Neuer Kodiaq iV. Plug-in-Hybrid stärker als je zuvor

Inhalt:
- Es wurden große Änderungen am Hybridantrieb des Skoda Kodiaq iV vorgenommen.
- Was zeichnet die luxuriöse Laurin & Klement-Ausstattung aus?
- Der Kodiaq und seine Rolle in der Geschichte und Strategie der tschechischen Marke.
Stärkerer und prestigeträchtigerer Kodiaq
Die Tschechen haben eine wichtige Aktualisierung eines ihrer wichtigsten Modelle vorbereitet. Der Kodiaq, der seit seinem Debüt zu einem Säulenmodell des tschechischen Herstellers geworden ist, erhält nun einen neuen Plug-in-Hybridantrieb mit einer Leistung von 200 kW (272 PS) sowie die topausgestattete Laurin&Klement-Version. Die Premiere ist kein Zufall, denn der Hersteller feiert gerade das 10-jährige Jubiläum des Modells, das seit 2016 weltweit auf 70 Märkten etwa 1,2 Millionen Kunden gewonnen hat. Laut Skoda bleibt der Kodiaq eines der bedeutendsten Fahrzeuge in ihrem Portfolio.
Die wichtigste technische Neuerung ist die neue Version des Plug-in-Hybrid-Antriebs. Der bisherige Kodiaq iV bot eine Systemleistung von 150 kW (204 PS). Jetzt ist sie auf 200 kW (272 PS) gestiegen. Der Antriebsstrang kombiniert einen 1,5-Liter-TSI-Benzinmotor mit 130 kW (177 PS) mit einer Elektromaschine, die 85 kW (116 PS) leistet. Der Hersteller weist darauf hin, dass sowohl Änderungen am Verbrennungsmotor als auch neue Steuerungssoftware für den gesamten Antriebsstrang zu der höheren Leistung beigetragen haben.
Die Energie wird in einem Antriebsakku mit einer Bruttokapazität von 25,7 kWh und einer Nettokapazität von 19,7 kWh gespeichert. Es handelt sich um denselben Akku wie im bisherigen Kodiaq iV, doch die neue Konfiguration bietet deutlich bessere Leistungen. Eine weitere wichtige Änderung ist die Möglichkeit, mit einer Gleichstromleistung von bis zu 50 kW aufzuladen. Dadurch soll das Aufladen auf längeren Reisen viel bequemer sein als bei der Verwendung ausschließlich von Wechselstrom – so heißt es in der Pressemitteilung.
Skoda hat noch keine offizielle Reichweite für die leistungsstärkere Variante angegeben. Der derzeit verfügbare Kodiaq iV ermöglicht jedoch laut dem geltenden Homologationszyklus eine Strecke von über 100 km im emissionsfreien Modus.
Laurin & Klement setzt auf Komfort
Parallel zum neuen Antrieb wird auch eine Variante von Laurin&Klement in das Sortiment aufgenommen, die nach den Gründern der Marke benannt ist. Es handelt sich um die luxuriöseste Version des Kodiaq. Zur Ausstattung gehören unter anderem Sitze mit Massagefunktion, die den Komfort auf längeren Strecken erhöhen sollen. Zu den äußeren Besonderheiten zählen silberne Dachrelinge, Stoßfänger in der Farbe der Karosserie, spezielle Türschweller sowie eigens entwickelte Radfelgen.
Das Modell trägt außerdem die Kennzeichnungen Laurin&Klement sowohl an der Karosserie als auch im Innenraum. Wichtig ist, dass diese Variante nicht einer bestimmten Antriebsversion zugeordnet ist, sodass Kunden die umfangreiche Ausstattung mit der gewünschten Motorkonfiguration kombinieren können.
Das Jahrzehnt des Erfolgs des Kodiaq
Nur zur Erinnerung: Die Geschichte dieses Modells begann am 1. September 2016, als der Kodiaq bei seiner Weltpremiere in Berlin vorgestellt wurde. Der Verkauf startete einige Monate später, im Frühjahr 2017. Das Fahrzeug war der erste große SUV von Skoda, der auf der MQB-Plattform des Volkswagen-Konzerns basiert. Von Anfang an wurden fünfsitzige und siebensitzige Versionen sowie ein breites Sortiment an Benzin- und Dieselmotoren angeboten, außerdem war ein optionaler Allradantrieb verfügbar.
Der Hersteller erinnert außerdem an eine interessante Anekdote zur Premiere. Noch bevor das Auto in die Verkaufsräume kam, änderte die amerikanische Stadt Kodiak auf Alaska ihren Namen für einen Tag offiziell in „Kodiaq“, um die Premiere des neuen SUVs zu feiern.

Der Erfolg des Modells wurde durch das Erscheinen der sportlicheren RS-Version im Jahr 2018 verstärkt. Im selben Jahr stellte die deutsche Rennfahrerin Sabine Schmitz auf der Nürburgring Nordschleife einen Rekord für die schnellste Runde bei serienmäßigen siebensitzigen SUVs auf. Laut Skoda bleibt die Zeit von 9 Minuten und 29,84 Sekunden ungeschlagen.
Bis 2024 wurden 866.100 Exemplare der ersten Generation hergestellt. Etwa 60 Prozent der Kunden wählten den Allradantrieb, während die fünfsitzigen Versionen etwas größerer Beliebtheit genossen.
Die zweite Generation setzt auf Platzangebot und Digitalisierung
Die aktuelle Generation des Kodiaq wurde im Oktober 2023 vorgestellt, die Serienproduktion begann im Januar 2024 in der Fabrik in Kvasiny. Das Fahrzeug bietet ein geräumigeres Interieur, ein moderneres Design sowie Lösungen, die dem stilistischen Konzept „Modern Solid“ entsprechen. Eines der interessantesten Elemente des Cockpits sind die Smart Dials, die die Funktionen traditioneller Schalter mit der Möglichkeit einer digitalen Konfiguration verbinden.
Die Elektrifizierung spielt heute eine weitaus wichtigere Rolle als in der ersten Generation des Modells, und die Entwicklung von Plug-in-Hybrid-Versionen soll einer der Säulen für die weitere Entwicklung des Kodiaq sein. Laut Angaben des Herstellers wurden bis zur Ankündigung der neuesten Änderungen bereits fast 330.000 Exemplare der zweiten Generation dieses SUVs hergestellt.
Wie sieht das elektrische Portfolio von Skoda aus?
Die Tschechen entwickeln konsequent ihr Angebot an elektrifizierten Modellen weiter. Der Kern der Elektroauto-Modellreihe wird derzeit von der Enyaq-Familie gebildet, zu der der klassische SUV Enyaq sowie der sportlich gestaltete Enyaq Coupé gehören. Beide Modelle sind auch in sportlicheren RS-Versionen erhältlich.

Zur elektrischen Offensive der Marke gehört außerdem der kompakte SUV Elroq, der unterhalb des Enyaq angesiedelt ist. Die Elektrofahrzeugreihe wird durch Plug-in-Hybridmodelle ergänzt – es handelt sich dabei um den Kodiaq iV sowie den Superb iV.
Oskar Włostowski