Nieuwe Omoda 5: mehr Luxus und eine Reichweite von 430 km für etwa 35.000 €

Der neue Omoda 5 wird Ende 2026 in die Niederlande kommen. Der voll elektrische SUV verfügt über ein neues Interieur, mehr Stauraum sowie eine höhere Schnellladefähigkeit. Mit einer Reichweite von 430 Kilometern, umfangreicher Seriausstattung und einem erwarteten Einstiegspreis von rund 35.000 Euro möchte Omoda sein Wachstum auf dem niederländischen Markt fortsetzen.
Omoda wächst – und der Omoda 5 wächst mit
Chinesische Automarken hatten lange Zeit Schwierigkeiten, in den Niederlanden und Belgien Fuß zu fassen, doch dieses Bild ändert sich schnell. Insbesondere MG und BYD haben inzwischen eine beträchtliche Position aufgebaut, während auch Leapmotor immer mehr Autos verkauft. Omoda profitiert ebenfalls von dieser Entwicklung. Zusammen mit der Schwestermarke Jaecoo, die ebenfalls zur chinesischen Chery Group gehört, registrierte die Marke in den ersten neun Monaten von 2026 in den Niederlanden über 3.500 Autos. In Belgien wächst das Duo ebenfalls stark. Dort gehörten BYD und MG nach zehn Monaten sogar zu den zwanzig am meisten verkauften Automarken.
Doch wir sollten den Erfolg des Omoda 5 nicht überbewerten. Die Marken sind noch relativ klein, und ein erheblicher Teil der Registrierungen entfällt auf andere Modelle und Antriebsformen. Mit dem überarbeiteten elektrischen Omoda 5 möchte der Hersteller seine Position weiter stärken – dabei geht es um mehr als nur ein paar kosmetische Anpassungen.



Größer, geräumiger und mit einem strafferen Aussehen
Der neue Omoda 5 behält seine erkennbare, abfallende Dachlinie bei, erhält aber eine neu gestaltete Vorderseite. Auch die Rückseite wurde überarbeitet, mit veränderten Karosseriedetails und einem auffälligen Lichtdesign. Dadurch wirkt das Design etwas reifer, ohne dass der Omoda radikal von seiner ursprünglichen Gestaltung abweicht.
Interessanter sind die geänderten Abmessungen. Der SUV wird von 4,42 auf 4,55 Meter länger und ist damit um mehr als 13 Zentimeter länger. Die Radstand bleibt jedoch mit 2,63 Metern unverändert. Die zusätzliche Länge bringt also nicht automatisch mehr Beinfreiheit, doch der Kofferraum profitiert davon. Er wächst von 370 auf 442 Liter – ein Anstieg von 72 Litern. Insbesondere für Familien ist das eine willkommene Verbesserung.
Ein völlig neues Armaturenbrett
Im Innenraum sind die Unterschiede noch größer. Das aktuelle Modell verfügt über zwei nebeneinander angeordnete 12,3-Zoll-Bildschirme. In der überarbeiteten Version wird diese Anordnung durch ein digitales Instrumentenpanel mit 8,9 Zoll sowie einen zentralen Infotainmentscreen mit insgesamt 15,6 Zoll ersetzt.
Das Dashboard wurde außerdem vollständig neu gestaltet. Die neue Mittelkonsole bietet mehr Stauraum, während veränderte Materialien und Ambientebeleuchtung dem Innenraum ein moderneres Erscheinungsbild verleihen sollen. Damit folgt Omoda der Entwicklung, die wir bei vielen chinesischen Elektroautos beobachten: ein großes zentrales Display, das immer mehr Funktionen übernimmt. Ob das auch eine Verbesserung für die Bedienung bedeutet, muss sich in einem Praxistest zeigen. Schließlich macht ein schönes Touchscreen-Display nicht automatisch mehr Spaß als ein paar gut platzierte physische Tasten. Kabellose Apple CarPlay- und Android Auto-Unterstützung bleiben vorhanden, während die Smartphone-App erweitert wird. Damit können Fahrer unter anderem die Klimaregelung steuern, Fahrzeugdaten überprüfen und den Standort ihres Autos abrufen.

Der neue Omoda 5 wird noch luxuriöser
Omoda ist bekannt für seine umfangreiche Serienausstattung, an der kaum etwas geändert wird. Im Gegenteil: Die überarbeitete Version bietet zusätzliche Komfortfunktionen. Die beheizbaren und belüftbaren Vordersitze verfügen beispielsweise auch über eine Massagefunktion – was in dieser Preisklasse außergewöhnlich ist.
Weitere Ausstattungsmerkmale sind weniger neu, als die Pressemitteilung vermuten lässt. Der aktuelle Omoda 5 verfügt bereits über eine Wärmepumpe, Sitzheizung, Sitzbelüftung sowie drahtlose Smartphone-Verbindung. Auch die 540-Grad-Kamera, mit der der Fahrer sich um das Fahrzeug herum sowie virtuell darunter betrachten kann, ist keine Neuheit. Dasselbe gilt für die neunzehn Fahrassistentenfunktionen, darunter adaptiver Tempomat und Totwinkelüberwachung. Die Ausstattung bleibt somit beeindruckend, doch der größte Vorteil liegt vor allem im überarbeiteten Cockpit sowie in der zusätzlichen Massagefunktion.
430 Kilometer Reichweite, zuverlässige Ladeleistung
Technisch gesehen ändert er sich weniger, als man vielleicht erwarten würde. Der neue Omoda 5 verfügt über einen Elektromotor mit 155 kW (211 PS), 288 Nm Drehmoment und Allradantrieb. Auch das 61 kWh große LFP-Akku-Paket bleibt unverändert. Der offizielle WLTP-Actionsradius beträgt erneut 430 Kilometer. Auch im Bereich der Ladeinfrastruktur sind keine großen Änderungen angekündigt. Genau wie das aktuelle Modell unterstützt der neue Omoda 5 eine maximale DC-Schnellladung mit 130 kW. Laut dem Hersteller dauert es 28 Minuten, um den Akku von 30 auf 80 Prozent aufzuladen. Für das Heimladen oder Laden an einer öffentlichen Ladesäule bleibt ein 11 kW starker Bordlader Standard. Die wichtigsten Verbesserungen liegen somit nicht in der elektrischen Antriebstechnik, sondern vor allem im größeren Fahrzeugkörper, im geräumigeren Kofferraum und im komplett überarbeiteten Innenraum.

Sicherheit und Garantie bleiben wichtige Argumente
Das bisherige Modell Omoda 5 erhielt bei den Crashtests von Euro NCAP fünf Sterne. Diese Bewertung wurde ursprünglich im Jahr 2022 durchgeführt und 2024 nach zusätzlichen Kontrollen auch auf die elektrische Version ausgedehnt. Ob alle Änderungen am überarbeiteten Modell unter derselben Bewertung fallen, muss sich noch zeigen.
Zusätzlich setzt Omoda weiterhin auf umfassende Garantiebedingungen. Die Marke bietet eine siebenjährige oder 150.000 Kilometer umfassende Herstellergarantie – ein wichtiges Argument für Autofahrer, die noch wenig Erfahrung mit chinesischen Automarken haben.
Neue Omoda 5 Ende 2026 in den Niederlanden
Das überarbeitete elektrische SUV wird Ende 2026 bei den niederländischen Händlern erwartet. Omoda rechnet dabei mit 28 Verkaufsstellen. Das Netzwerk wächst schnell: Bereits früher in diesem Jahr berichteten wir über die Eröffnung von fünf neuen Showrooms in den Niederlanden.
Der indikative Einstiegspreis beträgt etwa 35.000 Euro. Das ist ein interessanter Wert, denn der aktuelle Omoda 5 EV steht in der niederländischen Preisliste für 2026 bereits ab 31.990 Euro inklusive Ausstattung zur Verfügung. Die überarbeitete Version scheint daher teurer zu werden, obwohl der endgültige Preis und die Ausstattungsebenen noch bekannt gegeben werden müssen.

Mehr Auto – aber möglicherweise auch mehr Kosten
Der überarbeitete Omoda 5 bietet vor allem mehr Platz, ein moderneres Interieur sowie einige zusätzliche Komfortfunktionen. Der größere Kofferraum ist eine praktische Verbesserung, während das neue Armaturenbrett dem Auto ein völlig anderes Aussehen verleiht. Im Inneren bleibt jedoch fast alles unverändert. Die Motorleistung, die Reichweite und die Ladeleistung sind unverändert. Zudem waren bereits viele Luxusausstattungen im aktuellen Modell vorhanden.
Wir haben bereits mit dem aktuellen Omoda 5 gefahren, der ausführlich in unserer Videorezension vorgestellt wird. Die überarbeitete Version erscheint in einigen Punkten attraktiver, doch dafür könnte auch ein höherer Preis anfallen. Ob der zusätzliche Platz, das neue Interieur und die erweiterte Ausstattung diesen Preisaufschlag rechtfertigen, wird nur eine erneute Testfahrt zeigen.
Text: Marc Verweij