Der Anteil der Elektroautos in Norwegen stieg im Juli auf 97,6 Prozent.

Trotz fast unveränderter Gesamtanzahl der Neuzulassungen von Pkw im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil der batterieelektrischen Fahrzeuge in Norwegen im Juli auf 97,6 Prozent. Toyota führte die monatlichen Marktranglisten an, während Xpeng aufgrund starken Nachfrages nach seinen Modellen auf den dritten Platz aufstieg.

Laut dem Norwegischen Verkehrsinformationsrat (OFV) wurden im Juli 9.609 neue Pkw in Norwegen zugelassen, was einem Anstieg von 0,5 Prozent gegenüber dem gleichen Monat im Vorjahr entspricht. Batterieelektrische Fahrzeuge machten 9.379 der Neuzulassungen aus, wodurch der monatliche Anteil der Elektrofahrzeuge auf 97,6 Prozent stieg.
Dieses Ergebnis folgt auf den Rekordwert von Juni mit einem Anteil von 96,9 Prozent für Elektrofahrzeuge und bestätigt, dass der norwegische Neuwagenmarkt fast ausschließlich aus Elektrofahrzeugen besteht. In Østfold lag der höchste Anteil an Elektrofahrzeugen, wobei 672 von 675 neu registrierten Pkw über Batterien angetrieben wurden.
Seit Jahresbeginn wurden in Norwegen 83.012 neue Pkw registriert, was einem Rückgang von 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Trotz des allgemeinen Marktrückgangs stiegen die Registrierungen von batterieelektrischen Fahrzeugen um 1,3 Prozent auf 81.040 Stück.
Toyota war im Juli die meistverkaufte Marke mit 1.260 Registrierungen. Dazu gehörten 532 Toyota bZ4X, das im Juli das meistverkaufte Modell in Norwegen war, sowie 437 Einheiten des Toyota Urban Cruiser, das den dritten Platz belegte. Den zweiten Platz nahm der Volkswagen ID.4 mit 485 Einheiten ein.

Auch Volkswagen belegte den zweiten Platz bei den meistverkauften Marken. Der chinesische Automobilhersteller Xpeng erreichte mit 843 verkauften Fahrzeugen den dritten Platz, was einem Anstieg von 161 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht.
Trotz nur 24 neu registrierten Fahrzeugen im Juli behielt Tesla in der Gesamtbilanz des Jahres mit 14.413 Registrierungen einen komfortablen Vorsprung – das entspricht einem Anstieg von 3,9 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Toyota belegte mit 9.972 Fahrzeugen den zweiten Platz, gefolgt von Volkswagen mit 8.149.
Laut OFV gewinnen Elektrofahrzeuge auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt weiter an Bedeutung. Die Übertragungen von batterieelektrischen Pkw an Privatkäufer stiegen im Juli um acht Prozent, während Diesel- und Benzinautos jeweils um 5,7 Prozent bzw. 6,7 Prozent zurückgingen. Insgesamt sind die Übertragungen von Elektroautos im laufenden Jahr um 43,2 Prozent auf 103.892 gestiegen und haben damit in den Gesamtstatistiken knapp die Dieselautos überholt.
Auch auf dem Markt für Nutzfahrzeuge setzte sich der Trend zur Elektrifizierung fort. Elektro-Transporter machten im Juli 61,4 Prozent der neuen Transporter-Zulassungen aus, während der Anteil batterieelektrischer Lkw bei den Zahlen bislang 23 Prozent betrug – nachdem die Zulassungen im Vergleich zu den ersten sieben Monaten des Jahres 2025 um fast 70 Prozent gestiegen waren. Trotz dieses Wachstums machen Elektrofahrzeuge weiterhin nur 10,6 Prozent des Transporter-Parks Norwegens sowie 4,8 Prozent seines Lkw-Parks aus.
„Die Herausforderung besteht nun darin, das Wachstum bei den neuen Zulassungen in eine umfassendere Erneuerung des Fahrzeugparks umzusetzen. Dafür sind vorhersehbare Steuern und Förderprogramme sowie eine ausreichende Ladeinfrastruktur und Netzkapazität erforderlich, die es Unternehmen ermöglichen, langfristig zu planen“, resümierte Stokke. „Ohne stabile Rahmenbedingungen besteht die Gefahr, dass notwendige Investitionen verschoben werden.“
Quelle: electrive