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Nio startet fünfte Generation von Batteriewechselstationen

Nio startet fünfte Generation von Batteriewechselstationen

Nio hat in China die ersten Batteriewechselstationen der fünften Generation in Betrieb genommen. Die neue Technik bindet erstmals auch die Kleinwagenmarke Firefly in das Swap-Netz ein. Gleichzeitig hat Nio die Marke von 4.000 Wechselstationen in China überschritten.

Die ersten Stationen der neuen Generation gingen in Peking, Shanghai, Guangzhou, Suzhou, Hefei, Chengdu und Quanzhou in Betrieb. Der Standort am Qiaoxiang Gymnasium in Quanzhou ist zugleich Nios 4.000. Batteriewechselstation in China und die erste Station der fünften Generation.

Herzstück der neuen Generation soll eine von Nio selbst entwickelte Wechselplattform sein. Nach Unternehmensangaben passt sie ihre Konfiguration in Echtzeit an und lokalisiert so die Befestigungspunkte der Batterie am jeweiligen Fahrzeug. Unterstützt werden Fahrzeuge mit Radständen von bis zu 3,5 Metern, vom Kleinwagen bis zum großen SUV. Erstmals können damit Modelle aller drei Konzernmarken Nio, Onvo und Firefly dasselbe Batteriewechselnetz nutzen. Für Firefly ist das ein wichtiger Schritt: Der rund vier Meter lange Elektro-Kleinwagen konnte die bisherigen Swap-Stationen aufgrund seines kürzeren Radstands nicht nutzen.

Nio knackt Marke von 120 Millionen Batteriewechseln

Der Start der neuen Stationen fällt mit einem weiteren Meilenstein zusammen: Am 7. August führte Nio den insgesamt 120-millionsten Batteriewechsel durch. Erst Anfang Februar hatte das Unternehmen die Marke von 100 Millionen Wechselvorgängen überschritten, die jüngsten 20 Millionen kamen also innerhalb von rund sechs Monaten hinzu.

Das Netz selbst wächst dabei kontinuierlich mit. Zum 7. August verfügte Nio in China über 4.006 Batteriewechselstationen sowie 5.160 Ladestationen mit insgesamt 29.801 Ladepunkten, 1.049 Swap-Stationen davon liegen entlang von Autobahnen. Sie verbinden laut Nio neun Nord-Süd- und elf Ost-West-Korridore sowie 16 größere Ballungsräume und decken mehr als 550 Städte ab. In den Städten sollen so 80,1 Prozent der Nutzer mindestens eine Wechselstation im Umkreis von drei Kilometern um ihren Wohn- oder Arbeitsplatz haben.

Der massive Ausbau konzentriert sich derzeit allerdings klar auf den chinesischen Heimatmarkt. Bei seiner Auslandsexpansion hat Nio zuletzt das Tempo herausgenommen. In Europa will der Hersteller vorerst keine weiteren Batteriewechsel- oder eigenen Ladestationen errichten und setzt stattdessen stärker auf Partnerschaften sowie ein weniger kapitalintensives Geschäftsmodell. Neue Fahrzeuge auf der NT3-Plattform mit 900-Volt-Architektur werden hier frühestens Ende 2027 oder Anfang 2028 erwartet.

Das europäische Swap-Netz dürfte damit vorerst auf seinem bestehenden Stand bleiben, während Nio das Konzept in China weiter skaliert. Die fünfte Generation erhöht dabei nicht nur die Zahl der Stationen, sondern öffnet sie erstmals für alle drei Konzernmarken.