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Fahrzeuge

Nächster Toyota Corolla soll aus China kommen – auch vollelektrisch

Nächster Toyota Corolla soll aus China kommen – auch vollelektrisch

Toyota plant laut einem japanischen Medienbericht, die nächste Generation des Corolla ab 2028 in China zu produzieren und auch rein elektrisch anzubieten. FAW Toyota Motor soll das Modell fertigen – jenes China-Joint-Venture, bei dem gerade GAC einsteigt.

Toyota corolla hybrid min

Wie die gewöhnlich gut informierte Zeitung Nikkei Asia berichtet, soll der neue Corolla ab 2028 eine „Multipathway“-Fahrzeugarchitektur nutzen, die Elektro-, Hybrid-, Benzin- oder andere Antriebe gleichermaßen unterstützt. Toyota nutzt die Plattform laut Nikkei Asia perspektivisch auch für andere Fahrzeuge, darunter Modelle von Lexus. Toyotas Luxusmarke soll entsprechend bereits ab 2027 vorhaben, ein elektrisches SUV der nächsten Generation in China zu bauen.

Die neue flexible Fahrzeugplattform soll bei Toyota für mehr Beweglichkeit sorgen. Der Autohersteller setzt in Märkten wie Japan und den USA vorwiegend auf Hybrid- und Benzinfahrzeuge, in China aber zunehmend auf E-Autos. Dabei rückt Toyota nun mitunter von seiner Praxis ab, Fahrzeuge zunächst stets für den japanischen und US-amerikanischen Markt zu entwickeln und später für andere Weltregionen zu adaptieren. So hat Toyota inzwischen in China in seinen zwei separaten Joint Ventures zusammen mit FAW und GAC auch schon erste eigenständige E-Autos für den chinesischen Markt entwickelt, nämlich die Modelle bZ3C und bZ3X.

Mit Blick auf den nächsten Corolla hat Nikkei Asia erfahren, dass das Modell von FAW Toyota in China hergestellt werden soll – was ebenfalls für einen China-first-Ansatz spricht. Eine Studie als Ausblick auf die nächste Corolla-Generation hatte Toyota erstmals im Herbst 2025 auf der „Japan Mobility Show“ vorgestellt. Die Elektrifizierung des Corolla ist für Toyota von großer Bedeutung: Der Toyota Corolla gilt über alle Modellgenerationen hinweg als meistverkauftes Auto der Welt. Aktuell gibt es ihn nur mit klassischem Motor oder auf einer niedrigen Elektrifizierungsstufe: als Vollhybrid.

Grundsätzlich steht Toyota in China unter großem Druck. Laut Nikkei Asia setzte der Hersteller im August – inklusive der Marke Lexus – nur 118.449 Fahrzeuge ab, was einem Rückgang von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Das liegt zum einen am insgesamt schwächelnden Pkw-Markt in China, aber zum anderen auch am Erstarken der chinesischen Marken. Kurzfristig reagiert Toyota nun mit vor Ort gebauten Stromern der Marke Lexus, aber auch mit mehr Range-Extender-Fahrzeugen im Sortiment. Parallel treibt der Automobilhersteller grundsätzlich die Elektrifizierung und Vernetzung seiner Modelle voran, weshalb unter anderem die zwei China-Joint-Ventures umstrukturiert werden.

GAC übernimmt in diesem Kontext den von FAW gehaltenen 50-prozentigen Anteil an FAW Toyota. Der Deal, der vor gut zwei Wochen bereits durchgesickert ist, wurde am Freitag von allen Seiten bestätigt. Wichtig: FAW Toyota soll weiterhin als eigenständiges Unternehmen agieren – vorerst zumindest. Finanziert werden soll die Transaktion über die Ausgabe neuer A-Aktien. Gleichzeitig soll FAW wiederum zum zweitgrößten Anteilseigner von GAC werden.