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Neue Selbstlader-Technologie für Massengutfrachter reduziert die Frachtemissionen um die HÄLFTE

Neue Selbstlader-Technologie für Massengutfrachter reduziert die Frachtemissionen um die HÄLFTE
Schwerer Transport wird hybrid: Selbstentladeendes Frachtschiff senkt Emissionen

Der Transport von Millionen Tonnen Kohle, Zucker und anderen Schüttgütern ist eine anspruchsvolle Aufgabe, und die Dekarbonisierung dieses Bereichs stellt zahlreiche besondere Herausforderungen dar – insbesondere beim Be- und Entladen. Genau das macht das neue MV Yampu so interessant: Es ist das weltweit erste Schüttgutfrachtschiff, das sich selbst be- und entladen kann!

Von den Seefahrtsexperten der CSL Group speziell für den Großbetrieb im Bereich Schotter und Beton, Adbri, entwickelt, ist das MV Yampu ein bahnbrechendes 125 Meter langes Schiff. Es wird von einem lokomotivähnlichen Diesel-Elektro-Antriebssystem angetrieben und verfügt außerdem über ein enormes, 131 Tonnen schweres sowie 6.758 kWh starkes Marinebatteriesystem, das von den BESS-Experten Wärtsilä entwickelt wurde und in der Lage ist, mehr als 600 kW Leistung zu erbringen.

Dieses hybride Frachtschiff ist dafür konzipiert, jährlich eine anstrengende Aufgabe zu bewältigen: Es transportiert 2,7 Millionen Tonnen (etwa 3 Millionen Shorttons) rohen Kalksteins über eine 42 Meilen lange Strecke im Golf von St. Vincent in Australien. Die neue Schiffsroute führt es von der Steinbruchanlage Klein Point auf der Yorke-Halbinsel zu einer Zementfabrik in Birkenhead, Adelaide – dadurch entfällt für große Diesellaster die mühsame 300 Meilen lange Hin- und Rückfahrt, der Kraftstoffverbrauch wird um 25 Prozent reduziert und die Emissionen aus Kategorie 1 um über 40 Prozent im Vergleich zum ersetzen Schiff gesenkt.

„Die MV Yampu stellt einen bedeutenden Schritt vorwärts auf unserem Weg zur Dekarbonisierung dar und zeigt, wie praktische Innovationen echte Umweltvorteile bringen können, ohne die Anforderungen des kommerziellen Betriebs zu vernachlässigen“, erklärt CSL-CEO Louis Martel. „Jede Verbesserung bei der Ladungshandhabung, jede Erweiterung der an Bord befindlichen Systeme sowie jede betriebliche Innovation wurde mit einem einzigen Ziel umgesetzt: unseren Besatzungen dabei zu helfen, ihre Arbeit sicher, effizient und nachhaltig auszuführen.“

Abladen, Beladen

Die an Bord befindlichen Batterien ermöglichen es der MV Yampu, bis zu 40 Prozent ihrer Reisestrecke ausschließlich mit elektrischer Energie zu fahren – doch sie versorgen nicht nur das Schiff selbst. Dasselbe batterieelektrische System steuert außerdem die riesigen Selbstentladevorrichtungen des Schiffes, wodurch Güter ohne Einsatz von Dieselmotoren oder mobilen Transportbändern vom Laderaum an Land gebracht werden können und gleichzeitig der Lade- und Entladevorgang beschleunigt wird.

„Jeden Tag trägt der Kalkstein, den die MV Yampu transportiert, dazu bei, den Zement herzustellen, der zur Errichtung von Häusern, Krankenhäusern, Schulen, Straßen sowie wichtigen Infrastrukturprojekten in Südaustralien und Victoria verwendet wird“, erklärt Paul Headd, CEO von Adbri. „Dadurch, dass wir dies erreichen können und gleichzeitig die Emissionen weiter reduzieren, bleibt Adbri an der Spitze der kohlenstoffarmen Zementherstellung in Australien.“

Laut Berichten hoffen die Betreiber der MV Yampu, dass sich die Umladeanlagen an Land zusammen mit energiedichteren Batterien entwickeln werden, wodurch zukünftige Schiffe auf vollständig elektrische Antriebe umsteigen können. Als möglicher Zeitpunkt dafür wird vorsichtig das Jahr 2031 genannt.

QUELLE | BILDER: CSL, über New Atlas.