021 noch leicht über zwei Stopps lag.
Fahrer planen daher längere Fahrten, ohne dass dies zu einer Verdreifachung der vom Planer vorgeschlagenen Pausen führt. Diese Entwicklung spiegelt insbesondere die in den letzten Jahren erzielten Fortschritte bei der Reichweite von Fahrzeugen sowie bei der Schnellladetechnologie wider, die auf Autobahnraststätten mittlerweile Standard ist.
Letztendlich bestätigt diese Sommerbilanz, dass sich die Frage der langen Fahrten mit Elektroautos tatsächlich weiterentwickelt hat. Für einen immer größeren Teil der Elektroautofahrer geht es nicht mehr nur darum, ob es möglich ist, mehrere hundert Kilometer zurückzulegen, sondern darum, dies mit möglichst wenigen Pausen, Zeitverlusten und Kosten zu bewerkstelligen.
Die mit Chargemap durchgeführten Ladevorgänge steigen um 54,2 %
Diese Entwicklung betrifft nicht nur Reisen, die über den Chargemap-Planer vorbereitet werden. Auch die tatsächliche Nutzung des Lade-Dienstes ist im Sommer stark zugenommen.
Zwischen Juli und August 2026 stieg die Anzahl der mit Chargemap durchgeführten Ladevorgänge im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2025 um 54,2 %. Die Woche vom 10. bis 16. August markierte den Höhepunkt des Sommers, mitten in den großen Reisen im Zusammenhang mit den Ferien. Diesen Anstieg führt Chargemap auf mehrere zusammenwirkende Faktoren zurück: die allgemeine Entwicklung der Elektromobilität, die Erweiterung seiner Nutzerbasis sowie die Ausdehnung des Service-Netzwerks.