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Politik

Jenseits des Pnrr: Neue Ausschreibungen für 70 Millionen sowie 98 Elektobusse

Jenseits des Pnrr: Neue Ausschreibungen für 70 Millionen sowie 98 Elektobusse

Die Investitionsphase ist mit dem Ende des Pnrr nicht zum Stillstand gekommen. Im Gegenteil: In den letzten Wochen haben die lokalen Verwaltungen eine Reihe von Ausschreibungen veröffentlicht, die zeigen, dass der Übergang auf Elektromobilität im öffentlichen Verkehr weiterhin eine zentrale Bedeutung hat. Inzwischen sind fast die Hälfte der gekauften E-Busse elektrisch. Und aktuelle Zahlen belegen das Interesse am Energiewandel: 70 Millionen Euro für den Kauf von 98 Elektobussen sowie Lade- und Wartungsanlagen. Schauen wir uns die neuesten Ausschreibungen an.

In Bolzano setzt man mehr auf Elektromobilität als auf Wasserstoff: 42 neue Batteriebusse

Die Hauptstadt von Südtirol war schon immer die Hochburg des Wasserstoffs für den öffentlichen Verkehr – mit den ersten Brennstoffzellenbussen bereits im Jahr 2013.

elektrische Busse

Doch die Käufe von Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb waren in den vergangenen Jahren gering – die letzten fünf wurden im April 2026 ausgeliefert und mit Mitteln des Pnrr finanziert – und im neuesten Ausschreibungsverfahren wird weiterhin der Batterieantrieb bevorzugt. Die Mobilitätsagentur Sasa hat eine umfangreiche Ausschreibung gestartet: 42 elektrische Busse, aufgeteilt in vier Lose, mit Fahrzeugen der Längen 10,5, 12 und 18 Meter. Der Gesamtwert des Auftrags beträgt 36,98 Millionen Euro – eine Zahl, die bereits allein die elektrische Ausrichtung verdeutlicht.

In Turin Ausschreibung für 50 elektrische Busse im Wert von 30 Millionen

Auch in Turin gibt es erhebliche Investitionen, wobei ein sehr bedeutendes Rahmenabkommen veröffentlicht wurde: 50 Elektobusse samt entsprechenden Ladestationen sowie ein zehnjähriger Vollservice. Die Gesamtinvestition beträgt 30 Millionen. Im Juli veröffentlichte GTT – das Unternehmen für Mobilität – eine Zusammenfassung der Maßnahmen des Pnrr: „Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 199.607.356 Euro und ermöglichte den Erwerb von 318 Null-Emissionen-Bussen sowie den Bau der notwendigen Infrastrukturen für die elektrische Ladung dieser Fahrzeuge. Dank dieses Investitionsprogramms besteht heute 65 Prozent des Busparks von GTT aus elektrischen Fahrzeugen mit Null-Emissionen.“

Elektobusse

Die Investitionen der letzten Jahre:

29.763.026 Euro für den Kauf von 70 Elektobussen, finanziert mit ministeriellen Mitteln gemäß dem Dekret Nr. 234/2020 und im Jahr 2023 in Betrieb genommen;

169.844.330 Euro für den Kauf von 248 Elektobussen sowie den Bau der entsprechenden Ladeinfrastruktur, finanziert im Rahmen des PNRR – Mission 2 „Grüne Revolution und ökologische Transformation“, Komponente 2, Investition 4.4.1 „Erneuerung des regionalen Busparks für den öffentlichen Nahverkehr“, gefördert vom Ministerium für Infrastruktur und Verkehr.

E-Busse machen über 40 % aus, Hybride und Wasserstoffbusse übertreffen Dieselbusse

Die durch den PNRR finanzierte Flotte (alle Busse sind im Einsatz)

136 12-Meter-Busse;

90 18-Meter-Kurzbusse;

22 kurze Busse für den Betrieb auf Star-Linien.

Consip: Bestellt wurden 1300 Elektobusse, Ausschreibungen auch für Autos

Der größte Teil der Fahrzeuge besteht aus IVECO BUS E-WAY-Bussen. Die 22 kurzen Busse wurden von INDCAR hergestellt, einem Unternehmen, das auf die Produktion von Minibussen spezialisiert ist. Zu diesen werden nun noch die 50 Busse aus dem neuesten Ausschreibungsverfahren hinzukommen. Interessant ist die Angabe zur Aufladung: Ladesäulen im Depot mit 180 kW sowie Schnellladesysteme mit Oberleitungsantrieb von 270 kW an den sieben strategischen Endpunkten des städtischen Netzes:

Ausschreibungen auch in Pescara, Varese und Mola di Bari

In Pescara setzt die Società Unica Abruzzese di Trasporto TUA S.p.A. auf zwei elektrische, schwenkbare Busse mit einer Länge von 18,75 Metern im Wert von 1,6 Millionen. Auch hier ist die Wahl klar: große Fahrzeuge, die für stark nachgefragte Stadtlinien konzipiert sind – und vor allem elektrisch angetrieben.

In der Provinz Varese betrifft die ausgeschriebene Ausschreibung drei 9 Meter lange Elektobusse mit niedrigem Boden, die für den städtischen Verkehr in Bardello con Malgesso und Bregano vorgesehen sind – also für einige Stadtgebiete. Die geplante Investition beträgt 1,29 Millionen.

750 Millionen für Busse: ausschließlich Elektro-, Wasserstoff- und Methanbusse

In Mola di Bari umfasst der Auftrag sowohl das Fahrzeug als auch die Infrastruktur: einen 7 bis 8,80 Meter langen Elektobus sowie eine Langzeit-Ladestation, die im Depot des örtlichen Betreibers installiert werden soll. Der Wert beträgt 542.504 Euro. Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass auch kleine Gemeinden (24.095 Einwohner) in die Logik des integrierten elektrischen Umstiegs einsteigen.

Zusammenfassend zeigen diese Ausschreibungen, dass allein in den letzten Wochen über 98 Elektobusse vergeben wurden, wobei der Gesamtwert mehr als 70 Millionen beträgt. Diese Zahlen bestätigen eine bereits etablierte Tendenz – auch ohne die Unterstützung des Pnrr.

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