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Sonstiges

MVV Energie bündelt 6.600 Ladepunkte auf Monta-Plattform

MVV Energie bündelt 6.600 Ladepunkte auf Monta-Plattform

Der Energieversorger MVV Energie führt rund 6.600 öffentliche und gewerbliche Ladepunkte in Deutschland auf der Plattform von Monta zusammen und löst damit fragmentierte Altsysteme ab. Auch die eMotion-App des Versorgers basiert nun auf Monta.

Bild: Monta

Den Löwenanteil der migrierten Ladepunkte stellen mit knapp 6.100 gewerbliche und B2B-Ladepunkte. Öffentlich zugänglich sind etwas mehr als 500, rechnerisch also weniger als jeder zehnte Ladepunkt.

Laut Monta deckt die Plattform Ladepunktmanagement, Kundenverwaltung, Preisgestaltung, Zahlungsabwicklung, Abrechnung und Reporting ab. MVV Energie soll damit eine einheitliche Betriebsumgebung für die Expansion im öffentlichen, Flotten-, Workplace- und Heimladebereich erhalten.

Als entscheidendes Auswahlkriterium nennt Monta seine Zahlungs- und Wallet-Architektur. Sie ermöglicht es, denselben Kunden sowohl Mitarbeiter- als auch Privatkundentarifen zuzuordnen, ohne doppelte Kundenprofile anzulegen oder manuell abzugleichen. Auch für das Heimladen von Mitarbeitern ist die Plattform vorgesehen. Dabei können private Wallboxen und PV-Anlagen registriert und Ladekosten erstattet werden.

„Der Markt entwickelt sich von einzelnen Ladeprojekten hin zu skalierten Lade-Gesamtlösungen – die zugrundeliegende Softwarearchitektur wird damit zur strategischen Entscheidung“, sagt Max Scherer, Chief Operating Officer bei Monta. Vinzent Grimmel, Head of Smart Cities bei MVV, hebt vor allem die Flexibilität hervor: „Monta bietet uns eine einzige Plattform für öffentliches Laden, Flotten, Workplace Charging und Mitarbeiterladen – und gleichzeitig die Flexibilität, die wir für unterschiedliche Kunden- und Tarifmodelle benötigen.“

Dieselbe Plattform dient nun auch als Grundlage für die eMotion-App, die der Energieversorger als gebrandete White-Label-Lösung für Flotten-, Workplace- und Heimladen betreibt. Sie bietet damit unter anderem KI-gestützten Chat-Support, Push-Benachrichtigungen, eine sichere Speicherung von Fahrzeugdaten sowie Autocharge und Plug & Charge. Nutzer können darüber zudem private Wallboxen und PV-Anlagen registrieren.

Wachstum ohne Mehraufwand

Neben dem technischen sieht Monta vor allem einen kommerziellen Nutzen: Weil eine einzige Plattform mehrere isolierte Systeme ersetzt, soll weiteres Ladewachstum nicht mehr mit einem proportional steigenden operativen Aufwand einhergehen. „Zuverlässige und flexible Software ist entscheidend für den Betrieb unseres Ladenetzes heute und für unser geplantes Wachstum“, ergänzt Grimmel. Konkrete Ausbauziele nennt MVV Energie allerdings nicht.

Das dänische Unternehmen Monta verwaltet seinerseits derzeit mehr als 330.000 Ladepunkte und ist in zwölf europäischen Märkten direkt vertreten. Die Plattform soll mit über 900 Ladesäulen-Modellen von 274 Herstellern sowie mit 94 Fahrzeugmarken kompatibel sein. Monta rechnet damit, dass die Herausforderung für regionale Energieversorger und CPOs zunehmend an Bedeutung gewinnt, sobald sie ihr Ladegeschäft auf öffentliche, gewerbliche und private Umgebungen ausweiten.

_Quelle: Info per E-Mail_