Das OMODA X Concept verbindet einen kantigen SUV-Stil mit Nachtvisionstechnologie.

OMODA hat ein neues SUV-Konzept vorgestellt, das einen kantigen Stil, Infrarot-Nachtvision sowie ein individuell anpassbares Interieur vereint und über eine vorgeschlagene Ziehkraft von 1.800 kg verfügt. Am 20. Oktober in China vorgestellt, gibt das OMODA X einen Einblick in die Denkweise der Marke bezüglich Design und Technologie – obwohl eine Verfügbarkeit im Vereinigten Königreich sowie die Antriebstechnik noch nicht bestätigt sind.
Das Konzept weist eine Bodenfreiheit von 200 mm, eine Dachlastkapazität von 75 kg sowie 39 Stauraumoptionen auf. Zudem ist es mit einem sprachbasierten Assistenten und einer einstellbaren X-MODE-Antriebsfunktion ausgestattet. OMODA gibt an, zu erforschen, wie ein SUV sowohl alltägliche Stadtfahrten als auch Wochenendausflüge bewältigen kann, während den Käufern mehr Freiraum zur Ausdrucksweise ihres persönlichen Stils gegeben wird.
Für Käufer von Elektrofahrzeugen lässt die Ankündigung jedoch eine grundlegende Frage unbeantwortet: Welche Antriebstechnologie wird verwendet? In der Pressemitteilung wird weder ein batterieelektrischer, hybrider noch ein Verbrennungsmotorantrieb genannt, und es werden weder die Batteriekapazität noch der elektrische Reichweite oder die Ladezeiten angegeben. Der X sollte daher eher als Design- und Technologiekonzept betrachtet werden als als bestätigter Neuzugang auf dem Markt der Elektro-SUVs.
Ebenso werden kein Preis, ein Produktionszeitplan oder ein Zeitpunkt für den Markteintritt im Vereinigten Königreich genannt. OMODA warnt ausdrücklich davor, dass es sich um ein Konzeptfahrzeug handelt und die bei der Präsentation genannten Spezifikationen ändern können. Die Ziehkraft wird als angestrebtes Ziel beschrieben und nicht als endgültig homologierter Wert.
Das X wurde auf dem globalen OMODA&JAECOO International User Summit vorgestellt. Die deutlichste Verbindung zu einem kommenden Modell aus Großbritannien besteht in seinem Stil: Es baut auf der kantigen Designsprache des OMODA 4 auf, der Anfang dieses Monats auf dem Autosalon in Paris seine europäische Premiere hatte und voraussichtlich 2027 hier in den Verkauf kommen wird.
Der Hersteller konzentriert das Projekt auf drei bekannte SUV-Eigenschaften: Fahrposition, Platzangebot und Vielseitigkeit. Der Schwerpunkt liegt darauf, wie diese Eigenschaften in das Leben der Kunden passen – mit genügend Platz für Menschen und Gepäck sowie einem markanten Aussehen. Diese Ausrichtung erklärt, warum die Präsentation sich auf das Innenraumerlebnis und die Transportfähigkeit konzentriert.
Eine breitere Interpretation des OMODA-Designs
OMODA bezeichnet diesen Stilansatz als „Cyber Mecha“ und setzt scharfe Oberflächen sowie ausgeprägte Geometrien am SUV-Körper ein. Beim X beschreibt das Unternehmen einen breiteren Fahrzeugkörper, breite Schultern sowie eine präzise geformte Taille. Diese Merkmale verleihen dem Konzept seine visuelle Identität, obwohl die Gesamtabmessungen noch nicht bekannt gegeben wurden.
Zur Präsentation standen silberne und grüne Versionen zur Verfügung, beide mit einem kontrastierenden schwarzen Dach. OMODA präsentiert das Auto teilweise als Modeerscheinung und verbindet sein Aussehen mit der Idee, dass ein Fahrzeug genauso wie die Kleidung eines Besitzers dessen Geschmack widerspiegeln kann.
Trotz dieses Schwerpunkts auf der individuellen Ausdrucksweise verbinden mehrere Details den Konzeptwagen bewusst mit der bestehenden Produktlinie. Die blitzartigen Rücklichter spiegeln die Beleuchtungskonzepte des neuesten OMODA 7 sowie des kommenden OMODA 4 wider. An der Vorderseite wiederum erinnern die pfeilförmigen LED-Tageslichter an die pfeilförmigen Rückleuchten des OMODA 5.
Diese Verbindungen deuten darauf hin, dass mit dem X eine Erweiterung der visuellen Identität der Marke anvisiert wird. Sie machen zwar nicht klar, welche Elemente in ein Serienmodell übernommen werden, liefern aber eine deutlichere Orientierung bezüglich der Designrichtung als die Angaben zu den mechanischen Spezifikationen des Fahrzeugs.
Bildschirme mit physischen Steuerelementen
Innen umgeben ein Zwillingsflügellenkrad sowie eine X-förmig angeordnete, schwebende Mittelkonsole ein 10,25-Zoll großes digitales Instrumentendisplay und einen 13,2-Zoll großen zentralen Touchscreen. Die Anordnung kombiniert eine durch Bildschirme gesteuerte Darstellung mit physischen Bedienelementen für häufig genutzte Funktionen wie Klimaanlage und Fahrmodi.
Dieser Aspekt ist für Fahrer relevant, die bevorzugt ohne Navigation durch Touchscreen-Menüs Routineanpassungen vornehmen möchten. In der Ankündigung wird das vollständige Sortiment an Knöpfen oder Schaltern nicht genannt, es wird jedoch bestätigt, dass zumindest einige alltägliche Funktionen über eigene physische Bedienelemente verfügen.
Die Innenraumtechnologie wird unter OMODAS Bezeichnung „Super Intelligent Space“ zusammengefasst. Der konzeptionelle Sprachassistent ist darauf ausgelegt, natürliche, gesprochene Sprache zu verstehen, wodurch die Insassen ohne Verwendung vorgegebener Befehle mit dem Auto interagieren können.
OMODA hat keine detaillierten Angaben zu den von dem Assistenten unterstützten Sprachen, den Anschlussanforderungen oder dem Funktionsumfang gemacht. Die Ankündigung beschreibt daher eher den vorgesehenen Interaktionsstil, anstatt ausreichende Informationen zu liefern, um beurteilen zu können, wie effektiv er im täglichen Fahren funktionieren würde.
Eine personalisierte X-MODE-Einstellung soll Fahrern außerdem ermöglichen, die Einstellungen und Reaktionen des Fahrzeugs ihren Präferenzen anzupassen. In der Pressemitteilung werden nicht angegeben, welche Parameter geändert werden können. Insbesondere sollte der Name nicht als Bestätigung für ein bestimmtes Antriebssystem, ein Allradantriebssystem oder Offroad-Fähigkeiten interpretiert werden.
Nachtsicht und Innenraumunterhaltung
Zu den besonders markanten Technologien gehört ein Infrarot-Thermografie-Nachtsichtsystem. Laut OMODA kann dieses potenzielle Gefahren bis zu 90 Metern voraus erkennen, um auf Reisen bei Dunkelheit zusätzliche Sicherheit zu bieten.
Das Unternehmen hat keine Details darüber bereitgestellt, wie die Warnungen angezeigt werden, welche Gefahren das System erkennt oder unter welchen Bedingungen diese Erkennungsdistanz erreicht wird. Ebenso wird in der Ankündigung nicht klar, ob die Technologie mit einer automatischen Intervention verbunden ist. Die angegebene Reichweite bleibt eine konzeptionelle Spezifikation und kein unabhängig bewertetes Leistungsresultat.
Die Unterhaltung im Fahrzeug nimmt eine andere Richtung ein, da es ein integriertes Mikrofonsystem gibt, das vier unabhängige Schallaufnahmebereiche bietet. Dadurch können die Passagiere ohne Handmikrofone am Karaoke im Auto teilnehmen, was den Schwerpunkt auf gemeinsame Freizeit weiter betont.
Das System zeigt OMODAS Interesse an Funktionen jenseits der reinen Fahrtaufgabe. Allerdings wird in der Pressemitteilung nicht erklärt, ob die einzelnen Schallbereiche getrennt gesteuert werden können, noch werden die weiteren Audioausrüstungen beschrieben, die zu den Mikrofonen gehören.
Praktikalität hinter der Präsentation
Neben den Themen Mode und Unterhaltung hat OMODA mehrere praktische Ziele definiert. Die 200 mm hohe Bodenfreiheit soll den Einsatz außerhalb der Stadtstraßen ermöglichen, während die 75 kg starke Dachlastkapazität einen ausreichenden Raum für das Mitführen von Ausrüstung über dem Fahrzeuginneren bietet.

Die angegebene Ziehkraft von bis zu 1.800 kg könnte für Käufer relevant sein, die schwereres Freizeitgerät transportieren müssen, doch eine Bestätigung hängt von den endgültigen Produktionsvorgaben ab. Ohne Informationen zum Antriebssystem ist es außerdem unmöglich, die Auswirkungen des Ziehens auf den Kraftstoffverbrauch oder die Reichweite im Elektrobetrieb einzuschätzen.
Im OMODA-Konzeptkonzept gibt es insgesamt 39 Stauraumfächer, wobei keine Angaben zu deren genauer Lage oder Kapazität gemacht wurden. Die Anzahl der Stauraumfächer ersetzt nicht den Kofferraumvolumen, und in der Ankündigung werden weder die Gepäckkapazität noch Maße des Passagierbereichs genannt, anhand derer man die Familienpraktikabilität beurteilen könnte.
Diese Auslassungen lassen das X als frühe Absichtserklärung zurück. Die nützlichsten Informationen für potenzielle Käufer sind die Kombination der Designkonzepte und der vorgeschlagenen Ausstattung; die für eine Kaufentscheidung notwendigen kommerziellen und technischen Details folgen noch.
OMODA sowie die Schwestermarke JAECOO gehören zur Chery Holding Group. Laut einer Mitteilung des Unternehmens haben die beiden Marken in weniger als drei Jahren in 64 Märkten insgesamt eine Million Fahrzeuge verkauft. Für Kunden im Vereinigten Königreich bleibt die konkretere kurzfristige Aussicht der geplante Markteintritt des OMODA 4 im Jahr 2027, während die Zukunft des X noch ungewiss ist.