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Paradox der USA: Trump schafft Anreize ab, doch die Solarenergie boomt – insbesondere in den republikanischen Bundesstaaten

Paradox der USA: Trump schafft Anreize ab, doch die Solarenergie boomt – insbesondere in den republikanischen Bundesstaaten

Paradox der USA: Im zweiten Quartal 2026 haben die Vereinigten Staaten einen neuen Rekordwert im Bereich Photovoltaik erreicht. Die installierte Solarkapazität reicht inzwischen aus, um genügend Elektrizität zu erzeugen, die der Verbrauch von über 50 Millionen Haushalten entspricht. Die großen Anlagen im Utility-Scale-Bereich setzen trotz der Reduzierung der staatlichen Anreize weiterhin in Projekte ein, insbesondere in den republikanischen Bundesstaaten.

Der Boom der Photovoltaik in großen Anlagen

Laut dem Bericht US Solar Market Insight der Solar Energy Industries Association (SEIA) und Wood Mackenzie stiegen die Installationen im zweiten Quartal um 45 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2025 und um 43 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2026.

Die Wachstumstrend wurden vor allem durch Anlagen in großem Maßstab (industrielle Speichersysteme) angetrieben, die im Quartal 9,6 GWdc erreichten – das entspricht einem jährlichen Anstieg von 61 %.

Diese Zahl ist umso bedeutsamer, da die Vereinigten Staaten derzeit mit einem rasch steigenden Strombedarf konfrontiert sind, unter anderem aufgrund des Wachstums von Rechenzentren und der Elektrifizierung verschiedener Branchen. Im ersten Halbjahr des Jahres machten Solarenergie und Speichertechnologien 70 % der neu installierten Stromkapazitäten in den USA aus.

USA Solarenergie

Das Paradox: Die Solarenergie entwickelt sich vor allem in den „Trump’schen“ Staaten

Eines der interessantesten Aspekte des Berichts betrifft die geografische Verteilung der Investitionen. Paradoxerweise stellten die Staaten, die bei den Präsidentschaftswahlen 2024 für Trump gestimmt haben, 71 % der installierten Solarkapazität in der ersten Hälfte des Jahres 2026 dar.

Auch die Rangliste der einzelnen Staaten bestätigt dieses Phänomen: Acht der zehn Gebiete mit den meisten neuen Installationen gehören politisch zur republikanischen Fraktion. Und das trotz der Tatsache, dass die politische Linie des Präsidenten seit jeher den fossilen Brennstoffen zugeneigt und skeptisch gegenüber dem ökologischen Wandel ist.

Diese Zahlen zeigen daher, wie schwierig es mittlerweile ist, das Wachstum der US-amerikanischen Erneuerbaren nur anhand des politischen Konflikts zwischen Demokraten und Republikanern zu beurteilen. Für große Unternehmen, Energieversorger und Investoren entspricht die Photovoltaik vor allem konkreten Anforderungen hinsichtlich neuer Stromkapazitäten, Kosten und Realisierungszeiten. Zudem setzt ihr Wachstum auch in einem insgesamt ungünstigen Umfeld nicht aus.

Die Erneuerbaren erreichen neue Rekorde in Trumps USA

Das Ende der Anreize hält die großen Projekte nicht auf

Die Reduzierung der Bundesanreize scheint daher zumindest vorerst nicht dazu bestimmt zu sein, den Markt für große Anlagen zu entvölkern. Wood Mackenzie prognostiziert bis 2031 jährlich etwa 44 GWdc an neuen Solaranlagen, ein Tempo, das die gesamte US-Kapazität innerhalb von fünf Jahren fast verdoppeln könnte.

Es bestehen weiterhin einige erhebliche Hindernisse, angefangen bei den Genehmigungszeiten und der Übergangsphase nach dem Ende der Steuernachlässe. Die Fähigkeit, große Projekte in tatsächlich gebaute Anlagen umzusetzen, wird daher zu einem der wichtigsten Faktoren sein, die in den kommenden Jahren im Auge behalten werden müssen.

Die Wohngebäude-Fotovoltaik hat es schwerer

Die Situation ändert sich jedoch erheblich, wenn man zu den Dächern von Wohnhäusern übergeht. Der Residential Clean Energy Credit, der für bestimmte häusliche Photovoltaik- und Batteriesysteme einen Steuervorteil von 30 % gewährte, steht nicht mehr für Anlagen zur Verfügung, die nach dem 31. Dezember 2025 in Betrieb genommen werden.

Wood Mackenzie prognostiziert dennoch eine Erholung im Bereich Solarenergie und Wohnraumspeicherung im Jahr 2027. Zur Stützung der Nachfrage könnten nicht nur Umweltziele beitragen, sondern vor allem die Notwendigkeit, die Energiekosten zu senken und die Widerstandsfähigkeit der Wohnhäuser bei Stromausfällen zu erhöhen.

Der US-Markt tritt somit in eine andere Phase ein, in der die Kosten für Anlagen, der Strombedarf, die Speicherung sowie die Kapazität des Netzes immer entscheidender dafür sein werden, zu bestimmen, wo und wie stark die Photovoltaik weiter wachsen wird.

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