Was passiert, wenn man ein Verbrennungsfahrzeug an einem Platz für Elektrofahrzeuge parkt?

Die Besetzung von Ladeplätzen durch Verbrennungsfahrzeuge ist ein wiederkehrendes Problem. Was besagt das Gesetz und was passiert mit denen, die dies tun?
Dass man an einem Ladeplatz ankommt und dort ein Verbrennungsfahrzeug parkt, ist eine immer häufigere Situation, die für den Fahrer des Verbrennungsfahrzeugs teuer werden kann.
Was dieses Thema betrifft, könnte der Straßenverkehrsgesetzestext nicht klarer sein: In Absatz f) Nummer 1 des Artikels 50 steht, dass das Parken „an den ausgeschilderten Stellen für das Parken bestimmter Fahrzeuge“ verboten ist.
Was die für das Laden von Elektrofahrzeugen vorgesehenen Plätze angeht, ist die geltende Regelung für den elektrischen Verkehr noch deutlicher: Das Parken eines nicht-elektrischen Fahrzeugs auf diesen Flächen wird gemäß dem Straßenverkehrsgesetz bestraft.

Wie hoch ist die Geldstrafe?
Antwort darauf findet sich ebenfalls in Artikel 50 des Straßenverkehrsgesetzes, genauer gesagt in Punkt 2: Diese Ordnungswidrigkeit wird mit einer Geldstrafe zwischen 60 und 300 Euro geahndet.
Dieselbe Vorschrift sieht außerdem in bestimmten Fällen von falschem Parken die Möglichkeit vor, das Fahrzeug zu sperren und abzuschleppen. In solchen Fällen kommen zu den Kosten der Geldstrafe noch die Gebühren für Sperrung, Abschleppung und Aufenthalt im Park hinzu.
Damit diese Regelung jedoch anwendbar ist, muss der Parkplatz ordnungsgemäß gekennzeichnet sein, insbesondere mit:
Vertikale Kennzeichnung: Das Parkplatzschild, das mit dem Code H1a gekennzeichnet ist, ergänzt durch ein zusätzliches Schild mit dem Symbol eines ladenden Elektrofahrzeugs;
Markierungen auf dem Boden: horizontale Beschilderung (Farbanstriche auf dem Boden), die den Bereich abgrenzen, oft begleitet vom gleichen visuellen Symbol.

Und was ist, wenn es sich um einen privaten Park handelt?
Dass der Park einem Supermarkt, Einkaufszentrum oder einer anderen privaten Einrichtung gehört, bedeutet nicht automatisch, dass die Verkehrsregeln nicht mehr gelten.
Das portugiesische Recht besagt, dass überdachte oder offene Parkplätze, die der Öffentlichkeit zugänglich sind – auch wenn sie im Privatbesitz von Supermärkten oder Einkaufszentren sind – den Vorschriften des Straßenverkehrsgesetzbuches unterliegen und von den Sicherheitskräften überwacht werden.

Es gibt noch eine einfache Regel für Fahrer von Elektro- oder Plug-in-Hybriden: Der Platz dient dem Aufladen und nicht als Parkplatz, sobald die Batterie geladen ist. Sobald das Aufladen abgeschlossen ist, sollte das Fahrzeug entfernt werden, damit ein anderer Nutzer den Ladepunkt nutzen kann.
Jeder Plug-in-Hybrid oder rein elektrische Fahrzeug, der an einem dieser Plätze ohne Anschluss des Kabels an die Steckdose parkt, begeht dieselbe Ordnungswidrigkeit. Der Zweck des Platzes ist die Energieversorgung, nicht nur das Parken.
Was sollten Sie tun?
Falls Sie an einem Ladepunkt ankommen und ein nicht-elektrisches Fahrzeug auf einem für das Aufladen vorgesehenen Platz finden, können Sie die zuständige Aufsichtsbehörde kontaktieren.
Zuvor sollte man die vorhandenen Beschilderungen überprüfen. Sie ermöglichen es, festzustellen, ob der jeweilige Platz tatsächlich reserviert ist und welche Parkregeln gelten.
Es gibt außerdem eine Regel für beide Fälle: Wer ein Verbrennungsfahrzeug fährt, muss die für das Laden vorgesehenen Plätze respektieren; wer ein Elektrofahrzeug fährt, muss diese freigeben, sobald das Laden beendet ist.