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Neues Einstiegsmodell des AMG GT 4-Türer Coupé startet bei 115.430 Euro

Neues Einstiegsmodell des AMG GT 4-Türer Coupé startet bei 115.430 Euro

Mercedes-AMG erweitert mit dem neuen GT 53 4-Türer Coupé die Modellfamilie des kürzlich vorgestellten vollelektrischen viertürigen GT Coupés nach unten. Auffälligste Besonderheit neben dem niedrigeren Preis: Anstatt von drei Axial-Fluss-Motoren wird der Sportwagen von zwei Synchronmotoren angetrieben.

Mit dem GT 4-Türer Coupé hat Mercedes-AMG schon länger die Aufmerksamkeit auf sich gezogen – konkret seit vergangenen November am Rande des Formel-1-Rennens in Las Vegas ein stark getarnter Prototyp präsentiert und Schauspieler Brad Pitt als Werbegesicht des Modells bekanntgegeben wurde. Im März zeigte Mercedes-AMG dann den Innenraum des GT 4-Türer Coupés – und verwunderte die Branche damit, dass an keiner Stelle erwähnt wurde, dass es sich um ein vollelektrisches Modell handelt.

Klarheit schaffte dann aber die Weltpremiere im Mai: Da zeigte AMG einen Boliden mit bis zu 860 kW Systemleistung, basierend auf drei Axial-Fluss-Motoren von Yasa, einem 2021 übernommen britischen E-Motor-Spezialisten. Eine absolute Innovation, denn es handelt sich um das erste Serienmodell von Mercedes, das solche hochperformanten Motoren erhält. Bislang kamen sie vor allem als „Booster“ in Hybrid-Modellen von Ferrari und Lamborghini zum Einsatz.

Doch auf genau dieses Alleinstellungsmerkmal verzichtet Mercedes-AMG nun in einer neuen Variante seines viertürigen GT: Der neue Mercedes-AMG GT 53 4-Türer Coupé kommt stattdessen mit zwei Synchronmotoren daher, die eine Systemleistung von 400 kW bieten. Dabei sitzt die elektrische Haupt-Antriebseinheit mit permanenterregter Synchronmaschine (PSM) an der Hinterachse, während ein zweiter E-Motor an der Vorderachse (ebenfalls PSM) als „Boost“-Antrieb fungiert. Abhängig von Fahrsituation und Fahrprogramm kann dieser Vorderantrieb über eine Disconnect Unit (DCU) zugeschaltet werden, beispielsweise bei entsprechender Leistungsanforderung oder wenn Traktionsbedarf besteht, so Mercedes-AMG. Bei geringer Last wird der E-Motor zugunsten höherer Effizienz hingegen blitzschnell entkoppelt und steht still.

Gegenüber dem bereits erhältlichen 63er Flaggschiff-Modell bringt der 53er durch sein alternatives Motoren-Setup neben der niedrigeren Systemleistung noch einige andere Performance-Einbußen mit – weist aber immer noch Werte aus, mit denen kein Volumenmodell mithalten kann. So liegt das Drehmoment bei 800 anstelle von 2.000 Nm beim 63er. Und der Sprint von 0 auf 100 km/h im 1-Foot-Rollout braucht 3,5 anstatt 2,1 Sekunden. Der reguläre Sprint von 0 auf 100 km/h aus dem Stand benötigt zudem 3,9 gegenüber 2,4 Sekunden beim GT 63 4-Türer Coupé.

Keine Änderungen gibt es dagegen bei Batterie und Ladeleistung: Der GT 53 4-Türer Coupé verfügt genauso über eine 106 kWh große Batterie wie der 63er. Und auch die besonders hohe Ladeleistung von 600 kW bleibt bestehen: Der DC-Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent wird dadurch zu einem Sprint von nur 11 Minuten. Allerdings ist dazu auch eine 600 kW starke Ultraschnellladestation erforderlich – doch die sind bislang kaum verbreitetet. Angesichts der niedrigeren Systemleistung soll zugleich die WLTP-Reichweite deutlich höher sein und bei über 800 km liegen.

Der Verkauf des GT 53 4‑Türer Coupé in Deutschland startet am 13. August 2026 zu Preisen ab 115.430 Euro. Zum Vergleich: Das Spitzenmodell GT 63 ist bei 196.350 Euro eingepreist. Und der dazwischen angesiedelte GT 55 ist ab 154.700 Euro verfügbar. Unklar ist, ob Mercedes-AMG auch noch einen noch günstigeren GT 43 nachschieben wird. Diesen gab es zuletzt noch bei der Verbrenner-Version des AMG GT 4-Türer Coupé.